Stockschwämmchen oder nicht? *PIC*

Blausprödler, (vor 7277 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

jetzt geht es mir mal so, dass ich Stockschwämmchen einfach nicht zu 100% sicher erkenne.
99% sind mir zu wenig – was meint ihr dazu – ich glaube schade das ich sie nicht verwende!
Aber was soll´s – es wächst immer noch sehr viel und sehr viel interessantes!

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Herzliche Pilzgrüße aus dem östlichen Bayerwald

Wolfgang

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

Ingo, (vor 7277 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Wolfgang,

sehe ich da auf dem Beutefoto Lepista inversa?
Wenn es denn welche sind, schmecken die denn? Ich habe die leicht
bitterlich in Erinnerung.

Grüssli nach Bayern - Ingo

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

Birgit, (vor 7277 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Wolfgang,
jetzt geht es mir mal so, dass ich Stockschwämmchen einfach nicht zu 100%
sicher erkenne.
99% sind mir zu wenig – was meint ihr dazu – ich glaube schade das ich sie
nicht verwende!

Nu und warum bist du dir bei den abgebildeten Exemplaren nicht sicher? Oder bist du dir generell bei der Unterscheidung Stockschwämmchen - Gifthäubling nicht sicher? Meines Erachtens nach sind zumindestens die Pilze bei denen man die Stiele sieht ziemlich sicher Stockschwämmchen, weil sie einen schuppigen und keinen silbrig überfaserten Stiel haben. Das müßtest Du in Natura sehr viel besser selber sehen können.

Na gut, ich hatte bei der ersten selbstgesammelten Stockschwäümmchwenmahlzeit auch ein leicht mulmiges Gefühl, obwohl ich mir zu 100% sicher war... ;-), nicht umsonst gibts auch unechte Pilzvergiftungen hervorgerufen durch Angst und Unsicherheit.

P.S.: für diejenigen mit rudimentären Mikroskopiekenntnissen gibt es noch ein ganz sicheres Unterscheidungsmerkmal: Galerina-Sporen reagieren mit Melzers Reagenz dextrinoid (deutlich rotbraun), Stockschwämmchensporen tun dies nicht.

herzliche Grüße

Birgit

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

Hans aus ED, (vor 7277 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

P.S.: für diejenigen mit rudimentären Mikroskopiekenntnissen gibt es noch ein
ganz sicheres Unterscheidungsmerkmal: Galerina-Sporen reagieren mit
Melzers Reagenz dextrinoid (deutlich rotbraun), Stockschwämmchensporen tun
dies nicht.

Was hat denn der Rudi mit Mikroskopiekenntnissen zu tun *g ?

LG Hans

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Welcher Rudi? *oT*

AK_CCM, (vor 7277 Tagen) @ Hans aus ED

- kein Text -

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Re: Welcher Rudi?

Mison, (vor 7276 Tagen) @ AK_CCM

Na, der Herr Mentär!

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit!

es gibt Tage da zweifelt man doch tatsächlich an allem.
Zu leuchtende Farben, Jahreszeit, Fundort (sah dort noch nie welche) sogar einen Mehlgeruch bildete ich mir ein.
X-mal fand oder begutachtete ich Stockschwämmchen in diesem Jahr, doch niemals hatten diese so hell leuchtende Hutfarben.

Melzers Reagenz - wie du meintest ist ja nichts anderes wie Pätzold im 1 & 1 schreibt - Jodlösung - Oder?
Bin doch extra in die Apotheke und besorgte mir Jodlösung.
Dann ab und holte sie mir - waren nur 2 km weg von mir.
Und heute nahm ich gleich alle mit - auf zwei Stöcken - so ca. 50 Stück.
Reaktion Dunkelfärbung des Sporenpulvers blieb aus.
War wohl etwas zu unsicher und blind, wenn ich die Fotos betrachte hätte ich wohl auch 100% gesagt! Aber oft ist Zweifel besser wie Risiko!

Danke und pilzliche Grüße

Wolfgang

Nu und warum bist du dir bei den abgebildeten Exemplaren nicht sicher? Oder
bist du dir generell bei der Unterscheidung Stockschwämmchen -
Gifthäubling nicht sicher? Meines Erachtens nach sind zumindestens die
Pilze bei denen man die Stiele sieht ziemlich sicher Stockschwämmchen,
weil sie einen schuppigen und keinen silbrig überfaserten Stiel haben. Das
müßtest Du in Natura sehr viel besser selber sehen können.
Na gut, ich hatte bei der ersten selbstgesammelten Stockschwäümmchwenmahlzeit
auch ein leicht mulmiges Gefühl, obwohl ich mir zu 100% sicher war... ;-),
nicht umsonst gibts auch unechte Pilzvergiftungen hervorgerufen durch
Angst und Unsicherheit.
P.S.: für diejenigen mit rudimentären Mikroskopiekenntnissen gibt es noch ein
ganz sicheres Unterscheidungsmerkmal: Galerina-Sporen reagieren mit
Melzers Reagenz dextrinoid (deutlich rotbraun), Stockschwämmchensporen tun
dies nicht.
herzliche Grüße
Birgit

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Melzers Reagenz

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Wolfgang,

Melzers Reagenz - wie du meintest ist ja nichts anderes wie Pätzold im 1
& 1 schreibt - Jodlösung - Oder?

Aber sicherlich nicht diejenige, die Du in der Apotheke zur Wundversorgung kriegst! Melzer ist auf 20 ml Wasser 1,5 g Kalioniodid, 0,5 g Jod, und am Schluß noch mal 20 ml Chloralhydrat! --> siehe Erb/Mattheis oder Moser

Servus,

Werner

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Sollte "Kaliumiodid" heißen *oT*

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Re: Fuchsiger Rötelritterling

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Fuchsiger Rötelritterling (Lepista inversa) sind gar nicht so schlecht - als Mischpilz oder auch scharf angebraten kann man sie schon essen. Sie schmecken ähnlich dem Fichtenreizker. Die Gefahr ist eine Verwechslung mit dem „Duftendem Trichterling“, der eine Pilzvergiftung auslösen kann. Wer Angst hat Finger weg! Aber laut Literatur ist diese Vergiftung nicht tödlich und noch ist in unseren Gebieten in dieser Hinsicht nichts bekannt. Ich habe zwar noch keinen „Duftendem Trichterling“ gesehen – aber ich denke - irgendein Merkmal würde mir das auffallen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Acromelalga

Gruß aus Niederbayern

Wolfgang

Hallo Wolfgang,
sehe ich da auf dem Beutefoto Lepista inversa?
Wenn es denn welche sind, schmecken die denn? Ich habe die leicht
bitterlich in Erinnerung.
Grüssli nach Bayern - Ingo

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Re: Melzers Reagenz

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

der Apotheker kannte Melzers Reagenz – ist also doch nicht Jodlösung?!
Wir unterhielten uns lange über Zweck, Sinn und Inhalt Jodlösung darüber, aber er hatte nichts erwähnt sondern nur gemischt?
Dem werde ich mir packen – guter Freund – sage sowieso immer Pillendreher zu ihm - was wohl stimmt!

Danke Werner!

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Re: Melzers Reagenz

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Werner,
der Apotheker kannte Melzers Reagenz – ist also doch nicht Jodlösung?!
Wir unterhielten uns lange über Zweck, Sinn und Inhalt Jodlösung darüber,
aber er hatte nichts erwähnt sondern nur gemischt?
Dem werde ich mir packen – guter Freund – sage sowieso immer Pillendreher zu
ihm - was wohl stimmt!

Moment - vielleicht hat der Apotheker ja Melzer gemischt, wenn Du ihm das angeschafft hast. Melzers beinhaltet ja Jod, nur ist eine zur Wundversorgung gedachte Jodlösung wohl was anderes - IIRC ist das eine alkoholische Jodlösung - ist aber schon lange her, daß ich sowas benutzt habe. Wenn der Apotheker den Auftrag hatte Melzer herzustellen, wird er das vermutlich auch hinbekommen haben.

Trotzdem bin ich da immer skeptisch. Ich hätte da schon nachgefragt, was er in welchen Mengen reingemischt hat. Chloralhydrat ist ja auch was, wo man in der Apotheke u.U. hochgerissene Augenbrauen sieht. Und ohne Chloralhydrat ist es eine Art "nicht standardmäßiges Lugol".

Gruß,

Werner

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Re: Melzers Reagenz

Waldschrat, (vor 7276 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Werner,
die Problematik, den Nadelholzhäubling vom Stockschwämmchen zwingend zu unterscheiden, beschäftigt mich schon lange. In der Literatur wird darüber auch diskutiert. Deshalb nahm ich mit Verwunderung Birgits Verweis auf den Melzertest zur Kenntnis. Bin in der Literatur noch nirgendwo darauf gestoßen, daß Hypholoma marginatum, ein Braunsporer, dextrinoide Sporen hätte. Sollte Melzer in diesem Kontext tatsächlich hilfreich sein, laß es das Forum unbedingt wissen - ich kann mir´s nicht vorstellen. Aber dazu müßtest Du ja erst mal H. marginatum haben.
Gruß - irritierter Waldschrat

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natürlich Galerina, nicht Hypholoma marg... *oT*

Waldschrat, (vor 7276 Tagen) @ Waldschrat

- kein Text -

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Re: Melzers Reagenz

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

die Problematik, den Nadelholzhäubling vom Stockschwämmchen zwingend zu
unterscheiden, beschäftigt mich schon lange. In der Literatur wird darüber
auch diskutiert. Deshalb nahm ich mit Verwunderung Birgits Verweis auf den
Melzertest zur Kenntnis. Bin in der Literatur noch nirgendwo darauf
gestoßen, daß Hypholoma marginatum, ein Braunsporer, dextrinoide Sporen
hätte. Sollte Melzer in diesem Kontext tatsächlich hilfreich sein, laß es
das Forum unbedingt wissen - ich kann mir´s nicht vorstellen. Aber dazu
müßtest Du ja erst mal H. marginatum haben.

Also, das mit den dextrinoiden Sporen ist lt. Moser schon richtig. Nur halte ich das makroskopisch für wenig hilfreich und mikroskopisch geht's beileibe einfacher: Stockschwämmchen: Sporen glatt, Galerina marginata: Sporen fein warzig. Allerdings gibt es ja noch ähnliche Galerina-Arten, z.B. G. stylifera mit glatten Sporen. Da wäre es dann mikroskopisch einfacher, die kleinen Haare bzw. Kaulos vom Stockschwämmchen anzusehen.

Rein für den Pilzesser macht das alles natürlich wenig Sinn. Entweder man kennt das Stockschwämmchen oder man läßt es an Ort und Stelle ...

Gruß,

Werner

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Witz, komm raus.... *oT*

zuehli ⌂, (vor 7276 Tagen) @ AK_CCM

- kein Text -

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

zuehli ⌂, (vor 7276 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Wolfgang,

also ich würde mir bei Deinem Bild eine Diagnose verkneifen. Da müßte ich die Exemplare schon in der Hand halten (... in der einen - und in der anderen die Lupe).

Gruß Harald

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... das ist auch meine Meinung! *oT*

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Re: Melzers Reagenz

Alis ⌂, (vor 7276 Tagen) @ Werner

... Entweder man
kennt das Stockschwämmchen oder man läßt es an Ort und Stelle ...
Werner

Hmmm,

Hallo Werner,
habe mal gehört, dass man einen Pilz 50 (oder war es 100) mal gefunden haben muss, um ihn sicher zu kennen. (Und dann womöglich jedesmal einem Sachverständigen vorgelegt)
Oder wie oft muss man in Hornberg gewesen sein?
Ist ohne Mikroskop immer eine sichere Bestimmung möglich, wenn die Merkmale mal nicht ganz so typisch sind?
Ich habe die wenigen male, die ich Stockschwämmchen gegessen habe, immer nur die eingene Leber auf meine Bestimmung verwettet. (Obwohl sie meiner Ansicht nach eindeutig waren...) Bin halt zu wenig im Walde...

Gruß Alis

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Re: Stockschwämmchen oder nicht?

Maren ⌂, (vor 7276 Tagen) @ zuehli

Hallo Wolfgang,

also ich würde mir bei Deinem Bild eine Diagnose verkneifen. Da müßte ich die
Exemplare schon in der Hand halten (... in der einen - und in der anderen
die Lupe).

... genau, und die Nase dranhalten. Stockschwämmchen haben einen einmaligen würzigen Geruch. Ich halte mir jedes einzelne unter die Nase, bevor es in der Pfanne landen darf.
LG
Maren

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Re: Melzers Reagenz

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Alis

Hallo Alis,

habe mal gehört, dass man einen Pilz 50 (oder war es 100) mal gefunden haben
muss, um ihn sicher zu kennen. (Und dann womöglich jedesmal einem
Sachverständigen vorgelegt)

Naja, ganz so drastisch ist das bestimmt nicht. Oder hast Du 100 x grüne Knollis gesehen oder kennst Du die jetzt noch nicht? Bei 100x würden wir nicht weit kommen mit der Pilzkenntnis. Aber klar, es gibt sicher Arten, die man vielleicht sogar nach 100x nicht sicher bestimmen kann - diverse Rißpilze fallen mir da als Beispiele ein. Mit dem Stockschwämmchen ist es aber doch nicht so arg schlimm. Und wenn man mal totale Ausreißer erwischt, weil sie zu alt sind oder die Stiele abgegrabbelt sind, dann ist es ja auch nicht so furchtbar, wenn man die einfach zu Fliegenpilzen macht ... 3m Flug den Abhang runter :-)

Oder wie oft muss man in Hornberg gewesen sein?
Ist ohne Mikroskop immer eine sichere Bestimmung möglich, wenn die Merkmale
mal nicht ganz so typisch sind?

Nö. Wir hatten doch hier schon genug Fälle von halbwegs banalen Pilzen, die die Bücher nicht gelesen hatten. Manchmal geht sogar mit dem Mikroskop nix weiter.

Ich habe die wenigen male, die ich Stockschwämmchen gegessen habe, immer nur
die eingene Leber auf meine Bestimmung verwettet. (Obwohl sie meiner
Ansicht nach eindeutig waren...) Bin halt zu wenig im Walde...

Naja, wenn Du sie alleine ißt, mußt Du ja auch nur selber sicher sein. Wenn ich anderen was verfüttere, bin ich dagegen lieber 1000%ig sicher. Stockschwämmchen in normaler Ausprägung traue ich mir schon zu, die oben gezeigten wären mir eh zu alt gewesen. Sowas habe ich auch immer lieber selber in der Hand als auf dem Foto - dann aber nur interessehalber, weniger wg. dem Verzehr. Heute esse ich so wenig Pilze, daß ich nur absolut einwandfreie (will heißen: nicht zu alt oder matschig) Ware zum Essen sammle. Bei den 2-5 mal, die ich pro Jahr Pilze esse, kann ich mir das erlauben.

Das mit dem "gesehen haben" ist vielleicht eine individuelle Sache. Ich finde es immer sehr viel besser, wenn man Literatur über einen Pilz studiert - denn dabei kommt man auch meist drauf, wie die nächsten Verwechslungsmöglichkeiten aussehen. Und wenn man alles im groben Umkreis eines bestimmten Pilzes auch so ungefähr kennt und den Pilz selbst recht gut mit der Literatur abgleicht, hat man so viel über ihn gelernt, daß man den meist schon das 2. Mal sicher wiedererkennt. Wenn man sich dagegen was z.B. von Walter zeigen läßt und dann nicht mehr das Gelernte durchgeht, braucht man u.U. 10x, bis man den Pilz kennt - ja, mir ist das wg. der Fülle an Infos in Walters Kursen auch verdammt oft so gegangen. Aber alles paßt halt leider nicht in meine Matschbirne auf einmal rein :-/

Gruß,

Werner

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Re: Melzers Reagenz

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

du mit deinem Arztstudium - ich bin da nicht so firm wie du.
Aber ich war mir auch relativ makroskopisch sicher - hatte nur einen Zweifeltag.
Mal etwas ausprobieren mit dieser "Melzers Reagenz" war doch wieder mal eine Erfahrung "NEU". Dachte mir sogar ich könnte mal einen Chemiekasten zulegen. Hatte als 10-jähriger mal so etwas.
Lächle und Danke für deine Tipps!
Wolfgang

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Re: Melzers Reagenz

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ Alis

Hallo Alis!

Auch ich sage Stockschwämmchen sind leicht kenntlich. Es bedarf nur die Merkmale zu kennen – eigentlich auf dem Bild leicht erkennbar – Schüppchen!.
Stimmt irgendetwas mal nicht lässt man diese zwecks Sicherheit bleiben/stehen.
Lieber 100 mal einen Essbaren nicht gegessen, wie einmal einen Giftigen erwischt.
Wir hatten noch nie Probleme - öfters vielleicht Zweifel - und diese blieben im Wald!
Vielleicht ist dass der Grund warum wir Bauchweh oder Ähnliches durch Pilze nicht kennen, obwohl wir sicherlich über 100 Essbare Arten jährlich verzehren bzw. schon weit über 200 Arten probiert hatten – aber das ist wiederum eine Geschmacksache!

Gruß

Blausprödler

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Hallo Ihr Beide - dass war mein Zweifel! *oT*

Blausprödler, (vor 7276 Tagen) @ zuehli

- kein Text -

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Re: Melzers Reagenz

Werner, (vor 7276 Tagen) @ Blausprödler

Hallo Wolfgang,

du mit deinem Arztstudium - ich bin da nicht so firm wie du.

Arztstudium ist wohl leicht übertrieben.

Aber ich war mir auch relativ makroskopisch sicher - hatte nur einen
Zweifeltag.
Mal etwas ausprobieren mit dieser "Melzers Reagenz" war doch wieder
mal eine Erfahrung "NEU". Dachte mir sogar ich könnte mal einen
Chemiekasten zulegen. Hatte als 10-jähriger mal so etwas.

Naja, den würde ich mir lieber bei Walter zulegen. Das komplette Sortiment ist ja nicht allzu teuer und dann hat man sicher Chemikalien, die funktionieren - zumindest ein paar Jahre lang. Mit Chemielabörchen geht es wohl auch so, aber die Mengen die man da abnehmen muß rentieren sich für unsere Zwecke nicht wirklich.

Gruß,

Werner

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dextrinoide Sporen= Gattungsmerkmal von Galerina

Birgit, (vor 7275 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

die Problematik, den Nadelholzhäubling vom Stockschwämmchen zwingend zu
unterscheiden, beschäftigt mich schon lange. In der Literatur wird darüber
auch diskutiert. Deshalb nahm ich mit Verwunderung Birgits Verweis auf den
Melzertest zur Kenntnis. Bin in der Literatur noch nirgendwo darauf
gestoßen, daß Hypholoma marginatum, ein Braunsporer, dextrinoide Sporen
hätte. Sollte Melzer in diesem Kontext tatsächlich hilfreich sein, laß es
das Forum unbedingt wissen - ich kann mir´s nicht vorstellen. Aber dazu
müßtest Du ja erst mal H. marginatum haben.

ich habe extra noch einmal bei Walter Pätzold nachgefragt, da der Hinweis auf dextrinoide Sporen bei der Gattung Galerina auch im mikroskopischen Gattungsschlüssel von Bresinsky und Besl (Regensburger Mykologische SChriften Band 11, sehr empfehlenswert) fehlt. Walter bestätigte mir, daß die Dextrinoidität ein Gattungsmerkmal von Galerina sei. Da die Sporen mancher vermutlich ebenfalls giftiger Galerinaarten glatt sein können, ist die Rauheit der Galerinasporen kein optimales Kriterium zur Unterscheidung zu Stockschwämmchensporen. Galerinasporen haben auch eine Plage (und Stockschwämmchen-Sporen keine), da hab ich aber Erkennungsprobleme und vermutlich viele andere Mikroskopieanfänger auch, die Plage ist bei G. marginata-Sporen laut Flammer und Horak (Giftpilze-Pilzgifte, S. 148) auch erst in KOH 3% gut sichtbar. So wie ich das verstehe, ist die Existenz einer Plage (glatte Stelle ohne Warzen um den Appendix der Sporen) eh nur gegeben, wenn die Sporen rauh sind, das trifft also nicht auf alle Galerinaarten zu. Was nun sicherlich geagt werden kann: rauhe Sporen können keine Stockschwämmchensporen sein.

Ein makroskopischer Nachweis der Dextrinoidität von Galerinasporen am Sporenabwurf habe ich noch nicht probiert. Falls das überhaupt wegen der doch vermutlich relativ geringen Sporenmenge funktioniert, muß man darauf achten, daß der Sporenabwurf nicht auf Papier sondern auf einer stärkefreien Unterlage (z.B. Plastikfolie, Objektträger) gemacht wird. Melzers-Reagenz färbt stärkehaltige Medien schwarz (blauschwarz), das ist die amyloide Reaktion, die man u.a. zur Anfärung von Täublings- und Milchlingssporen benutzt.

herzliche Grüße

Birgit

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Re: dextrinoide Sporen= Gattungsmerkmal von Galeri

Waldschrat, (vor 7275 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
herzlichen Dank für die Recherche und interessante Information. Werde die Dextrinoidität von Galerinasporen als Eigenschaft in mein Programm aufnehmen und beim nächsten Fund überprüfen. Vielleicht finden sich sogar noch Galerinesporen in meiner Sammlung. Seltsam, habe Unmengen Pilzbücher gelesen und bin nie auf dieses Merkmal gestoßen. Zweifle aber weiter an der Augenscheinlichkeit rotbrauner Verfärbung brauner Sporen.
Gruß - Waldschrat

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Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Andreas ⌂, (vor 7275 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Birgit,
herzlichen Dank für die Recherche und interessante Information. Werde die
Dextrinoidität von Galerinasporen als Eigenschaft in mein Programm
aufnehmen und beim nächsten Fund überprüfen. Vielleicht finden sich sogar
noch Galerinesporen in meiner Sammlung. Seltsam, habe Unmengen Pilzbücher
gelesen und bin nie auf dieses Merkmal gestoßen. Zweifle aber weiter an
der Augenscheinlichkeit rotbrauner Verfärbung brauner Sporen.
Gruß - Waldschrat

Hallo,

die Dextrinoidität der Sporen bei Galerina ist ein Gattungsmerkmal, das wurde schon von BON in seinem Schlüssel für alle kleinen Braunsporer erwähnt.

Allerdings ist es, wie Waldschrat schon andeutet, etwas gewöhnungsbedüftig, denn man muss sich erst mal etwas "einsehen" um bei braunen Sporen die Dextrinoidität zu erkennen. So deutlich wie bei den Schirmlingen ist das dann meist nicht.
Was ebenfalls noch nicht genug untersucht ist, jedenfalls meinem Kenntnisstand nach, ob wirklich alle Arten stark und deutlch reagieren, oder ob es vergleichbar mit Hebeloma da Abstufungen gibt. Bei Hebeloma gibt es von stark reagierenden bis gar nicht reagierenden Arten alles dazwischen. Hebeloma crustuliniforme ist z.B. gut daran zu erkennen, dass es eine der eher selteneren Fälle von völlig nicht-dextinoiden Sporen ist. Gleiches gilt für Hebeloma mesophaeum, nicht aber für manche anderen der beschleierten.

Es ist also ein wichtiges und auch gutes Mekrmal soweit ich beurteilen kann, aber man sollte erst mal etwas üben. Am besten mit einer braunsporigen Art, die sehr deutlich reagiert um die Farbtöne im Mikroskop kennenzulernen. Es empfehlen sich da z.B. die ganzen süßriechenden Fälblinge, also die Gruppe um Hebeloma sacchariolens. Auch Galeirna marginata reagiert recht deutlich. Am eindeutigsten ist die weinbruane Sporenwand oft bei geplatzten und somit plasmalosen Sporen zu sehen. Prinzipiell kann man dann von dextrinoiden Sporen sprechen, wenn sie sich deutlich dunkler färben als der Rest des Präparates.

Bei Hebeloma kommt man ohne Kenntnis der Sporendextrinoidität in keinem Schlüssel mehr wo an, es ist eine der primären Schlüsselfragen.

beste Grüße,
Andreas

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Stockschwämmchen vs. Galerina - mikroskopisch

Werner, (vor 7275 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Was nun sicherlich geagt werden kann: rauhe Sporen
können keine Stockschwämmchensporen sein.

M.E. müßte man das Stockschwämmchen doch recht eindeutig an den Kaulozystiden/Stielbehaarung erkennen können. Selbst wenn der Stiel schon arg hinüber/abgegrabbelt ist, müßte sich doch davon mikroskopisch noch was finden können. Auch der ausgeprägte Keimporus der Sporen (Zeichnungen BK) müßte doch eigentlich als Unterscheidungsmerkmal dienen können - leider habe ich grad keine Stockschwämmchen auf Lager.

Gruß,

Werner

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Re: Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Waldschrat, (vor 7275 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
apropos Schlüssel! An ihnen bin ich vor 10 Jahren verzweifelt. Auch störten mich solche unscharfen Prämissen wie oft, meist, etc. Deshalb erfaßte ich ca 3000 Pilze in 120 Kriterien mit 750 Entscheidungsoptionen in einer NC-Matrix. Daraus können mittels Programm Eigenschaften, die mir sicher scheinen, angewählt und bedient werden. Es eliminiert dann alle Pilze ohne diese. Man kann aber auch auf automatische Abfrage von Eigenschaften stellen, wobei die fällige Entscheidung auch nicht zwingend ist. Jedenfalls komme ich mit dieser Methode besser zurecht als mit Schlüsseln.
Gru0 - Waldschrat

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Re: Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Werner, (vor 7275 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

apropos Schlüssel! An ihnen bin ich vor 10 Jahren verzweifelt. Auch störten
mich solche unscharfen Prämissen wie oft, meist, etc. Deshalb erfaßte ich
ca 3000 Pilze in 120 Kriterien mit 750 Entscheidungsoptionen in einer
NC-Matrix. Daraus können mittels Programm Eigenschaften, die mir sicher
scheinen, angewählt und bedient werden. Es eliminiert dann alle Pilze ohne
diese. Man kann aber auch auf automatische Abfrage von Eigenschaften
stellen, wobei die fällige Entscheidung auch nicht zwingend ist.
Jedenfalls komme ich mit dieser Methode besser zurecht als mit Schlüsseln.

Was Du da für Dich gemacht hast, entspricht den Computerschlüsseln, auch synoptische Schlüssel genannt. Leider sind die alles andere als perfekt bisher. Ich habe Axel Schillings Schlüssel, bei dem noch etliche Gattungen fehlen. Außerdem den Schlüssel von Winkler, den ich aber erst im Winter austeste. Vielleicht ist ja das was für Dich. An Axels Schlüssel ist auch noch was Gutes dabei - man kann ihn selbst erweitern.

Gruß,

Werner

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Re: Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Waldschrat, (vor 7275 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,
meinst Du Winkler von 1996 "2000 Pilze - einfach bestimmen"? Den habe ich auch. Da kann man mittels Lochkarten und PC bestenfalls Gattungen bestimmen, oft nicht mal das. Schilling ist mir bislang unbekannt. Mein verfertigtes Hilfsmittel betrifft Artenbestimmung und gestattet die Neuaufnahme von Eigenschaften ebenso wie deren Eliminierung, desgleichen die Erweiterung bzw. Einschränkung des Artenreservoirs. Leider ist die Perfektionierung des Verfahrens bei der Implementierung der Wahrscheinlichkeit von Eigenschaften und anderem steckengeblieben. Trotzdem ist es mir eine enorme Hilfe.
Gruß - Waldschrat

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Re: Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Werner, (vor 7275 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Werner,
meinst Du Winkler von 1996 "2000 Pilze - einfach bestimmen"? Den
habe ich auch. Da kann man mittels Lochkarten und PC bestenfalls Gattungen
bestimmen, oft nicht mal das. Schilling ist mir bislang unbekannt. Mein
verfertigtes Hilfsmittel betrifft Artenbestimmung und gestattet die
Neuaufnahme von Eigenschaften ebenso wie deren Eliminierung, desgleichen
die Erweiterung bzw. Einschränkung des Artenreservoirs. Leider ist die
Perfektionierung des Verfahrens bei der Implementierung der
Wahrscheinlichkeit von Eigenschaften und anderem steckengeblieben.

Hallo Waldschrat,

nein, ich meinte http://www.synopwin.de/ von Axel Schilling und http://www.pilze.ch/pilzbestimmung/pilzbestimmung.htm von Winkler. Das mit den Lochkarten und PC (Diskette) geht ja nur bis zur Gattung, wie Du richtig bemerkt hast. Beim Axel Schilling dagegen muß man die Gattung bzw. das gröbere Umfeld vorher wissen. Das neue Winkler-Programm habe ich noch nicht ausgetestet - ist aber vielversprechend, nachdem dessen Buchschlüssel einer der einfachsten (und trotzdem umfangreich) ist, die mir jemals zu Gesicht gekommen sind.

Gruß,

Werner

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Re: Dextrinoide Sporen bei Braunsporern

Birgit, (vor 7274 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,

Allerdings ist es, wie Waldschrat schon andeutet, etwas gewöhnungsbedüftig,
denn man muss sich erst mal etwas "einsehen" um bei braunen
Sporen die Dextrinoidität zu erkennen. So deutlich wie bei den
Schirmlingen ist das dann meist nicht.

Zumindestens bei Galerina marginata ist es dermaßen auffällig, daß es selbst für Mikroskopieanfänger sehr augenscheinlich ist. Die Sporen von G. marginata sind ungefärbt ja höchstens hell gelbbraun im Mikroskop, mit Melzer dann satt rotbraun. Und dann probiert man das Ganze nochmal mit dem getrockneten Stockschwämmchenvorrat aus, da sieht man dann (hoffentlich ;-)) den Unterschied.
Klar gibt es noch weitere Unterscheidungsmöglichkeiten wie Werner ja angesprochen hatte (Keimporus ja/nein), aber die Dextrinoidität der Sporen eignet sich als schnelles Unterscheidungsmerkmal (z.B. im Vergiftungsfall) auch für wenig erfahrene Mikroskopiker, die vielleicht Probleme haben Cheilozystiden oder Kaulozystiden zu suchen. Es ist aber trotzdem klar, daß man das vorm "Ernstfall" mal probiert haben sollte.

Was ebenfalls noch nicht genug untersucht ist, jedenfalls meinem
Kenntnisstand nach, ob wirklich alle Arten stark und deutlch reagieren,
oder ob es vergleichbar mit Hebeloma da Abstufungen gibt.

Ja klar, das ist ein echtes Problem, noch dazu weil zumindestens ich keinen brauchbaren SChlüssel zur Galerina-Bestimmung besitze. Außer der Monografie von Singer, die schon recht alt ist und die ich nicht besitze, scheints da nix vernünftiges zu geben???

liebe Grüße

Birgit