Frühling 2007 *PIC*

elfi ⌂, (vor 7222 Tagen)

Hallo,
die Morcheln waren nicht die einzigen Frühjahrspilze.
Es gibt bereits Fichtenzapfenrüblinge.
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Noch Winterpilze, Trompetenschnitzlinge
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Auf frisch gefallenen Ästen Massen vom Zinnoberroten Pustelpilz
[image]
Und dann noch diese Minieier, die ich aber für Pilze halte, weil sie so
unterschiedlich in der Form sind.
Sie klebten auf den vergammelten Stielen der Pestwurzblätter.
[image]
Grüße
elfi [image]

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Re: Frühling 2007

AK_CCM, (vor 7221 Tagen) @ elfi

Hallo elfi,

Es gibt bereits Fichtenzapfenrüblinge.

Fizarüs hatte ich letztes Jahr schon zur Weihnachtszeit massig gefunden.

Und dann noch diese Minieier, die ich aber für Pilze halte, weil sie so
unterschiedlich in der Form sind.
Sie klebten auf den vergammelten Stielen der Pestwurzblätter.

Sieht nach den Sklerotien eines Fadenkeulchen aus.
Guckst Du hier.

Gruß, Andreas

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Re: Frühling 2007

Klaus, (vor 7221 Tagen) @ AK_CCM

Hallo elfi,
Fizarüs hatte ich letztes Jahr schon zur Weihnachtszeit massig gefunden.
Sieht nach den Sklerotien eines Fadenkeulchen aus.
Guckst Du hier .
Gruß, Andreas

Hallo Elfi,
da wird Andreas Recht haben, was die 'Eier' angeht. Ein kleiner Hinweis noch: An Pestwurz gibt es eigentlich nur Typhula uncialis und T. sclerotioides. Und da T. uncialis obligatorisch ohne Sklerotien fruktifiziert, kommt eigentlich nur T. sclerotioides in Frage. Allerdings sind die Sklerotien recht hell. Vielleicht eine Entwicklungsfrage. Jedenfalls ist die Art nicht allzu häufig, und von daher hoffe ich, dass du dir die Stelle gut gemerkt hast.
Schöne Grüße
Klaus

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Re: Hallo Andreas, hallo Klaus *PIC*

elfi ⌂, (vor 7221 Tagen) @ Klaus

Danke für Eure Antwort.
Andreas, was mich noch stört, ist, dass die "Eier" keinerlei
Fäden oder Auswüchse hatten.
Ich habe aus dem Bild noch eine Vergrößerung gemacht.
Die transparenten Teilchen enthalten braune Punkte, wie ihr seht.
Klaus, den Platz kenne ich sehr genau und wenn das Wetter morgen
nicht zu winterlich ist, werde ich hinfahren. Wenn Du Interesse
hast nehme ich ein paar Stiele mit den Sclerotien mit und sende sie Dir.
Das zweite Bild ist vom Morcheltreffen 2006.
Damals fand Felix diese Scheibchen auf alten Eschenblättern.
Ist das Verwandtschaft??
[image]
[image]
Grüße
elfi [image]

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Re: Hallo Andreas, hallo Klaus

AK_CCM, (vor 7221 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi,

was mich noch stört, ist, dass die "Eier" keinerlei
Fäden oder Auswüchse hatten.

könnte mir vorstellen, dass die "weißen Fäden" (Rhizomorphen?) bei dieser Art nur im Inneren der Pestwurzstengel verlaufen. Klaus, ein Spezialist auf dem Gebiet, kann hierzu sicher mehr sagen.

Das zweite Bild ist vom Morcheltreffen 2006.
Damals fand Felix diese Scheibchen auf alten Eschenblättern.
Ist das Verwandtschaft??

Felix' Fund passt prima zu meinem, den ich vor ein paar Wochen im DGfM-Forum eingestellt habe. Substrat war auch bei mir Eschenlaub, ebenso stimmt die flache, rundliche Form überein. Klaus äußerte den "starken Verdacht", dass es sich hierbei um das Linsenfadenkeulchen (Typhula phacorrhiza) handelt.

Gruß, Andreas

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Re: Hallo Andreas, hallo Klaus

Schnuffel, (vor 7219 Tagen) @ elfi

Danke für Eure Antwort.
Andreas, was mich noch stört, ist, dass die "Eier" keinerlei
Fäden oder Auswüchse hatten.
Ich habe aus dem Bild noch eine Vergrößerung gemacht.
Die transparenten Teilchen enthalten braune Punkte, wie ihr seht.
Klaus, den Platz kenne ich sehr genau und wenn das Wetter morgen
nicht zu winterlich ist, werde ich hinfahren. Wenn Du Interesse
hast nehme ich ein paar Stiele mit den Sclerotien mit und sende sie Dir.
Das zweite Bild ist vom Morcheltreffen 2006.
Damals fand Felix diese Scheibchen auf alten Eschenblättern.
Ist das Verwandtschaft??


Grüße
elfi

Hallo elfi,

ich ünterstütze voll Deine Zweifel an der pilzlichen Natur der "Eier", die offensichtlich keinerlei ernährende Verbindung zu den Blattstielen haben. Ich habe zwar keinerlei Ahnung, was ihre wirkliche Natur ist, halte aber echte Eier für wesentlich wahrscheinlicher als irgendwelche Keulchen oder Sklerotien, die ich völlig ausschließen möchte.

Zum Bild vom Morcheltreffen 2006 kann ich vielleicht etwas Konkreteres beitragen. Im Nov. 2000 habe ich einige der gleichen Gebilde gefunden. Ich hielt sie zunächst für etwas Knopfbecherchen-(Orbilia)-ähnliches, doch machte mich stutzig, dass sie immer nur auf der Blattunterseite zu finden waren, egal ob diese dann am Boden nach oben oder nach unten zu liegen gekommen war; sie mussten also bereits am noch hängenden Blatt entstanden sein. Bei der näheren Untersuchung erwiesen sie sich als fast holzig hart und zeigten keinerlei Hyphenstruktur. Die Oberfläche war genau die gleiche, wie sie im Link des Beitrags von AK_CCM vom 20. Jan. 07 (im Link als 2. Bild im Beitrag von HeFo vom 27.12.06) gezeigt wird: Eng verzahnte Zellen einer pflanzlichen Epidermis. Damit war das linsenförmige Gebilde für mich als Blattgalle der Esche abgehakt.
Die vermeintlichen Sklerotien der 5 Keulchen auf Bild 1 des Links halte ich ebenfalls nicht für echte Sklerotien, sondern für diese Blattgallen. Beim 2. Pilz von rechts sieht man eine Abzweigung, an der evtl. später das Sklerotium gebildet wird. Möglicherweise bilden die Pilze aber auch in den Blattgallen ihre Sklerotien aus. Die Sklerotien von Typhula phacorrhiza, die ich schon selbst gefunden habe, sehen jedenfalls anders aus.
Da ich jedoch weder Spezialist für Fadenkeulchen noch für Blattgallen bin, ist dies alles zunächst reine Spekulation.

Gruß
Schnuffel

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Re: Hallo Andreas, hallo Klaus

Klaus, (vor 7219 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Elfi, hallo Andreas,
leider komme ich zur Zeit nur sporadisch ins Netz, so dass diese Antwort etwas spät erfolgt. Sie ist auch nicht ganz so einfach zu geben, weil es in diesem Bereich sicher noch einige Unklarheiten gibt. Ich versuche es mal: Bei den Sklerotien handelt es sich um eine Art ‘Dauermyzel’, das aus einer Rinde und einem Mark zusammengesetzt ist.. Letzteres besteht aus dicht verflochtenen Hyphen. All das ist ziemlich variabel und wird auch z.T. zur Einteilung der Untergattungen in der Gattung Typhula herangezogen. Das ist allerdings nur nachzuvollziehen, wenn man über die entsprechenden Mikroskopiermöglichkeiten verfügt.
Zum Substrat: Die Sklerotien sind mit einem winzigen Stielchen an der jeweiligen Unterlage befestigt, das aber meist bei der geringsten Berührung abbricht, so dass die Skl. oft sozusagen ‘frei in der Natur’ herumliegen, wo sie dann nichtsdestotrotz Fruchtkörper hervorbringen können.Man kann also auch selbst „Zuchtversuche“ starten, am besten in Sphagnum, und dann auf die Keulchen warten. Bei den Sklerotien von T. trifolii allerdings kaum von Erfolg gekrönt, weil die so weich sind, dass auch Schnecken Gefallen daran finden. Manche Sklerotien findet man unter der Rinde, wo sie besser anhaften (z.B. T. spathulata an Eschenästen), und manche sind auch in das Substrat eingebettet (z.B. T. quisquiliaris an Adlerfarn). Insgesamt schon eine interessante Angelegenheit.
Die Sklerotien entwickeln sich übrigens, was sich auch bei der Farbe bemerkbar machen kann. Insofern ist es meist mehr als schwierig, von den Sklerotien auf die entsprechende Art zu schließen. Ausnahme sicherlich T. phacorrhiza, die die mit Abstand größten Sklerotien produziert. Ich sehe allerdings ein, dass man, um das beurteilen zu können, erstmal andere Sklerotien untersucht haben muss.
Eins aber noch zum Schluss -auch nachdem ich gerade Schnuffels Beitrag gelesen habe-: Ob alles, was da im Bild gezeigt wurde, tatsächlich Sklerotien sind, kann ich nach der reinen Abbildung kaum behaupten. Ich kann nur sagen, es sieht so aus oder nicht. Alles andere ist ja reine Spekulation. Es gibt auch mehr Formen an Gallen als allgemeinhin vermutet. Und wer übrigens mal ausschließlich die Sklerotien (und nicht die Fruchtkörper) von Typhula trifolii findet, wird alles mögliche vermuten, mit Sicherheit aber keine Sklerotien. Die Natur ist schon etwas komplexer, als dass wir alles in schöne Schublädchen packen könnten.Das macht die Sache ja auch so interessant und spannend.
@Evi, falls du mir von den Pestwurz-Stengeln was schicken möchtest, kannst du das gerne tun. Du kannst aber auch immer mal wieder einen Blick auf die Stelle werfen; ich denke, dass es noch bis zum Frühhebst dauern wird, ehe sich Fruchtkörper entwickeln. Oder aber eines der Gebilde durchschneiden und auf Hyphen untersuchen.Falls ... Aber das hatten wir ja schon.
Ende des Romans ... Schöne Grüße
Klaus

ich ünterstütze voll Deine Zweifel an der pilzlichen Natur der
"Eier", die offensichtlich keinerlei ernährende Verbindung zu
den Blattstielen haben. Ich habe zwar keinerlei Ahnung, was ihre wirkliche
Natur ist, halte aber echte Eier für wesentlich wahrscheinlicher als
irgendwelche Keulchen oder Sklerotien, die ich völlig ausschließen möchte.
Zum Bild vom Morcheltreffen 2006 kann ich vielleicht etwas Konkreteres
beitragen. Im Nov. 2000 habe ich einige der gleichen Gebilde gefunden. Ich
hielt sie zunächst für etwas Knopfbecherchen-(Orbilia)-ähnliches, doch
machte mich stutzig, dass sie immer nur auf der Blattunterseite zu finden
waren, egal ob diese dann am Boden nach oben oder nach unten zu liegen
gekommen war; sie mussten also bereits am noch hängenden Blatt entstanden
sein. Bei der näheren Untersuchung erwiesen sie sich als fast holzig hart
und zeigten keinerlei Hyphenstruktur. Die Oberfläche war genau die
gleiche, wie sie im Link des Beitrags von AK_CCM vom 20. Jan. 07 (im Link
als 2. Bild im Beitrag von HeFo vom 27.12.06) gezeigt wird: Eng verzahnte
Zellen einer pflanzlichen Epidermis. Damit war das linsenförmige Gebilde
für mich als Blattgalle der Esche abgehakt.
Die vermeintlichen Sklerotien der 5 Keulchen auf Bild 1 des Links halte ich
ebenfalls nicht für echte Sklerotien, sondern für diese Blattgallen. Beim
2. Pilz von rechts sieht man eine Abzweigung, an der evtl. später das
Sklerotium gebildet wird. Möglicherweise bilden die Pilze aber auch in den
Blattgallen ihre Sklerotien aus. Die Sklerotien von Typhula phacorrhiza,
die ich schon selbst gefunden habe, sehen jedenfalls anders aus.
Da ich jedoch weder Spezialist für Fadenkeulchen noch für Blattgallen bin,
ist dies alles zunächst reine Spekulation.
Gruß
Schnuffel

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Re: Hallo Schnuffel, hallo Klaus *PIC*

elfi ⌂, (vor 7219 Tagen) @ Schnuffel

Hallo,
ich war gestern nochmals an der Stelle und habe einige Pestwurzteile
mitgenommen um sie anständig zu fotografieren. Was bei ihrer
Winzigkeit nicht so leicht ist.
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Wie ihr seht habe ich kein Mikroskop. Auf Bild 2 denke ich ist so
ein Stielchen zu sehen, von dem Klaus spricht?

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Nachdem ich beim weiteren Hantieren mit den alten Blättern dieses
Tierchen entdeckte (igitt) habe ich die Sache erst mal auf der Terrasse
in einem Blumentopf deponiert.
Grüße
elfi