Re: Morchelbiotope...

Hironymus, (vor 7171 Tagen)

Wollte aus gegebenem Anlass (Saison) den Thread mal wieder hochholen, da immer noch Interesse besteht und die Fragen noch so offen sind, wie vor einem Jahr ;-) Also dann mal ran...

PS: in der Nähe von Freiburg/ Unstrut habe ich letztes Jahr noch welche gefunden, ist bei dem Kalkboden überall dort wohl aber auch keine so große Kunst und leider bissel weit weg für mal eben hinfahren...

Hallo Pilzler,
ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr mal gezielt nach Morcheln zu
suchen und habe da so meine Probleme mit den potentiellen Stellen.
Vielleicht können ja mal die Experten bissel ihr Wissen über die möglichen
Standorte hier zusammen tragen und vor allem Fotos von den Fundorten
einstellen.
Wenn ich es bis jetzt richtig verstanden habe, dann wächst M.conica im
lichten Nadelwald oder auf RiMu oder ähnlichen Stellen (Holzplätze,
Ruderalstellen, Brandstellen, Wegrändern) und M.esculenta im
"Auwald" und bei Eschen oder in Parks.
Allen gemein scheint der Vorzug für kalkhaltige Boden ?
Welches Standortmerkmal ist denn am wichtigsten Eurer Erfahrung nach ? Der
Boden, die Feuchtigkeit, der Kalk, die Begleitbäume, der Nährstoffgehalt
???
Bin etwas ratlos, weil ich Stellen kenne, an denen Eschen zuhauf wachsen aber
mit Sicherheit kein Kalkboden oder Auwald ist (obwohl ich gelesen habe,
dass Eschen das bevorzugen) - es ist eher ein sonniger Waldrand.
Und dann noch die Preisfrage schlechthin - hat schon mal jemand in Sachsen M.
gefunden ??? Falls ja und nicht "geheim", WO ?
Ich danke Euch allen und wünsche eine tolle Saison, genug Wasser und Schnee
scheint es ja zu geben.
Grüße aus DD, Frank

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Re: Morchelbiotope...

Thüringer-Holz, (vor 7171 Tagen) @ Hironymus

Hallo Frank,

einen Beitrag weiter Unten siehst du ein Morchelbiotop, Auwaldähnliches Waldstück mit Eschen, Buchen eingestreuten Fichten auf Kalk.
Letztes Jahr fruktifizierten sie aber nur an einer Stelle.

Hier mein Beitrag vom letzten Jahr:
Beitrag 95817

Viel Erfolg

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Re: Morchelbiotope...

Manfred, (vor 7170 Tagen) @ Hironymus

Wollte aus gegebenem Anlass (Saison) den Thread mal wieder hochholen, da
immer noch Interesse besteht und die Fragen noch so offen sind, wie vor
einem Jahr ;-) Also dann mal ran...
PS: in der Nähe von Freiburg/ Unstrut habe ich letztes Jahr noch welche
gefunden, ist bei dem Kalkboden überall dort wohl aber auch keine so große
Kunst und leider bissel weit weg für mal eben hinfahren...

Hi Frank
Die Problematik über Standorte von Spitzmorcheln ist sehr komplex.
Wichtig zu wissen ist, dass die Biotope in jeder Höhenlage anders aussehen
und dass der Boden kalkhold sein sollte.
Für Lagen oberhalb etwa 700 m NN schaust Du Dich am besten in Elfi's
Homepage um. Meine Fundgebiete liegen auf rund 450 m NN, das sind zur
Hauptsache Auwälder mit Esche, Buche, Hasel, Erle und eingestreuten
Weisstannen. Dort finde ich Spitzmorcheln gerne auf Moospolstern an
Wegbördern, Grabenrändern oder sonstigen "Unebenheiten" im Gelände.
Zurzeit tun sie sich recht schwer mit dem Wachstum, die Frostnächte
mögen sie nicht und tagsüber trocknet die pralle Sonne den Boden
zumindest oberflächig aus. Ein lauer Regen könnte Wunder wirken, doch
kommende Woche gibt's leider einen Rückfall in den Winter.
Ich sende Dir ein paar Bilder an Deine E-Mail-Adresse.

LG
Manfred