Zecken? Zecken!!

Hermann, (vor 7154 Tagen)

War heute mal kurz in einem Waldstück im Rheintal unterwegs - bin da schon seit Jahren unterwegs. Gut, man hat ja schon im Fernsehen die Warnungen gehört, aber was da heute los war.. boah!
Auf praktisch jedem Grasbüschel waren 2-3 Zecken, ich war nur noch dabei, mir die Viecher von der Jeans zu kicken, alle paar Meter hatte ich 5-10 am Bein kleben. Abartig. Wollte eigentlich ein wenig durch das Gebiet streifen, wegen Weichritterlingen und ähnlichem - aber nach ein paar Minuten hatte ich echt die Schnauze voll. Da das auch noch ein FSME-gefährdetes Gebiet ist und ich mich noch nicht hab impfen lassen - was ich nu aber doch endlich mal machen will - bin ich frustriert abgezogen.

Kann nur jeden warnen.. es ist echt grausig zur Zeit.. :(

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Re: Zecken? Zecken!!, Impfen? Impfen!! *oT*

Waldschrat, (vor 7154 Tagen) @ Hermann

- kein Text -

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Interessantes dazu! *oT*

bleem, (vor 7154 Tagen) @ Waldschrat

- kein Text -

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Re: Zecken? Zecken!!, Impfen? Impfen!!

Joachim Zobel, (vor 7152 Tagen) @ Waldschrat

Impfen reicht nicht, es gibt auch Boreliose. Die ist mit Antibiotika heilbar, _falls_ man sie erkennt. Sie heilt aber nicht von selber aus und führt auf Dauer zu schweren Schäden.

Der einzige halbwegs brauchbare Artikel, den ich auf die schnelle gefunden habe:
http://www.aok.de/bund/rd/91072.htm

Gruß,
Joachim

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Re: Zecken? Zecken!!, Impfen? Impfen!! *PIC*

Markus_S, (vor 7152 Tagen) @ Joachim Zobel

Hallo zusammen

Betreffend Borreliose könnte ich euch ein Liedchen singen...
Da ich mich als Pilzler immer wieder in Zeckengebieten aufhalte, bin ich selbstverständlich gegen FSME geimpft.
Wenn ich in die Pilze gehe, trage ich immer gutes Schuhwerk, lange Hosen und langarm Hemden oder eine langarm Jacke. Also genau so, wie es die Experten immer empfehlen. Aber nützen tut dies bei nichts, bis sehr sehr wenig!!!
Trotzdem "sammle" ich jedes Jahr bei meinen Streifzügen durch die Wälder und Wiesen ca. 10 - 20 Zecken ein. Und es kommt auch immer wieder vor, dass mich eines der "Biester" sticht (trotzdem dass ich mich nach den Waldgängen zu Hause ausziehe und dusche). Zecken beissen nicht (wie es sehr oft zu lesen und hören ist), sondern sie stechen!

Letztes Jahr im September entdeckte ich eines Morgens zufällig hinten in der Kniekehle eine starke Rötung. Zuerst dachte ich an einen Mückenstich oder so.
Hier die Bilder dazu:
[image]

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Und doch war mir diese Rötung nicht ganz geheuer. Also konsultierte ich meinen Hausarzt. Er kennt mich sehr gut und weiss, dass ich mich oft im Wald aufhalte. Seine Diagnose lautete Erythema migrans (Wanderröte) und daraus folgerte er eine Lyme-Boreliose. Jedoch befinde sich die Lyme-Borreliose immer noch im 1. Stadium!
Hier findet ihr weitere detailierte Hinweise zu den einzelnen Stadien und ihren Behandlungen: http://www.sginf.ch/ssi-home/guidelines/documents/lymepaper-2.pdf
Die Zecke, die mich gestochen hatte und die Lyme-Borreliose auslöste, hatte ich leider nicht und wir konnten sie daher auch nicht mittels DNA-Test untersuchen lassen. Ich konnte auch nicht sagen, wann mich dort eine Zecke gestochen hatte.
Damit wir ganz sicher sein konnten, hat er mir Blut entnommen und für den Borrelientest ins Labor eingesandt. Der Befund, der nach zwei Tagen eintraf war negativ! Was aber anscheinend nichts ungewöhnliches sei. Der Arzt hat mir darauf Antibiokitka verschrieben. 14 Tage später haben wir das Blut nochmals untersuchen lassen. Der Befund war diesmal positiv!
Nachdem ich die Tabletten wie verordnet alle eingenommen hatte, war die Wanderröte jedoch noch nicht verschwunden. Jedoch war sie langsam am Abklingen. Es dauerte dann noch einige Wochen, bis die Rötung komplett abgeheilt war.

Während der Zeit der Rötung hatte ich absolut keine Beschwerden (kein Juckreiz oder sonstwas). Auch nachträglich hatte ich keine Beschwerden oder weitere Auswirkungen gespührt. Gemäss Auskunft meines Hausarztes sei bei der frühzeitigen Erkennung (1. Stadium) einer Lyme-Borreliose normalerweise auch mit keinen Beschwerden zu rechnen. Zum Glück, kann ich da nur sagen!

Gemäss Auskunft des Arztes kann jetzt bei mir eine erneute Borreliose nie mehr eindeutig nachgewiesen werden, da ich die Antikörper für immer in mir haben werde! Was nicht unbedingt beruhigend ist...

Gruss Markus

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Klassisch

Thomas Pruß, (vor 7152 Tagen) @ Markus_S

Moin Markus,
deine Fallbeschreibung ist absolut klassisch zu nennen. Dass der 1. AK-Nachweis auf Borellien negativ war, ist auch nicht ungewöhnlich. Es können – glaube ich – bis zu 4 Wochen vergehen, bis erste AK nachweisbar sind.
Das gravierendste Problem ist aber tatsächlich, dass man keine Borellien mehr mittels AK-Test nachweisen kann, wenn man sie einmal gehabt hat. Und dann auf andere Symptome der Borelliose zu warten, wie Kopf- und Gelenkschmerzen, scheinbare Erkältungen usw., ist nicht sehr erhebend: Man rutscht ja von einem Stadium ins nächste, und je länger man mit der Behandlung wartet, desto langwieriger wird sie.
Wird echt Zeit, dass ein Impstoff (nicht nur für Hunde) auf den Markt kommt.
Grüßlis
Thomas

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Zeckenabwehr

Waldschrat, (vor 7152 Tagen) @ Hermann

Hallo Herrmann und andere Mitleidende!
Ist ja gräßlich, was Du da schilderst. Zwecks Zeckenabwehr wird geschlossene Kleidung empfohlen. Weiß jemand, ob Zecken Stoff durchdringen können oder Kleidungsöffnungen benötigen, um an die Haut zu krabbeln oder gar nur auf blanker Haut ´landen´?
Kennt jemand ein Spray, daß Zecken die Attacke vermießt und einige Stunden anhält?
Skeptisch - neugieriger Waldschrat

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Re: Zeckenabwehr

Thomas Pruß, (vor 7152 Tagen) @ Waldschrat

Moin Schrat,
nein, Zecken können Stoff nicht durchdringen und ja, sie brauchen irgendwelche Öffnungen in den Klamotten.
Mittel der Wahl, wenn du auf Nr. Sicher gehen willst, ist natürlich alles auf Basis von N-Dimethyl-m-Toluolamid, vulgo Autan. Aber es gibt auch Mittel auf Basis pflanzlicher Öle, die gut sind.
Übrigens: In Deutschland gibt es nicht nur den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) , sondern auch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), hauptsächlicher Überträger der Hunde-Babesiose (Hundemalaria) breitet sich immer weiter aus. Sie kann aber auch dem Menschen gefährlich werden. Mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Auwaldzecke
Sie stammt eigentlich aus Südeuropa, aber der Klimawechsel scheint ihr auch bei uns gute Lebensbedingungen zu bescheren.
Ich "leide" übrigens nicht sehr unter Zecken: Nach jedem Waldbesuch wird Körperkontrolle gemacht. Bevor die Zecke sich festsetzt, erkundet sie freudig erregt ihren neuen Wirt und krabbelt überall herum. Deshalb gehe ich auch im T-Shirt los. Aber immer in langen Hosen!
Zecken fallen übrigens nicht von den Bäumen. Die Biester halten sich maximal bis 1,70 m über dem Erdboden auf. Da sie es gerne feucht mögen, ist ihnen die Luftfeuchte in größeren Höhen zu gering. Den größten Zeckenbefall registriere ich nach ausgedehnten Fotoshootings, während derer man ja bekanntermaßen den Objekten seiner mykophilen Begierde in devoter Haltung – meist bäuchlings liegend – begegnet und den Zecken ideale bedingungen bietet, einen zu entern.
Grüßlis
Thomas

Hallo Herrmann und andere Mitleidende!
Ist ja gräßlich, was Du da schilderst. Zwecks Zeckenabwehr wird geschlossene
Kleidung empfohlen. Weiß jemand, ob Zecken Stoff durchdringen können oder
Kleidungsöffnungen benötigen, um an die Haut zu krabbeln oder gar nur auf
blanker Haut ´landen´?
Kennt jemand ein Spray, daß Zecken die Attacke vermießt und einige Stunden
anhält?
Skeptisch - neugieriger Waldschrat

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Re: Zeckenabwehr

Waldschrat, (vor 7152 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Thomas!

nein, Zecken können Stoff nicht durchdringen und ja, sie brauchen
irgendwelche Öffnungen in den Klamotten.

Das ist schon mal tröstlich!

Mittel der Wahl, wenn du auf Nr. Sicher gehen willst, ist natürlich alles auf
Basis von N-Dimethyl-m-Toluolamid, vulgo Autan. Aber es gibt auch Mittel
auf Basis pflanzlicher Öle, die gut sind.

Auch das! Ich werd´ versuchen, diese Mittel zu bekommen, mich damit eindieseln und das Ergebnis auswerten. Das Absuchen des Körpers funktioniert mangelhaft. Manchmal bin ich 4 Stunden am Stück im Wald unterwegs und mit 68 fehlt auch die nötige Gelenkigkeit und das flinke Auge für derartige Leibeskontrollen.
Danke und Gruß vom Bodensee
Waldschrat

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Re: Zeckenabwehr

DirkW, (vor 7152 Tagen) @ Waldschrat

hallo zusammen, das beste mittel gegen zecken ist meiner erfahrung nach schlichtweg die hosenbeine in die socken zu stopfen (auch wenn das im sonntäglichen stadtwald um die ecke doof aussieht), da zecken meist von unten kommen und unter die hose krabbeln. dann ab und zu schauen, ob was die beine hochkrabbelt. ich konnte meine stiche auf die art (fast) gegen null reduzieren ...
viele grüße
dirk