Kiefernwaldmorcheln *PIC*

Gerald, (vor 7128 Tagen)

Hallo zusammen,

so wie Ingo immer wieder eindrucksvoll bestätigt sind auch nach meiner Erfahrung Spitzmorcheln durchaus nicht selten in sandigen Kiefernwäldern.In diesem Waldstück erscheinen sie jedes Jahr recht spät ;warum das so ist weiss ich nicht.Ich grübel auch nicht weiter nach sondern nehms halt so hin ( und die Morcheln gleich mit).
Trotz null Niederschlag standen sie z. T.direkt auf dem sandigen Boden.
Da Ingo die Form ansprach : ich finde das Kiefernwaldmorcheln eine recht " typische" Form haben ( wie eben auf diesen Bildern)und ich denke sie sehen Ingos Morcheln ähnlich.
Rimumos , finde ich , haben eine sehr variable Form und sind da schwer einzuordnen.Vielleicht hängt das ja vom Mulch ab.
Noch etwas zu den Kiefernwaldmorcheln :von Bekannten , die in Oberschlesien aufwuchsen, weiss ich das sie in den dortigen Kiefernwäldern massenhaft Morcheln fanden ( ich rede allerdings von den 20er-30er Jahren im letzten Jahrhundert).
Trotzdem ,es wird weniger und die weiteren Aussichten deuten eher auf ein baldiges Erscheinen der Boleten hin.
Viele Grüsse
Gerald

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Re: Kiefernwaldmorcheln.Herrlich!Gruss Hans *oT*

Hans hurter, (vor 7128 Tagen) @ Gerald

- kein Text -

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Gernot Friebes, (vor 7128 Tagen) @ Gerald

Hallo Gerald,

herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite, aber du und elfi findet eh überall Morcheln, ihr werdet wohl bald zum MorchelkönigIn-Paar ;).

Spass beiseite, nachdem ich als meine einzigen Morcheln bissher nur Rimumos gefunden hab` werde ich es auch mal in einem Kiefernwald versuchen. Danke für deinen Beitrag!

Schöne Grüsse
Gernot

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*unbegreiflichdummguck* *oT*

Thüringer-Holz, (vor 7128 Tagen) @ Gerald

- kein Text -

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Ingo, (vor 7128 Tagen) @ Gerald

Hallo Gerald,

die kenne ich doch. Hat es bei euch denn in den letzten Wochen geregnet?
Ich brauche meine Stellen am nächsten WE nicht mehr aufzusuchen. Da war
vor 10 Tagen eh schon alles zu spät. Du scheinst ja irgendwie in Franken unterwegs
zu sein. Da sieht es ja mit dem Waldbrandindex noch nicht ganz so wild aus.

Das Thema Klimawechsel wurde ja heute gerade wieder in den Medien behandelt.
Die verwüstete Gegend, die da im Heute-Journal eben gezeigt wurde, ist
von uns nicht weit entfernt. Allerdings haben wir es heuer mit einem Extrem-
Jahr zu tun. Steinpilze zu Weihnachten, Morcheln im Januar und ein nahezu
frostfreier Winter sollten einen groben Ausnahmefall darstellen.

Es ist allerdings zu befürchten, dass sich sowas in den nächsten Jahrzehnten
häufen wird. Die Morcheln bei uns waren eigentlich ganz OK. Gut, bei normaler
Witterung wären 10 Kilo mehr bei rausgekommen. Aber wer braucht das schon für
den privaten Gebrauch

Mich würde eher interessieren, welche Ritterlinge so im Oktober in deinem Kiefernwald auftauchen.
Morcheln mögen zurzeit zwar ganz unterhaltsam sein. Aber es sind definitiv
Massenpilze wie Marone und Butterpilz - wenn man die Stellen kennt.

Einen schönen Abend noch - Ingo

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Gerald, (vor 7127 Tagen) @ Ingo

Hallo Gerald,
die kenne ich doch. Hat es bei euch denn in den letzten Wochen geregnet?
Ich brauche meine Stellen am nächsten WE nicht mehr aufzusuchen. Da war
vor 10 Tagen eh schon alles zu spät. Du scheinst ja irgendwie in Franken
unterwegs
zu sein. Da sieht es ja mit dem Waldbrandindex noch nicht ganz so wild aus.
Das Thema Klimawechsel wurde ja heute gerade wieder in den Medien behandelt.
Die verwüstete Gegend, die da im Heute-Journal eben gezeigt wurde, ist
von uns nicht weit entfernt. Allerdings haben wir es heuer mit einem Extrem-
Jahr zu tun. Steinpilze zu Weihnachten, Morcheln im Januar und ein nahezu
frostfreier Winter sollten einen groben Ausnahmefall darstellen.
Es ist allerdings zu befürchten, dass sich sowas in den nächsten Jahrzehnten
häufen wird. Die Morcheln bei uns waren eigentlich ganz OK. Gut, bei normaler
Witterung wären 10 Kilo mehr bei rausgekommen. Aber wer braucht das schon für
den privaten Gebrauch
Mich würde eher interessieren, welche Ritterlinge so im Oktober in deinem
Kiefernwald auftauchen.
Morcheln mögen zurzeit zwar ganz unterhaltsam sein. Aber es sind definitiv
Massenpilze wie Marone und Butterpilz - wenn man die Stellen kennt.
Einen schönen Abend noch - Ingo

Hallo Ingo,
es sind die mittelfränk. Kiefernwälder , allerdings habe ich nicht so viele Plätze da ich mehr in Fichten/Mischwäldern suche.Regen fiel meines Wissens lange nicht,vielleicht örtlich mal ein Schauer vor kurzem.
Im Oktober bin ich hier nicht oft unterwegs aber was mir an Ritterlingsvorkommen spontan einfällt sind :Trich.terreum (massenhaft),Trich.portentosum (stellenweise),Trich.virgatum,Trich.inamoemum und natürlich Trich.flavovirens/equestre.
Der Grünling wird immer noch fleissig gesammelt und verspeist -trotz vieler aufklärender Medienberichte.Auch meine wohlgemeinten Ratschläge im Wald (sich zumindest bei der Pilzberatung oder im Internet zu informieren)stossen fast immer auf taube Ohren.Nur einmal konnte ich einen Teilerfolg verbuchen als ich eine Familie "spaltete" :die Mutter als Expertin hatte einen Korb voller Grünlinge und blieb stur -der Vater mit 2 kleinen Kindern schlug sich auf meine Seite.Das wird daheim einen handfesten Krach gegeben haben.
Viele Grüsse in die brandenburgische Wüste
Gerald
fast immer auf taube Ohren

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Re: Kiefernwaldmorcheln *PIC*

elfi ⌂, (vor 7128 Tagen) @ Gerald

Hallo Gerald,
das ist wieder morcheltypisch!
Die Kiefernzapfen sind kurz und dunkel,
die Morchel hat sich in Struktur und Farbe
voll an ihr Umfeld angepasst.
Meine Fichtenwaldmorcheln sind lang, nicht spitz sondern abgestumpft
und eher braun, ihre langgestreckten Pilzkörper sind so stark gebogen,
dass sie wie ein liegender Fichtenzapfen aussehen!!
In diesem Wald wachsen neben großen ca. 100jährigen
Fichten auch Buchen, Eschen und Erlen.
[image]
Wie machen diese Pilze das?
Grüße
elfi [image]

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Gerald, (vor 7127 Tagen) @ elfi

Hallo Gerald,
das ist wieder morcheltypisch!
Die Kiefernzapfen sind kurz und dunkel,
die Morchel hat sich in Struktur und Farbe
voll an ihr Umfeld angepasst.
Meine Fichtenwaldmorcheln sind lang, nicht spitz sondern abgestumpft
und eher braun, ihre langgestreckten Pilzkörper sind so stark gebogen,
dass sie wie ein liegender Fichtenzapfen aussehen!!
In diesem Wald wachsen neben großen ca. 100jährigen
Fichten auch Buchen, Eschen und Erlen.

Wie machen diese Pilze das?
Grüße
elfi

Hallo Elfi,
da hast du genau den Punkt getroffen :die Morcheln passen sich dem Umfeld an.
So ist jeder Fichtenzapfen nicht gleich ein solcher und jeder Kiefernzapfen ebenso wenig.Das finde ich das Faszinierende an der Morchelsuche :diese Täuschungsmanöver zu durchschauen.
Ich glaube hier gehts doch dem Ende zu,da auch kein nennenswerter Regen in Sicht ist.
Viel Erfolg noch !
Grüsse
Gerald

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Ingo, (vor 7127 Tagen) @ elfi

Hallo Gerald,
das ist wieder morcheltypisch!
Die Kiefernzapfen sind kurz und dunkel,
die Morchel hat sich in Struktur und Farbe
voll an ihr Umfeld angepasst.
Meine Fichtenwaldmorcheln sind lang, nicht spitz sondern abgestumpft
und eher braun, ihre langgestreckten Pilzkörper sind so stark gebogen,
dass sie wie ein liegender Fichtenzapfen aussehen!!
In diesem Wald wachsen neben großen ca. 100jährigen
Fichten auch Buchen, Eschen und Erlen.

Wie machen diese Pilze das?
Grüße
elfi

Hallo Elfi, da muss ich leider wiedersprechen.

Die Morcheln im Kiefernwald interessieren sich eigentlich überhaupt
nicht für die Zapfen. Es mag wohl bei einigen Exemplaren so sein, aber es ist
nicht die Regel. Was ihr hier annehmt, asoziiert ja, dass sich Pilze ihrer
Umgebung anpassen können. Diese Fähigkeit ist eigentlich nur von Vertretern
unserer Fauna bekannt. Überhaupt erinnern Spitzmorcheln, vor allem die jüngeren,
immer an Kienäpfel. Auch die in deinen Fichtenwäldern.

Die Wildmorcheln, welche ich regelmäßig gefunden hatte, fruktizierten
zwar in Kiefernumgebung. Ich halte es aber für vollkommen spekulativ, diese
Form als Symbiosepartner von Kiefern einzuschätzen.
Zumindest Spitzmorcheln scheinen eindeutig Folgezersetzer zu sein.
Von was auch immer. Ich fand sie beispielsweise auch schon in hohem Gras,
ohne dass sie versuchten, Grashalme zu imitieren.
Wenn das der Fall wäre, würden sich bei Boudier und Co. sicher Hinweise dazu
finden lassen.

LG Ingo

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Re: Basis *PIC*

elfi ⌂, (vor 7127 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
ich weiß nicht welche Morchelfinderfahrung Du hast.
Ich habe seit 1976 ca. 20.000 Morcheln gefunden. (untertrieben)
Ich kenne alle Variationen, die diese Pilze hervorbringen können.
Mögliche Standorte, von der Ansicht her, kann ich Dir sofort bestimmen!
Spitzmorcheln halten ihren Bezug zu Bäumen völlig frei,
Der Untergrund muss stimmen.
Aber da, wo Spitzmorcheln wachsen, sind sie immer mit ihrem Habitus an ihre Umgebung angepasst! Im Kieferwald an Kieferenzapfen, im Fichtenwald an Fichtenzapfen unter Weiden an Weidenblätteren, bei Pestwurz an Pestwurzblätter!
Außer im Gerbirge, da wachsen sie auf den Almwiesen als kleine schwarze
Knubbels im grünen Gras, ähnlich wie Hirschkot! Den es dort zahlreich gibt...
Nur mal so zur Info.
Grüße
elfi [image]

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Re: Basis *PIC*

Ingo, (vor 7126 Tagen) @ elfi

Moin Elfi,

ich wollte dich einfach nur mal provozieren, und so herausbekommen,
wieviele Morcheln du bisher in deinem Leben gefunden hast.
Hat ja prima geklappt ;o))

ich weiß nicht welche Morchelfinderfahrung Du hast.
Ich habe seit 1976 ca. 20.000 Morcheln gefunden.

...aber nochmal zur Sache. Du zeigst ja häufig Bilder von
deinen Aufsammlungen. Wenn ich die mit meinen Funden so vergleiche,
kann ich keine deutlichen Unterschiede erkennen.
Wenn es Unterschiede gibt, dass höchstens bei Exemplaren, die noch
am Heranwachsen sind.

Ich habe für mich lediglich in Anpuch genommen, die Morcheln aus unseren
Kiefernwäldern beurteilen zu können. Und die imitieren nicht unbedingt
Kiefernzapfen.

Ein Bild:
[image]

und noch eines:
[image]

Man könnte aber auf die Idee kommen, dass Spitzmorcheln generell
an Zapfen von Nadelgewächsen erinnern.
Ich glaube aber eher daran, dass sie versuchen, die Gestalt der Bäume
nachzuahmen, in deren Umgebung sie wachsen. Spitzmorcheln mit Tannenform
und Speisemorcheln mit der Form von Laubbäumen. ;-)))

Wie schon gesagt, Morchelformen - und Farben sind sicher auch von den
Bodenbedingungen abhängig. Aber auch von den aktuellen klimatischen
Bedingungen vor Ort.

Die These, dass sie versuchen, ihre Umgebungsbedingungen gezielt zu imitieren,
halte ich für etwas....ähm...mutig.
Dafür müsste es einen handfesten, biologisch erklärbaren Grund geben,
denn die Evolution überlässt nichts dem Zufall.

LG Ingo

p.s. meine Morchelerfahrung kannst du getrost vernachlässigen,

wenn wir die Gesamtergebnisse zugrunde legen

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Re: Kiefernwaldmorcheln

AK_CCM, (vor 7127 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Ich halte es aber für vollkommen spekulativ, diese
Form als Symbiosepartner von Kiefern einzuschätzen.
Zumindest Spitzmorcheln scheinen eindeutig Folgezersetzer zu sein.
Von was auch immer.

für wahr eine interessante Frage, die praktisch jedes Frühjahr diskutiert wird. Fakt ist, dass Morcheln sehr wohl in der Lage sind, die Wurzeln von Bäumen anzuzapfen. Allerdings soll die "Symbiose" eher einseitiger Natur sein, also zu Gunsten des Pilzes ausfallen. Kennst Du das Thema Sind Morcheln Mykorrhiza-Pilze? im DGfM-Forum schon? Vielleicht ganz interessant.

Gruß, Andreas

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Re: Kiefernwaldmorcheln

Ingo, (vor 7126 Tagen) @ AK_CCM

Hi Andreas

Fakt ist, dass Morcheln sehr wohl in der Lage sind, die Wurzeln von
Bäumen anzuzapfen. Allerdings soll die "Symbiose" eher
einseitiger Natur sein, also zu Gunsten des Pilzes ausfallen.

Von Speisemorcheln ist das schon länger bekannt. Das dies auch
auf Spitzmorcheln zutrifft, wäre mir neu. Die hast du sicher auch
nicht gemeint, oder?

Kennst Du
das Thema Sind Morcheln Mykorrhiza-Pilze? im DGfM-Forum schon?
Vielleicht ganz interessant.

Danke für den Link. Ich werde ihn mir mal im nächsten Winter durchlesen.
Da habe ich dann vielleich ein paar Tage Zeit dafür. ;o))
Spaß beiseite - da sind ein paar Ansichten vertreten, die ich glattweg mit
unterschreiben würde. So zum Beispiel, dass sich die Spitzen von den
Wurzeln von Grünpflanzen ernähren und ihre Fruchtkörper gerne auch an Stellen
herausbringen, wo es etwas Kalk im Boden hat. Wobei der Kalk nicht entscheidend
für das Morchelwachstum ist.

Grüsslis Ingo