Daß der Rötelritterling sich in der "haute cuisine" durchaus
hallo hias,
so ganz kann ich deine meinung nicht teilen - aber eine fanatasievolle zubereitung zaubert aus manchen ( "verkannten" ) pilzen durchaus gelungene gerichte.
wenn ich mich recht erinnere, hast du einmal auf die sehr guten trocknungseigenschaften der 'herbstblattln' hingewiesen. l. nuda und l. personata sind in dieser hinsicht ebenbürtig und liefern ein aromatisches pilzpulver ohne jeden aufdringlichen lepista - geruch. für helle soßen, denen man einen kleinen 'pilztouch' geben möchte, eignet sich ein solches pulver sehr gut. ( wenn ich genug halbfreie morcheln finde, so wie heuer, zermahle ich ein paar stiele und mische sie später unter dieses lepista - pulver. )
von lepistae verwende ich nur die hüte und trockne sie auf der steinplatte über meiner heizung im ganzen. wenn sie so trocken sind, dass sie sich zerbröseln lassen, mahle ich sie in einer kleinen elektrischen mühle. nuda ergibt ebenfalls ein helles, angehaucht rötliches pulver.
probiers einmal.
es gibt schon sehr viel bessere pilzpulver - aber manche färben so stark, dass du sie nicht für alles, was ein wenig nach 'pilz' schmecken soll, verwenden willst, und andere pilze sind mir wieder zu schade, um sie zu pilzpulver zu verarbeiten.
grüße nach münchen
uli