giftige Röhrenpilze
Hallo,
in meinem Pilzbuch habe ich keine giftigen Röhrenpilze gefunden. Gibt es eigentlich welche?
viele Grüße
Hilmar
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Hallo,
in meinem Pilzbuch habe ich keine giftigen Röhrenpilze gefunden. Gibt es eigentlich welche?
viele Grüße
Hilmar
Hallo Hilmar,
ja, z.B. den Satansröhrling. Bei Röhrenpilzen mit rotem Stiel solltest Du also alle Vorsicht walten lassen, eine Art ist z.B. nur in Verbindung mit Alkohol giftig. Und wenn Du Röhrenpilze sammelst, solltest Du auch den Gallenröhrling (ist ortshäufig) vom Steinpilz unterscheiden können, sonst verdirbst Du Dir ein ganzes Pilzgericht.
Es gibt noch weitere, sehr seltene giftige Röhrenpilze, deshalb rate ich Dir, beim Pilzsachverständigen vorbeizuschauen, bevor Du sie isst.
Viele Grüße,
Jens
Hallo,
in meinem Pilzbuch habe ich keine giftigen Röhrenpilze gefunden. Gibt es
eigentlich welche?
viele Grüße
Hilmar
Hallo Hilmar,
es gibt bei uns 3 giftige Röhrlinge, und zwar den Satans-Röhrling (Boletus satanas) (nur roh giftig), den Ochsen-Röhrling (Boletus torosus) (enthält Coprin, ist also in Verbundung mit Alkohol giftig) und den Schönfuß-Röhrling (Boletus calopus) (nur sehr schwach giftig).
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Gernot,
ob der Ochsenröhrling nun mit Alkohol giftig ist haben wahrscheinlich bisher nur wenige Personen getestet (Wieviel Exemplare hast Du denn schon davon gefunden?). Da würde ich eher den netzstieligen Hexenröhrling nennen: der soll relativ oft individuelle Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen mit oder ohne Alkohol. Allerdings schreibt E. Gerhardt (aus dem Gedächtnis): Für die, die ihn vertragen ist er ein festfleischiger wohlschmeckender Speisepilz.
LG Christoph
Hallo Hilmar,
es gibt bei uns 3 giftige Röhrlinge, und zwar den Satans-Röhrling (Boletus
satanas) (nur roh giftig), den Ochsen-Röhrling (Boletus torosus) (enthält
Coprin, ist also in Verbundung mit Alkohol giftig) und den
Schönfuß-Röhrling (Boletus calopus) (nur sehr schwach giftig).
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Christoph,
was ich weiß, ist es bewiesen, dass der Ochsenröhrling Coprin
enthält (frag mich bitte nicht von wem und wann
). Und
eben wegen dem Coprin ist er ganz klar zu den Giftpilzen
zu zählen.
B. luridus enthält kein Coprin, auch wenn er leicht
individuelle Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.
Diese Vergiftungserscheinungen sind aber auf andere chemische
Inhalte dieses Pilzes zurückzuführen, die man nicht direkt
als "Gift" zählen kann und er deshalb auch kein Giftpilz im
normalen Sinne ist.
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Gernot,
war, glaube ich mal, in der Z-Mycol zu lesen.
Grüßle
Juergen
- kein Text -
weil überhaupt nicht klar ist, ob die Autoren wirklich Boletus torosus untersucht haben oder nicht etwa eine nah verwandte Art wie z.B. B. rhodopurpureus oder luteocupreus.
Grüße, Jürgen
Hallo Christoph,
was ich weiß, ist es bewiesen, dass der Ochsenröhrling Coprin
enthält (frag mich bitte nicht von wem und wann). Und
eben wegen dem Coprin ist er ganz klar zu den Giftpilzen
zu zählen.
B. luridus enthält kein Coprin, auch wenn er leicht
individuelle Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.
Diese Vergiftungserscheinungen sind aber auf andere chemische
Inhalte dieses Pilzes zurückzuführen, die man nicht direkt
als "Gift" zählen kann und er deshalb auch kein Giftpilz im
normalen Sinne ist.
Schöne Grüße
Gernot
weil überhaupt nicht klar ist, ob die Autoren wirklich Boletus torosus
untersucht haben oder nicht etwa eine nah verwandte Art wie z.B. B.
rhodopurpureus oder luteocupreus.
Grüße, Jürgen
Hallo,
für mich ist diese Studie ebenfalls überhaupt nicht ausschlaggebend.
Denn dass es allergische Reaktionen mit dem Netzstieligen Hexenröhrling in verbindung mit Alkohol geben kann, weiß ich aus erster Hand. Hab' ich hier im PilzePilze-Forum schon tausend Mal breitgetreten.
Diese Reaktion tritt sicher nur sehr selten auf. Es kann sich dabei also NICHT um Coprin handeln wie beim Faltentintling, denn bei dieser Art + Alkohol reagieren ALLE Menschen.
Wenn in dieser Studie also im Netzstieligen Hexenröhrling kein Coprin nachgewiesen wurde, dann besteht zwischen dieser Tatsache und der Tatsache der zwar selten aber verbürgt vorkommenden allergischen Reaktion überhaupt gar keinen Zusammenhang! Was sollte also mit dieser Studie bewiesen werden?!?
Die Schlußfolgerung daraus zu ziehen, dass diese seltenen allergischen Reaktion beim Netzstieligen Hexenröhrling in Wirklichkeit auf Verwechslung mit dem Ochsenröhrling zurückzuführen seien, halte ich für wirklich lachhaft. Tut mir leid, aber freundlicher kann ich das nicht ausdrücken.
Mit kommt dieser ganze Aufsatz insgesamt recht unausgegoren vor und bevor nicht eine weitere Studiengruppe unabhängig davon mit geprüftem Material zu demselben Ergebnis kommt, hege ich persönlich sogar Zweifel an diesem Nachweis von Coprin überhaupt in einem dieser Röhrlinge.
beste Grüße,
Andreas