Hallo Wolfgang,
isst du den Breitblättrigen Holzrübling, und wenn ja, ist er brauchbar?
Ich frage das, weil das in der trockenen Zeit einer der wenigen ist,
der überhaupt noch wächst und er ja (bis auf die Springschwänze
)
gar nicht sooo schlecht aussieht bzw. riecht.
Hallo
Es geht doch darum:
Essen tun wir möglichst die Pilze, die am wenigsten giftig sind.
Der "Bleibrettrige" macht nicht mehr Probleme als andere essbare Pilze auch.
Grosse Mengen sind immer unverträglich, da wir Pilze nun mal nicht im herkömmlichen Sinne verdauen können (die Zellwände bestehen aus Chitin).
Man scheidet Pilze so aus, wie man sie gekaut hat, d.h. ist grösseren oder kleineren Stückchen.
Speziell gesund ist das nicht.
Darum:
Was viele nicht begreifen wollen -
Pilze sind kein Nahrungs- sondern ein Genussmittel!
Das Problem beim "Bleibrettrigen" ist weniger der Geschmack oder die Verträglichkeit, sondern seine "Breitblättrigkeit".
"Breitblättrig" bedeutet, dass die Lamelle von der Schneide nach oben "breit" ist.
Wenn man den Pilz von unten betrachtet, sieht man wie bei den Helmlingen das Licht durchscheinen.
Das bedeutet, dass kein Platz für Hutfleisch bleibt.
Wie isst man den Pilz also?
Spöttisch formuliert geht das so:
Man werfe den Stiel weg, da er zäh ist.
Dann bleiben zwei Möglichkeiten:
Man entferne die Huthaut und esse die Lamellen.
Oder man entferne die Lamellen und esse die Huthaut...
Alles klar?
Gruss, Harald Andres