Hallo,
da mag zwar auch etwas dran sein, aber in meinen Hauswäldern suche ich die besonnten Waldränder gerne auf (ebenso lichte magere Inseln im Wald), obwohl sie mit Sicherheit trockener und eben nicht feuchter sind als der Rest vom Wald. Auch die Theorie, dass Bodenverdichtung das Pilzwachstum fördere kann ich so nicht bestätigen. Manche Arten allerdings sind auf Wegspuren ganz versessen, manche Täublinge etwa, aber Verallgemeinerung ist m.E. Unsinn.
Alles Gute, Jochen.
Hallo Florian,
ich zitiere dafür das "1 mal 1 des Pilze sammelns" von Walter
Pätzold
und Hans E. Laux: "Feld- und Waldwegränder zeigen, meist aber in
größerer Menge, die gleichen
Pilze wie das Gelände dahinter. Das liegt daran, dass im Falle von
Baumbestand der Weg immer zugleich auch den Traufbereich der Bäume
darstellt, wo also das Wasser von den Baumkronen abtropft und unter der
Erde die Wurzelsymbiose (Mykorrhiza) zwischen den Haarwurzeln der Bäume
und dem Myzel der Pilze stattfindet. Feldwegränder sind meistens gut mit
abgestorbenen Pflanzenresten versorgt, stärker verdichtet als das Land
dahinter und trocknen deshalb nicht so leicht aus. Typische Folgezersetzer
sind dort einige Arten büschelig wachsender Raslinge und einige
Weichritterlinge."
Sprich: Wegränder sind feuchter und das bedeutet mehr Pilze.
Schöne Grüße
Gernot