Anfrage zum Maronenröhrling

Waldschrat, (vor 7034 Tagen)

Hallo Pilzler,
den Maronenröhrling finde ich gelegentlich an alten, halbverfaulten Stubben. Ahnt jemand, woraus diese Sympathie füreinander resultiert?.
Gruß - Waldschrat

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Re: Anfrage zum Maronenröhrling

Gernot Friebes, (vor 7034 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

Mykorhizza-Pilze an Baumstümpfen zu finden ist nichts besonderes.Oft wachsen so der Kahle Krempling, Trompeten-Pfifferlinge und Goldstielige Leistlinge. Aber eben auch den Maronen-Röhrling findet man oft saprophytisch wachsen, so wie auch manchmal den Gallen-Röhrling und Milchlinge. Sogar Täublinge konnte ich heuer schon an Totholz finden.

Woran das liegt dürfte aber noch nicht entgültig geklärt sein.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Anfrage zum Maronenröhrling

Waldschrat, (vor 7034 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Gernot,
aber solches Totholz hat doch sicher keine lebenden Wurzeln mehr, die ja Vorraussetzung für eine Mykorrhiza sind. Die von Dir erwähnten anderen Arten haben mich ebenfalls schon am Totholz verwundert.
Gruß - Waldschrat

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letzte Versuche

Gunni, (vor 7034 Tagen) @ Waldschrat

Hallo zusammen,
ich vermute, dass diese Pilze nur eine geraume Zeit dort noch fruktizieren, weil trotz totem Baum die Mykorrhiza noch vorhanden ist. Das kennt man doch sonst auch aus der Pflanzenwelt, die eigentlich nur mit der Photosynthese ihrer Blätter weiterwachsen könnten, vollständig abgehackt noch Nottriebe bilden in dem kläglichen Versuch zu überleben.
Gruß
Gunni

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Re: letzte Versuche

Waldschrat, (vor 7033 Tagen) @ Gunni

Hallo Gunni,
Dein Argument dünkt logisch. Aber ob sich Pilze in dieser Hinsicht wie Pflanzen verhalten - wer weiß?
Gruß - Waldschrat

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Re: Anfrage zum Maronenröhrling

Der Juergen, (vor 7033 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

ich vermute - aufgrund langjähriger Beobachtungen - dass ein Myzel in der Nähe von Stubben mehr Feuchtigkeit antrifft. Unterhalb dieser auch tief im Boden sitzenden Stümpfe verdunstet das Bodenwasser nicht so schnell. Der Standort von Pilzfruchtkörpern hat immer etwas mit der Verfügbarkeit von Wasser zu tun. Gibt es wärend der Pilzhochsaison eine Trockenperiode, findet man dieses Wuchsphänomen sehr oft an, auch sind hier die Holzzersetzter plötzlich überall anzutreffen.

Grüßle
Juergen

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Re: Anfrage zum Maronenröhrling

Waldschrat, (vor 7033 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
Deine Argumente leuchten ein. Bleibt noch die Frage: warum nutzen nur einige Mykorrhizapilze die Feuchtigkeit solcher Stubben. Gernot nannte als Beispiel genau die gleichen Arten, die ich auch an Totholz fand. Wahrscheinlich ist da doch noch was dunkel.
Gruß - Waldschrat

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Re: Anfrage zum Maronenröhrling

Der Juergen, (vor 7033 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

wir können ja mal 'sammeln gehen':-): Folgende Pilze, darunter nicht nur Mycorhiza-Partner, fand ich schon in und auf Stubben:

Maronenröhrling
Breitblattrübling
Verschiedene Hautköpfe (Dermocybe)
Trompetenpfifferling
Buchenspeitäubling
Violettblättriges Tausenblatt
Riesenscheidenstreifling
Zweifarbiger Scheidenstreifling
Gallentäubling
Verschiedene Helmlinge (Mycena)

Grüßle
Juergen