Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Gernot Friebes, (vor 7020 Tagen)

Hallo zusammen,

weil Waldschrat bei den wissenschaftlichen Namen immer die Betonungen dazuschreibt (finde ich sehr gut!!!), hat sich mir die Frage gestellt, wie diese Namen eigentlich betont werden und ob es dafür Regeln gibt. Ich höre z.B. immer wieder die Betonung Clitócybe genauso wie die Betonung Clitocýbe. Gleiches ist bei Inócybe/Inocýbe. Gibt es da spezielle Regeln, wie die Namen betont werden müssen? Vielleicht können ja die alten Lateiner hier ein paar Regeln nennen ;-)).

Schön Grüße
Gernot

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Waldschrat, (vor 7020 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Gernot,
bin selbst kein Lateiner. Die zuweilen widersprüchlichen Angaben über die Betonung wissenschaftlicher Pilznamen kann ich bestätigen. Ist nicht anders wie bei Pilzmerkmalen auch. In Michael/Hennig, Handbuch für Pilzfreunde, Band 3, Gustav Fischer Verlag Jena 1977, Seite 24 sind Betonungsregeln wissenschaftlicher Pilznamen erläutert. Ich traue mir nicht, eine Kopie dieser 2 1/3 Seiten hier reinzustellen. Vielleicht gibt´s das Buch ja in Bibliotheken zum Ausleihen. Dort sind auch noch andere interessante Sachen erläutert.
Gruß - Waldschrat

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Steininger, (vor 7020 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo zusammen,
weil Waldschrat bei den wissenschaftlichen Namen immer die Betonungen
dazuschreibt (finde ich sehr gut!!!), hat sich mir die Frage gestellt, wie
diese Namen eigentlich betont werden und ob es dafür Regeln gibt. Ich höre
z.B. immer wieder die Betonung Clitócybe genauso wie die Betonung
Clitocýbe. Gleiches ist bei Inócybe/Inocýbe. Gibt es da spezielle Regeln,
wie die Namen betont werden müssen? Vielleicht können ja die alten
Lateiner hier ein paar Regeln nennen ;-)).
Schön Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
Scrolle nach dem Anklicken mal ein bisschen nach unten......
http://209.85.129.104/search?q=cache:7mVIFgT5iN4J:www.pilzbestimmung.de/forum/index.php%3Ft%3Drview%26th%3D1702%26rid%3D59+betonung+pilznamen+latein&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de&client=firefox-a

Grüße
Wolfgang

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Gunni, (vor 7020 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Pilzler,
also die allgemeine Regel bei den Lateinern ( Römern) ist ähnlich wie bei den Deutschen: In der Regel zweite Silbe von hinten, in Ausnahmefällen (in der Regel Lehnwörter = griechisch bei den Lateinern zb. Französisch bei uns) dann mal woanders.
Gruß
Gunni
P.S.: Wo die Betonung liegt, finde ich in der allgemeinen Verständigung ziemlich nebensächlich, ich finde es immer sehr charmant, wenn meine finnischen Freunde partout alles auf der ersten Silbe betonen wollen (finnnische Spacheigenheit, klingt im Deutschen sehr lustig = Beispiel Bálkonbepflanzung)

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Jürgen, (vor 7020 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Gernot,

soweit mir bekannt ist, werden ursprünglich griechische Namen auf der drittletzten Silbe betont, die originär lateinischen auf der vorletzten.

Entscheidend ist für die Betonung bei Komposita das Determinandum bzw. Zweitglied, das Determinans bzw. Erstglied (hier griech. "klitos" = geneigt) kann identisch sein.

Beispiel: Clitócybe, aber Clitopílus.

Grüße, Jürgen

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Gernot Friebes, (vor 7019 Tagen) @ Jürgen

Hallo zusammen,

ich danke euch recht herzlich für eure vielen Tipps! Da ist es ja wirklich von Vorteil, dass man die hier nicht aussprechen sondern einfach nur hinschreiben muss ;-)).

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Christoph G, (vor 7019 Tagen) @ Jürgen

Halo Jürgen,

ich hab mich während 9 Jahren Latein am Gymi immer gefragt, woher meine Lehrer sich das Recht nehmen uns Texte lesen zu lassen, wie sie garantiert kein Römer jemals ausgesprochen hätte. Das fing an mit: "Marcus hodie in colosseo est. Et ubi est Cornelia?" Wenn ich mir heute überleg wie unterschiedlich in deutschen Dialekten betont wird, frage ich mich, wie wir heute darauf kommen über die richtige Betonung im Lateinischen oder Griechischen abschliessend zu urteilen. Wär doch Klasse: Eine CD mit Texten original gesprochen von Caesar, Augustus, Hadrian, Robespierres oder Aristoteles...;_))

LG Christoph

Hallo Gernot,

soweit mir bekannt ist, werden ursprünglich griechische Namen auf der
drittletzten Silbe betont, die originär lateinischen auf der vorletzten.
Entscheidend ist für die Betonung bei Komposita das Determinandum bzw.
Zweitglied, das Determinans bzw. Erstglied (hier griech.
"klitos" = geneigt) kann identisch sein.
Beispiel: Clit ó cybe, aber Clitop í lus.
Grüße, Jürgen

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Waldschrat, (vor 7019 Tagen) @ Christoph G

"Wenn ich mir heute überleg wie unterschiedlich in deutschen Dialekten betont wird, frage ich mich, wie wir heute darauf kommen über die richtige Betonung im Lateinischen oder Griechischen abschliessend zu urteilen."

Hallo Christoph,
das fragt sich jeder Realist. Allein, bei wissenschaftlichen Namen ist es zweitrangig, ob sie wie vor tausenden Jahren betont werden oder nicht. Hier geht es um "Spielregeln", auf die man sich zweckmäßigerweise in jeder Disziplin einigt.
Gruß - Waldschrat

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Re: Betonung bei wissenschaftlichen Namen

Jürgen, (vor 7019 Tagen) @ Christoph G

Halo Jürgen,
ich hab mich während 9 Jahren Latein am Gymi immer gefragt, woher meine
Lehrer sich das Recht nehmen uns Texte lesen zu lassen, wie sie garantiert
kein Römer jemals ausgesprochen hätte. Das fing an mit: "Marcus hodie
in colosseo est. Et ubi est Cornelia?" Wenn ich mir heute überleg wie
unterschiedlich in deutschen Dialekten betont wird, frage ich mich, wie
wir heute darauf kommen über die richtige Betonung im Lateinischen oder
Griechischen abschliessend zu urteilen. Wär doch Klasse: Eine CD mit
Texten original gesprochen von Caesar, Augustus, Hadrian, Robespierres
oder Aristoteles...;_))
LG Christoph

Hallo,

maßgeblich ist die lateinische Aussprache. Danach ist bei Graezismen (griechischen Lehnwörtern) die Betonung in aller Regel auf der drittletzten Silbe (vgl. auch heute noch italienisch "Nápoli" und nicht "Napóli", vom Graezismus "Neápolis"). Im Griechischen selbst wird aber anders betont (nea'pólis!).

Im Lateinischen richtet sich die Aussprache nach natürlicher Länge und Position der Vokale. Daraus ergibt sich oft, aber nicht immer, die Betonung auf der vorletzten Silbe (vgl. lat. Mediolánum für Mailand, heute ital. noch Miláno, nicht Mílano).

Lat. Betonungsregeln sind z.B. hier nachzulesen (ab Seite 3).

Ob die alten Römer tatsächlich so gesprochen haben, weiß freilich keiner, man kann aber die Betonung z.B. aus dem Italienischen und auch aus dem Kirchenlatein (das ja auch nach der Antike kontinuierlich in Gebrauch war) ableiten.

Gruß, Jürgen

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Christoph, was ich noch fragen wollte...

Waldschrat, (vor 7019 Tagen) @ Christoph G

hast Du "Hallo" in Deinem Beitrag absichtlich mit einem "l" geschrieben:-)? Sicher nicht. Ein Schelm, der sowas denkt
Gruß - Waldschrat

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Sowas denken nur gläubige Religionsfeinde :-) *oT*

Jürgen, (vor 7019 Tagen) @ Waldschrat

- kein Text -

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@Gut gut, Jürgen. Jetzt mal was anderes,...

Waldschrat, (vor 7019 Tagen) @ Jürgen

eben komme ich aus dem Wald und bringe einen Röhrling mit. Stirn in Falten und Brauen zusammengezogen. Möglicherweise für mich ein Erstfund. Leider ist meine Kamera z. Zt. nicht verfügbar. Vielleicht genügt Dir zwecks Identifizierung jedoch folgende Beschreibung:
Habitus Marone. Hdm 10cm, Huthaut samtig, nicht abziehbar, Hutfarbe int. orangebraun mit Stich ins Rötliche, Röhren gerade angewachsen, eckig, in Stielnähe ziemlich groß, -farbe zitronengelb, Poren leuchtend zitronengelb. Stielfarbe braun wie Marone. Fleischschnitt sehr langsam und sehr schwach blaugrün, danach schwach braun, Porendruckfärbung etwas schneller und intensiver blaugrün, auch ausblassend. Fleich weiß bis creme, saftig und angenehm riechend. Sielfleisch braun, Stielbasis zuspitzend.
Vor allem die leuchtend zitronengelben, eckigen Poren und die Hutfarbe sind mir befremdlich. Was meinst Du dazu?
Gruß - Waldschrat

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Ohne Bild schwierig

Jürgen, (vor 7019 Tagen) @ Waldschrat

evtl. ältere Ziegenlippe, unter Umständen auch Nadelholzröhrling.

Gruß, Jürgen (ohne Halo)

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Re: Ohne Bild schwierig

Waldschrat, (vor 7019 Tagen) @ Jürgen

Hal(l)o Jürgen,
verständlich. Wie dem auch sei. Schade, in der Blüte seines Lebens und zudem als Bodenständiger, schrumpft er jetzt in der Sonne und gesellt sich danach als Nobody zu anderem in einem Konservenglas.
Danke und Gruß - Waldschrat

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Was der Bauer nicht kennt... *oT*

Jürgen, (vor 7019 Tagen) @ Waldschrat

- kein Text -