Kellerkinder ...

Heinz Ebert ⌂, (vor 7013 Tagen)

Unter diesem Titel habe ich gerade im DGfM-Forum einen rätselhaften Röhrlings-Fund eingestellt. Da sich hier auch Boletologen herumtreiben, die vielleicht nicht (mehr?) ins DGfM-Forum gehen, gebe ich Euch hier den LINK:
http://www.dgfm-ev.de/forum/thread.php?postid=4097#post4097
Beste Grüße,
Heinz Ebert

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Der gemeine Keller-Maronenröhrling :-)) *oT*

Gábor, (vor 7013 Tagen) @ Heinz Ebert

- kein Text -

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Re: Kellerkinder ... *PIC*

elfi ⌂, (vor 7013 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,
sieht unglaublich aus!
Dieser Fund erinnert mich stark an meinen
"Fledermauschampignonfund" in einem Grazer
Weinstöckel.
Allerdings waren das "bloß" Champignons!
Die haben dort 3 Jahre die Decke besiedelt.
An den Wänden sind sie nicht herunter gewachsen.
Beste Grüße
elfi [image]

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Re: Kellerkinder ...

Jürgen, (vor 7013 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

ich kann im DGFM-Forum nicht antworten, weil mein Account anscheinend nicht mehr aktiv ist und es mir auf die Schnelle zu umständlich ist, mich neu anzumelden.

Wie dem auch sei: Der Fund gehört im weiteren Sinne sicher ins - noch nicht befriedigend geklärte - Aggregat um Xerocomus rubellus (vgl. z.B. Ladurner/Simonini Fig. 180). Ich hätte auch keine Probleme, ihn bei X. communis ss. str. einzuordnen - wenn das Sporenbild nicht wäre, da die Sporen recht schlank zu sein scheinen (Q > 2,5; wenn's geht bitte mal nachmessen, ob das durchweg der Fall ist).

In diesem Fall bliebe noch jener X. bubalinus übrig, der laut Lit. in den Niederlanden in städtischen Anlagen unter Linde gefunden wurde (was hier ja passen würde), dessen taxonomischer Status aber nicht restlos geklärt ist. Die Art soll in der Stielbasis im Gegensatz zu rubellus/communis KEINE orangeroten Punkte in der Stielbasis aufweisen - hast du das nachgeprüft?

Der Fundort ist übrigens nicht extrem ungewöhnlich. Es wurden in letzter Zeit in Pilzforen schon mehrfach Funde gerade von X. communis/rubellus in Kellern gemeldet.

Gruß, Jürgen

P.S.: Mir scheint, dass das Fleisch im Übergangsbereich von Hut und Stiel doch leicht blaut...

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Re: Kellerkinder ...

Heinz Ebert ⌂, (vor 7012 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
vielen Dank für den Tipp. Von X. bubalinus hatte ich noch nie gehört oder für was exotisches bzw. unklares gehalten. Auch der Hinweis auf Ladurner/Simonini Fig. 180 war sehr wichtig, denn ich Dämel habe dieses Buch und hab gar nicht mehr dran gedacht. Die von Dir zitierte Abbildung, aber auch Fig. 284 bis 286 passen sehr gut. Die Pileipellis sieht ja genau aus wie das was ich fotografiert habe, und die Sporen "passen" auch. In der Stielbasis der Wittlicher Exemplare sind übrigens keine roten Pünktchen. Es passt also alles sehr gut auf X. bubalinus. Den angeschwollenen Stiel habe ich ja auch schon als Standortmodifikation eingeordnet. Ich könnte Dir gerne Frischpilz oder Exsickate zusenden, wenn Du willst, in dem Keller ist es ein "nachwachsender Rohstoff". *G*
Bei unsrer heutigen Eifel-Exkursion in die Schönecker Schweiz gab es übrigens nicht einen einzigen Röhrling, aber dafür richtige "Hämmer", und der tollste war Chamaemyces fracidus.
Beste Grüße,
Heinz Ebert

Hallo Heinz,
ich kann im DGFM-Forum nicht antworten, weil mein Account anscheinend nicht
mehr aktiv ist und es mir auf die Schnelle zu umständlich ist, mich neu
anzumelden.
Wie dem auch sei: Der Fund gehört im weiteren Sinne sicher ins - noch nicht
befriedigend geklärte - Aggregat um Xerocomus rubellus (vgl. z.B.
Ladurner/Simonini Fig. 180). Ich hätte auch keine Probleme, ihn bei X.
communis ss. str. einzuordnen - wenn das Sporenbild nicht wäre, da die
Sporen recht schlank zu sein scheinen (Q > 2,5; wenn's geht bitte mal
nachmessen, ob das durchweg der Fall ist).
In diesem Fall bliebe noch jener X. bubalinus übrig, der laut Lit. in den
Niederlanden in städtischen Anlagen unter Linde gefunden wurde (was hier
ja passen würde), dessen taxonomischer Status aber nicht restlos geklärt
ist. Die Art soll in der Stielbasis im Gegensatz zu rubellus/communis
KEINE orangeroten Punkte in der Stielbasis aufweisen - hast du das
nachgeprüft?
Der Fundort ist übrigens nicht extrem ungewöhnlich. Es wurden in letzter Zeit
in Pilzforen schon mehrfach Funde gerade von X. communis/rubellus in
Kellern gemeldet.
Gruß, Jürgen
P.S.: Mir scheint, dass das Fleisch im Übergangsbereich von Hut und Stiel
doch leicht blaut...

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Ergänzung

Jürgen, (vor 7013 Tagen) @ Heinz Ebert

Man kann die zwiebelige Verdickung der Stielbasis als standortbedingte Variation interpretieren. Auf dem Foto sieht man deutlich, dass der Boden bretteben und stark verdichtet ist. Der Keulenfuß erhöht durch den niederigeren Schwerpunkt die Stabilität des Frkp. und gleicht den fehlenden Halt im Substrat aus.

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