Liebe Olly,
da scheinst Du ja an die falschen geraten zu sein: Die Aussage der
Sprechstundengehilfin ist ebenso falsch wie die der Ärztin.
Genau das meine ich auch. Man sah deutlich, dass die Ärztin nicht die leiseste Ahnung von Pilzen hatte. Die Blutuntersuchung habe ICH angeordnet. Übrigens ist der Befund schon da, Leber- und Nierenwerte sind in Ordnung, nur die Leukozyten halt leicht erhöht. Mein Mann hat inzwischen Fieber und Schnupfen, also gehe ich von einer Grippe aus.
Und dass die Sprechstunde beim Empfang direkt eine Diagnose stellte: »das kann keine Pilzvergiftung sein«, fand ich, eigentlich, unmöglich.
Im Extremfall
und je nach Giftpilzart kann man noch mehrere Wochen(!) symptomfrei sein,
bevor sich Vergiftungen manifestieren.
Nun ja, beim Knollenblätterpilz kommt es ja nicht vor, oder?
Auch, dass alle Tischgenossen
Symptome haben müssten ist blanker Unsinn, es sei denn man hat Pilzmus
zubereitet, solange aber mundgerechte Stücke in der Mahlzeit sind, kommt
es halt darauf an, wer welche und wie viele Stücke gegessen hat.
Hmm... so ähnlich war die Suppe auch zubereitet. Pilze waren sehr stark zerkleinert. Ihr könnt mir glauben, wir haben alle was davon gekostet.
Bei solcher Inkompetenz würde ich die Giftnotrufzentrale kontaktieren und
einen Pilzsachverständigen in der Nähe nennen lassen, der mikroskopieren
kann und aus den Mahlzeitresten mehr herausfinden kann.
Die Reste gibt es nicht mehr.
Wie bereits von
anderen hier angedeutet sind Vermutungen zu den verspeisten Pilzarten
letztlich Kaffeesatzleserei.
Wenn ich ein blutiger Anfänger wäre, dann könnte man vielleicht von Kaffeesatzleserei sprechen, was die Pilzarten angeht. Aber: ich bin im Wald quasi aufgewachsen, nehme nur Pilze, die ich bereits im Wald eindeutig identifiziert habe, auch wenn ich schon mal Pilze gegessen, die in Deutschland als giftig gelten, in anderen Ländern aber auf dem Speiseplan stehen, z. B. Birkenreizker. Man muss nur wissen, wie man sie zubereitet. Roh oder ungenügend gekocht, wie jemand hier schon mal vermutet hat, kommt bei mir kaum ein Pilz auf den Tisch. Selbst die, die roh als essbar gelten, koche ich. Na vielleicht bis auf die Fichtenreizker, die ich meistens einlege o. ä... Das einzige, was für mich in Frage käme, wäre halt die bereits erwähnte individuelle Unverträglichkeit. Wie gesagt, im Krankenhaus waren wir. Wir können alle paar Stunden Blut abnehmen lassen, aber wer macht das schon? Vielleicht ärgert sich Einer oder der Andere hier über den von mir verursachten Wirbel, andererseits, könnte jemand eventuell daraus für sich wichtige Entschlüsse ziehen, oder?
Viele Grüße
Roman
Viele Grüsse zurück!
olly