Re: Neue Folge: Täubling der Woche #07

Jochen Girwert, (vor 7007 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo,

habe gestern noch etwas gestöbert und gelesen, dass einige wenige Täublingsarten darunter der Ockertäubling, mit KOH röten. Das habe ich heute auch ausprobiert; ergibt auf dem Stiel eine wunderbar deutliche und schnelle rotbraune Reaktion.

Jochen.

Heute: Russula ochroleuca – Ocker-Täubling oder Zitronen-Täubling


Dieser Vertreter aus der Untersektion „Felleinae“ ist wohl der häufigste
Täubling überhaupt.

Jedes Jahr ab August ist er in Unmengen anzutreffen.

Deswegen ist es auch mein persönlicher "Nerv-Täubling" - wenn es
nix gibt Ockertäublinge gibt es immer.

Er fruktifiziert nahezu überall, ohne besondere Bodenansprüche.

Im Laub- und im Nadelwald. Meidet anscheinend stark kalkige Böden.


Verwechseln könnte man ihn am ehesten mit dem Gallentäubling,
dieser ist aber einheitlich gelbocker (mit einen Rotanteil) matt gefärbt und
hat dementsprechend keine weißen Lamellen. Außerdem ist R.fellea
unerträglich scharf.

Der Hut ist stumpfrandig, kann zitronengelb, hellgelb, gelbgrün oder
gelb-olivgrün ausfallen. Huthaut 1/2 abziehbar.
Lamellen: weiß, in auffälligem Kontrast zur Hutfarbe

Stiel: fest, voll schließlich schwammig und dann runzelig, reinweiß, aber
auch graulich oder wie ich es im Laubwald feststelle gelb überlaufen.

Geschmack: von mild über pikant bis scharf ist alles dabei.

Geruch: obstartig

Wie ihr seht, eigentlich ist der Ockertäubling sehr vielseitig und variabel.
Mann könnte fast Varietäten bilden.

Sporen: grobwarzig bis stachelig - unvollständig netzig

Sporenpulver weiß (Ia/Ib)
Wert: Hennig/Kreisel schreibt: "Als Reingericht ein guter Speisepilz,
kurzes überbrühen ist bei schärfer schmeckenden Populationen
anzuraten."
In diesem Sinne: freudiges Probieren
Bis zum nächsten mal
Euer Felix

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