in meinem Pilzwäldchen im Kraichgau (MTB 6618)stehen im Augenblick massenhaft
Cortinarius bolaris, Marasmius alliaceus, Mycena crocata und eben diese
Tricholoma-ich vermute T. sciodes. Nach kuzem Kauen wird das Fleisch
unerträglich scharf.Was meint ihr?
Peter
Hallo Peter,
vom Bild alleine hätte ich es zwar gemutmaßt, aber nicht sicher sagen können, aber mit Deinen ökologischen Angaben und dem Vermerk über die Schärfe ist es ganz klar: Schärflicher Ritterling - Tricholoma sciodes.
Auf schwach sauren bis schwach basischen, meist lehmigen Böden, über Porphyr, Gneis, Mergel, selten direkt über Kalk, selten auch auf milderen Sandsteinböden oder sogar über Buntsandstein an humosen, etwas nähstoffreicheren Stellen, stets (wirklich immer?) unter Buchen.
Makroksopisch durch den leicht metallischen Glanz im Hut mit ganz schwach violettlichen Einschlag und den bei Tageslicht ganz schwach rosalich getönten Lamellen, die nach und nach zunehemnd schwärzlich gesprenkelt werden, ganz gut gekennzeichnet. Und natürlich der verzögert scharfe Geschmack, der ihn klar erkennen lässt.
Der zweite scharfe Ritterling, T. virgatum, hat einen spitzkegeligen Hut, der nicht schuppig aufbricht sondern seidig-faserig bleibt und dem der leichte Violettton fehlt. Erist auf deutlich saureren Böden und vorwiegend unter Nadelbäumen zu Hause und wird sofort scharf.
beste Grüße,
Andreas