Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Andreas W, (vor 6989 Tagen)

Hallo,

lange genug ist die neue A39 (Lüneburg-Wolfsburg) Zankapfel der Politik. Nun steht die Trasse fest. Einer der pilzreichsten Wälder in der Umgebung von Lüneburg mit ergiebigen Vorkommen von Sand-Röhrlingen, Schmerlingen, Erd-Ritterlingen, Heide-Schleimfüßen, Edel-Reizkern, Kupferroten Gelbfüßen, Ohrlöffel-Stachelingen sowie von Grünlingen, Krausen Glucken und einem Fundort von schwärzenden Saftlingen werden dieser Trasse zum Opfer fallen, nachdem der Nordteil bereits der Erweiterung eines Industriegebietes zum Opfer gefallen ist.

Ebenso die einzigen Fundorte in Lüneburg von folgenden Pilzen:
Helvella elastica, Helvella leucomelaena, Lepiota castanea, Lyophyllum connatum, Paxillus panuoides, Peziza badia, Rhizopogon luteolus und Thelephora caryophyllea.

Dieses Waldstück ist zudem der einzige Fundort von Fichten-Spargel (erstmaliges Vorkommen in diesem Jahr).

schöne Grüße

Andreas

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Roland Brückner, (vor 6989 Tagen) @ Andreas W

Hallo,
lange genug ist die neue A39 (Lüneburg-Wolfsburg) Zankapfel der Politik. Nun
steht die Trasse fest. Einer der pilzreichsten Wälder in der Umgebung von
Lüneburg mit ergiebigen Vorkommen von Sand-Röhrlingen, Schmerlingen,
Erd-Ritterlingen, Heide-Schleimfüßen, Edel-Reizkern, Kupferroten
Gelbfüßen, Ohrlöffel-Stachelingen sowie von Grünlingen, Krausen Glucken
und einem Fundort von schwärzenden Saftlingen werden dieser Trasse zum
Opfer fallen, nachdem der Nordteil bereits der Erweiterung eines
Industriegebietes zum Opfer gefallen ist.
Ebenso die einzigen Fundorte in Lüneburg von folgenden Pilzen: Helvella
elastica, Helvella leucomelaena, Lepiota castanea, Lyophyllum connatum,
Paxillus panuoides, Peziza badia, Rhizopogon luteolus und Thelephora
caryophyllea.
Dieses Waldstück ist zudem der einzige Fundort von Fichten-Spargel
(erstmaliges Vorkommen in diesem Jahr).
schöne Grüße
Andreas

Hallo Andreas,
natürlich ist es schmerzhaft, wenn etwas das man mag,liebt, scheinbar dem Verschwinden , der Vernichtung anheim gegeben ist. Aber ist es denn wirklich so, dass die Dinge einfach und ersatzlos verschwinden? Ich glaube das nicht! Eher denke ich, es gibt Verschiebungen, die möglicherweise Aspekte anderer Ansichten aufmachen. Na, jetzt findet der Forscher sein Feld.

Schönes Wochenende
Roland Brückner

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Re: Frau allein im Wald? Bitte um eure Meinungen

cowboy, (vor 6989 Tagen) @ Andreas W

Moin andreas,

kannst Du genaueres sagen bezüglich der geplanten Trasse?

Gruß
Andreas"Cowboy"

Lustmolch gesucht?
Habe ab 10 Urlaub......

fg......
Hallo Claudia,

also das ist genau so wie Frau allein nachts in der U-Bahn, Frau allein in
fremden Ländern, Frau allein auf dunkler Straße usw. usw. Wer anfängt,
sich dauernd zu ängstigen, den wird es auch eher erwischen. Die Angst
riecht man nämlich.
Also mutig allein los (du hast ja auch ein Messer dabei), ein Handy mit (ist
auch nützlich, falls du über einen Ast stolperst und nicht mehr gehen
kannst) und, wenn der Orientierungssinn nicht so toll ist, noch einen
Kompass.
Du kannst natürlich auch die vielbesuchten Wälder nehmen, da ist die „Gefahr“
vielleicht kleiner, aber die Pilzausbeute auch.
Nur Mut, solange haben Lustmolche auch keine Lust im Wald zu warten.
Gruß
Gunni

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Re: Frau allein im Wald? Bitte um eure Meinungen

Andreas W, (vor 6989 Tagen) @ cowboy

kannst Du genaueres sagen bezüglich der geplanten Trasse?
Gruß
Andreas"Cowboy"
Lustmolch gesucht?
Habe ab 10 Urlaub......
fg......
Hallo Claudia,

Hallo Ihr beiden,

ja, die Trasse soll kurz vor der B218 von der Lüneburger Ost-Umgehung (B4) abgehen, dann etwas parallel zur B218 verlaufen, um dann nach Südosten abzudrehen. Die Kanalquerung soll etwas nördlich der Landstraße Wendisch-Evern - Barendorf geschen. Von dort geht's dann weiter in Richtung Volkstorf bzw. Vastorf und von dort in Richtung Süden.

Am Elbe-Seitenkanal verläuft die Trasse exakt durch ein Waldstück mit vielen Krausen Glucken. Ich glaube, Marcel wird sich an das Waldstück erinnern (4 Glucken, ohne viel laufen zu müssen) und für die Bauarbeiten wird mit Sicherheit der beste Teil des Kiefernwaldes daneben dran glauben müssen.

Ist nicht der 10. heute?

schöne Grüße in die Elbmarsch

Andreas

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Andreas W, (vor 6989 Tagen) @ Roland Brückner

Hallo Andreas,
natürlich ist es schmerzhaft, wenn etwas das man mag,liebt, scheinbar dem
Verschwinden , der Vernichtung anheim gegeben ist. Aber ist es denn
wirklich so, dass die Dinge einfach und ersatzlos verschwinden? Ich glaube
das nicht! Eher denke ich, es gibt Verschiebungen, die möglicherweise
Aspekte anderer Ansichten aufmachen. Na, jetzt findet der Forscher sein
Feld.
Schönes Wochenende
Roland Brückner

Hallo Roland,

da es ein verhältnismäßig kleines Waldstück ist (1 km in Nord-Südrichtung und nur ca. 500 Meter in West-Ost-Richtung) und die Autobahntrasse exakt durch den Westrand dieses Waldstückes gehen wird und den Südteil komplett einnimmt, bleibt nur noch der relativ pilzarme Nordteil übrig. Sämtliche selteneren Funde habe ich im Südteil gemacht, was künftig dann Asphalt und Autobahnböschung darstellen wird, abgesehen von der Brückenbaustelle, die stets deutlich breiter ist als normale Baustellen entlang der Autobahntrasse.

schöne Grüße

Andreas

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Gábor, (vor 6989 Tagen) @ Andreas W

Hallo,
lange genug ist die neue A39 (Lüneburg-Wolfsburg) Zankapfel der Politik. Nun
steht die Trasse fest. Einer der pilzreichsten Wälder in der Umgebung von
Lüneburg mit ergiebigen Vorkommen von Sand-Röhrlingen, Schmerlingen,
Erd-Ritterlingen, Heide-Schleimfüßen, Edel-Reizkern, Kupferroten
Gelbfüßen, Ohrlöffel-Stachelingen sowie von Grünlingen, Krausen Glucken
und einem Fundort von schwärzenden Saftlingen werden dieser Trasse zum
Opfer fallen, nachdem der Nordteil bereits der Erweiterung eines
Industriegebietes zum Opfer gefallen ist.
Ebenso die einzigen Fundorte in Lüneburg von folgenden Pilzen: Helvella
elastica, Helvella leucomelaena, Lepiota castanea, Lyophyllum connatum,
Paxillus panuoides, Peziza badia, Rhizopogon luteolus und Thelephora
caryophyllea.
Dieses Waldstück ist zudem der einzige Fundort von Fichten-Spargel
(erstmaliges Vorkommen in diesem Jahr).
schöne Grüße
Andreas

Hallo Andreas,

das schreit doch geradezu nach einer Petition!

Wenn schon Baumaßnahmen wegen des Vorkommens der Kleinen Hufeisennase so spektakulär gestoppt werden, dann müsste das doch sicherlich auch wegen des Vorkommens gefährdeter Pilze sicherlich möglich sein, oder?

LG, Gábor

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Andreas W, (vor 6989 Tagen) @ Gábor

Hallo Andreas,
das schreit doch geradezu nach einer Petition!
Wenn schon Baumaßnahmen wegen des Vorkommens der Kleinen Hufeisennase so
spektakulär gestoppt werden, dann müsste das doch sicherlich auch wegen
des Vorkommens gefährdeter Pilze sicherlich möglich sein, oder?
LG, Gábor

Hallo Gábor,

es wäre durchaus möglich, anstelle der Waldflächen landwirtschaftlich genutzte Flächen, die an den Wald angrenzen, für die Trassenführung zu nutzen. Nur würde dann die Trasse der Forderung nach möglichst geringer Zerschneidung der Landschaft nicht gerecht werden. Das Planfeststellungsverfahren ist bereits durch. Dabei wurden lt. Bürgerinitiative "Keine A39!" 14000 Einwendungen nicht berücksichtigt. Hmmm, also Chancen wohl eher gleich Null!

schöne Grüße

Andreas

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Bernhard Schülke, (vor 6988 Tagen) @ Andreas W

Hallo,
...
Ebenso die einzigen Fundorte in Lüneburg von folgenden Pilzen: Helvella
elastica, Helvella leucomelaena, Lepiota castanea, Lyophyllum connatum,
Paxillus panuoides, Peziza badia, Rhizopogon luteolus und Thelephora
caryophyllea.
Dieses Waldstück ist zudem der einzige Fundort von Fichten-Spargel
(erstmaliges Vorkommen in diesem Jahr).

Hallo Andreas,

um mal bei der Rechtsanwendung zu bleiben. Wenn dieser Wald weg ist, dann müssen die vom Aussterben bedrohten Pilze eben besonders geschützt werden, 500,-- € für 5 kg Pilze inkl. Zunderschwamm oder ähnliches sind als Strafe angemessen. Werden noch mehr Waldflächen platt gemacht, kann man die Strafe erhöhen, da die restlichen Pilzverkommen dann als besonders schützenswert (bis deren Vernichtung) gelten (nicht sind, weil der Status wird wirtschaftspolitisch gegebenenfalls "angepasst").

Alibistrafen entlassen das eigene Gewissen und bringen Geld in die Kasse. Ist das nicht toll?

So ist mit der Logik unseres Gesetzgebers. Mein politischer Traum: CDU (Bayern: Alternativpartei mit dem S) plus SPD max. 40% - zusammen versteht sich. Hierzu werde ich bei den nächsten Wahlen meinen aktiven Wahlbeitrag liefern.

Was dieses Jahr überhaupt noch nicht auf der Tagesordnung war: Was ist eigentlich mit der fortdauernden Stickstoffvergiftung unseres Lebensraumes? Brauchen wir wieder ein aktuelles Waldsterben? Oder werden die Trinkwasserhöchstwerte "angepasst"?

Viele Grüsse
Bernhard

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Re: Wieder ein mal: ein Pilzparadies verschwindet

Bernhard Schülke, (vor 6988 Tagen) @ Roland Brückner

,
Eher denke ich, es gibt Verschiebungen, die möglicherweise
Aspekte anderer Ansichten aufmachen. Na, jetzt findet der Forscher sein
Feld.

Genau, vielleicht könnten Sie Dich schlau machen, wie groß die Bodenversiegelung in Deutschland jedes Jahr ist. Tipp: Statistisches Bundesamt.

Vielleicht wird dann Ihr Beitrag etwas gehaltvoller.

Bernhard