Visite til danske Skov og Plantage *PIC*

Thomas Pruss, (vor 6987 Tagen)

Willkommen in Frøslev-Plantage:
[image]
Nachdem die Pilzsituation in Nordfriesland gelinde gesagt
„unter aller Sau“ ist, hatten wir uns am Wochenende nach
Dänemark abgesetzt. Das ist für uns
ja mal gerade „ums Eck“. Eine Ecke weiter, direkt
hinter der Grenze, liegt die Frøslev-Plantage.
Frøslev ist ein Ortsteil von Padborg. Dieses etwa 20 qkm
große Waldgebiet liegt direkt an der Autobahn (A 7/E 45).
Der Großteil des Gebietes ist Fichtenforst mit einem
traumhaft weichen Moosteppich, auf dem man geht
wie auf einem Flokati-Teppich:
[image]
Und es ging gleich gut los! Während ich mich noch damit
abigelte, diese kleinen Rettichhelmlinge ins Format zu pressen:
[image]
und ich mich anschließend selbst ins Unterholz presste,
um diese Monstrum abzulichten (von oben):
[image]
von unten:
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war die beste Ehefrau von allen schon fleißig dabei, ihre Funde zu putzen:
[image]
Naja, bei solchen Pilzen:
[image]
wäre der Korb auch sonst zu schnell voll gewesen.
Das waren aber auch die einzigen großen Maronen,
die wir fanden. Der Rest sah so aus:
[image]
Die waren so frisch und knackig, dass wir uns
weitere Putzarbeit im Wald ersparten und uns
ganz dem Sammeleifer hin gaben. Der Erfolg
später zuhause war dann doch ernüchternd:
Von 5 kg Maronenröhrlingen blieb noch 1 kg
zum Einfrieren übrig. Selbst Winzpilze hatten
schon Okkupanten ? .

Aber natürlich waren das nicht die einzigen Pilze,
die wir fanden. Hochinteressant war ein geschotterter
Waldweg, an dessen Rand so einiges bekanntes
und unbekanntes wuchs.
Wie dieser Milchling:
[image]
Der hatte sich eine Birke ausgesucht, die am Wegesrand kümmerte.
Ockertäublinge:
[image]
wuchsen in rauen Mengen ebenso wie Heringstäublinge und Wieseltäublinge.
An einem Baumstamm wuchs dieser herrlich gefärbte blaue Porling:
[image]
Ich gebe zu: Ich war versucht, mir bei PhotoShop noch
ein bisschen mehr blaue Farbe zu kaufen. Aber das
Original hätte ich damit nur verschlimmbessert …

Als ich dieses merkwürdige Gebilde fotografierte:
[image]
– Fachleute bezeichnen es wohl als Telephora palmata,
auf deutsch wenig schmeichelhaft „Stinkende Lederkoralle“ –
gewahrte ich neben meinem Ellenbogen merkwürdige
schwärzliche, zungenähnliche Dinger, die büschelig
auf dünnen gelben Stiele aus dem Boden krochen:
[image]
Erdzungen, für mich ein persönlicher Erstfund.
Und beim Nachgraben fand ich natürlich auch die obligatorische
Hirschtrüffel.
Entlang des Waldweges konnte ich bestimmt zwischen
30 und 40 dieser interessanten Pilze zählen.
Dazwischen fanden wir auch ganz schwere Jungs:
[image]
Flockenstielige Hexenröhrlinge, die vom Gewicht her
gleichgroße Steinpilze locker platt drücken könnten …

Klar, einer durfte natürlich nicht fehlen: Der Tod, diesmal in seiner weißen Form:
[image]
Und nicht weit davon entfernt, ein Knollenblätterpilz
der bekömmlicheren Art, der zusammen
mit vielen Kollegen gerade aus dem Boden schlüpfte:
[image]
Von den Perlpilzen haben wir auch einen guten halben Korb voll gefunden.
Ein seltener, dafür um so willkommener Geselle ist der Fichtenreizker:
[image]
von dem wir ebenfalls einen guten halben Korb
voll sammelten. Den letzten Fichtenreizker
fand ich übrigens vor fast 15 Jahren!!!

Diesen Pilz konnte ich noch nicht zuordnen:
[image]
vielleicht hat einer von euch ’ne Idee.
Ja, der Ausflug zu den dänischen Nachbarn war
schon sehr erfolgreich. Von dem Riesenwald
haben wir, wenn es hoch kommt vielleicht
mal einen halben Quadratkilometer gesehen.
Dänen dagegen gab es in dem Wald kaum,
dafür umso mehr – Polen!
Der Grund: Nicht nur Deutsche wechseln wegen
der hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten und
-Bedingungen nach Dänemark, sondern eben
auch die Polen, die dort oft als Fernfahrer
arbeiten. Aber während die deutschen Arbeitnehmer
das Wochenende über zuhause verbringen,
bleiben die polnischen Landsleute da – und
gehen Pilze suchen.
Ich denke mal, dass unser Besuch in der
Frøslev-Plantage bestimmt nicht der letzte war.
Ganz zum Schluss noch eine Frage:
Was für eine Wanze soll das mal werden?:
[image]
Das Tierchen war ziemlich flott zu Fuß unterwegs,
und ich wundere mich, dass ich es so
einigermaßen scharf „abgeschossen“ habe.
Grüßlis
Thomas

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Zu deinen Knolli's....

Christoph G, (vor 6987 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,
dein "toedlicher" weisser ist ein nicht toedlicher gelber (weisse Form), sieht man gut an der gerandeten Knolle. Mal dran gerochen? dann waer's klar gewesen. Und deinen "bekoemmlichen" Knolli mit den vielen Warzen, halt ich fuer einen jungen Fliegenpilz. LG Christoph

Willkommen in Frøslev-Plantage:
Nachdem die Pilzsituation in Nordfriesland gelinde gesagt
„unter aller Sau“ ist, hatten wir uns am Wochenende nach
Dänemark abgesetzt. Das ist für uns
ja mal gerade „ums Eck“. Eine Ecke weiter, direkt
hinter der Grenze, liegt die Frøslev-Plantage.
Frøslev ist ein Ortsteil von Padborg. Dieses etwa 20 qkm
große Waldgebiet liegt direkt an der Autobahn (A 7/E 45).
Der Großteil des Gebietes ist Fichtenforst mit einem
traumhaft weichen Moosteppich, auf dem man geht
wie auf einem Flokati-Teppich:
Und es ging gleich gut los! Während ich mich noch damit
abigelte, diese kleinen Rettichhelmlinge ins Format zu pressen:
und ich mich anschließend selbst ins Unterholz presste,
um diese Monstrum abzulichten (von oben):
von unten:
war die beste Ehefrau von allen schon fleißig dabei, ihre Funde zu putzen:
Naja, bei solchen Pilzen:
wäre der Korb auch sonst zu schnell voll gewesen.
Das waren aber auch die einzigen großen Maronen,
die wir fanden. Der Rest sah so aus:
Die waren so frisch und knackig, dass wir uns
weitere Putzarbeit im Wald ersparten und uns
ganz dem Sammeleifer hin gaben. Der Erfolg
später zuhause war dann doch ernüchternd: Von 5 kg Maronenröhrlingen blieb
noch 1 kg
zum Einfrieren übrig. Selbst Winzpilze hatten
schon Okkupanten ? .
Aber natürlich waren das nicht die einzigen Pilze,
die wir fanden. Hochinteressant war ein geschotterter
Waldweg, an dessen Rand so einiges bekanntes
und unbekanntes wuchs.
Wie dieser Milchling:
Der hatte sich eine Birke ausgesucht, die am Wegesrand kümmerte.
Ockertäublinge:
wuchsen in rauen Mengen ebenso wie Heringstäublinge und Wieseltäublinge.
An einem Baumstamm wuchs dieser herrlich gefärbte blaue Porling:
Ich gebe zu: Ich war versucht, mir bei PhotoShop noch
ein bisschen mehr blaue Farbe zu kaufen. Aber das
Original hätte ich damit nur verschlimmbessert …
Als ich dieses merkwürdige Gebilde fotografierte:
– Fachleute bezeichnen es wohl als Telephora palmata,
auf deutsch wenig schmeichelhaft „Stinkende Lederkoralle“ –
gewahrte ich neben meinem Ellenbogen merkwürdige
schwärzliche, zungenähnliche Dinger, die büschelig
auf dünnen gelben Stiele aus dem Boden krochen:
Erdzungen, für mich ein persönlicher Erstfund.
Und beim Nachgraben fand ich natürlich auch die obligatorische
Hirschtrüffel.
Entlang des Waldweges konnte ich bestimmt zwischen
30 und 40 dieser interessanten Pilze zählen.
Dazwischen fanden wir auch ganz schwere Jungs:
Flockenstielige Hexenröhrlinge, die vom Gewicht her
gleichgroße Steinpilze locker platt drücken könnten …
Klar, einer durfte natürlich nicht fehlen: Der Tod, diesmal in seiner weißen
Form:
Und nicht weit davon entfernt, ein Knollenblätterpilz
der bekömmlicheren Art, der zusammen
mit vielen Kollegen gerade aus dem Boden schlüpfte:
Von den Perlpilzen haben wir auch einen guten halben Korb voll gefunden.
Ein seltener, dafür um so willkommener Geselle ist der Fichtenreizker:
von dem wir ebenfalls einen guten halben Korb
voll sammelten. Den letzten Fichtenreizker
fand ich übrigens vor fast 15 Jahren!!!
Diesen Pilz konnte ich noch nicht zuordnen:
vielleicht hat einer von euch ’ne Idee.
Ja, der Ausflug zu den dänischen Nachbarn war
schon sehr erfolgreich. Von dem Riesenwald
haben wir, wenn es hoch kommt vielleicht
mal einen halben Quadratkilometer gesehen.
Dänen dagegen gab es in dem Wald kaum,
dafür umso mehr – Polen!
Der Grund: Nicht nur Deutsche wechseln wegen
der hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten und
-Bedingungen nach Dänemark, sondern eben
auch die Polen, die dort oft als Fernfahrer
arbeiten. Aber während die deutschen Arbeitnehmer
das Wochenende über zuhause verbringen,
bleiben die polnischen Landsleute da – und
gehen Pilze suchen.
Ich denke mal, dass unser Besuch in der
Frøslev-Plantage bestimmt nicht der letzte war.
Ganz zum Schluss noch eine Frage: Was für eine Wanze soll das mal werden?:
Das Tierchen war ziemlich flott zu Fuß unterwegs,
und ich wundere mich, dass ich es so
einigermaßen scharf „abgeschossen“ habe.
Grüßlis
Thomas

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Re: Visite til danske Skov og Plantage

Hans-Jürgen, (vor 6987 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,

mit Fotos ist Dein Fundbericht natürlich noch beeindruckender!

Schöne Grüße nach Südschweden
Hans-Jürgen

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Cimex lectularius *oT*

Jürgen_1962, (vor 6987 Tagen) @ Hans-Jürgen

- kein Text -

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...stimme Christoph zu. *fg* *oT*

Joachim, (vor 6987 Tagen) @ Christoph G

- kein Text -

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Re: Zu deinen Knolli's....

Thomas Pruss, (vor 6986 Tagen) @ Christoph G

Moin Christoph

dein "toedlicher" weisser ist ein nicht toedlicher gelber (weisse
Form), sieht man gut an der gerandeten Knolle. Mal dran gerochen? dann
waer's klar gewesen.

Ja, danke für den Tipp. Ich war mir nicht so ganz im Klaren, zumal die Exemplare noch sehr jung waren. Vorsichtshalber habe ich deshalb mal ein bißchen "dramatisiert" ;-)
Und deinen "bekoemmlichen" Knolli mit den

vielen Warzen, halt ich fuer einen jungen Fliegenpilz.

Nein, das waren wirklich in der Tat ganz junge Perlpilze. Das abgebildete Exemplar war auf der Rückseite etwas angeknabbert und an den Fraßstellen sanft errötet. Von der Farbenpracht der Madengänge will ich gar nicht reden. Aber jetzt, wo du es schreibts, finde ich es interessant, wie ähnlich sich junge Perl- und Fliegenpilze auf Fotos sehen können.
Grüßlis
Thomas

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Re: Cimex lectularius

Thomas Pruss, (vor 6986 Tagen) @ Jürgen_1962

Aber nur im Moosbett. Platt war sie nicht …
Grüßlis
Thomas