Sind das Röhrlinge? *PIC*

Ingo, (vor 6980 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

ich hatte euch ganz unterschlagen, dass ich in den vergangenen Wochen auch Röhrlinge gefunden habe.
Die Bestimmung gestaltet sich da ja mitunter etwas schwierig. Ich möchte sie euch dennoch nicht
vorenthalten.

Irgendwer hat vor fünf Jahren meine Rotkappenstelle zerstört. Mit den Auswirkungen eines Orkans
wäre ich ja noch klargekommen. Höhere Gewalt halt. Leider wurde der Wald seinerzeit von schwerem
Gerät heimgesucht und komplett ausgeholzt. Den Kiefernfreunden scheint es nicht allzu viel auszumachen,
zumal, da die Hälfte der Bäume verschont wurde. Die eingestreuten Birken wurden leider allesamt
niedergemacht. Seitdem muss ich mich glücklich schätzen, wenn ich in dem Gebiet überhaupt mal
eine Rotkappe finde. Das erste Einzelexemplar lief mir erst vor zwei Jahren wieder über den Weg.
Um so erfreuter war ich, als ich diese “Versipelle“ zwischen Birken und Kiefern vor drei Wochen entdeckte:

[image]

Damit die Rothaut hier nicht so einsam ist, möchte ich ihr diesen, hier in der Region, angeblich
seltenen Filzröhrling als Begleitung zur Seite stellen.

[image]

Den Braunen Filzröhrling (Xerocomus ferrugineus).
Typisch: die kaum vorhandene Verfärbung im Schnitt und die zugewachsenen Fraßstellen.
Das gelbe Basalmycel war ursprünglich auch da.
Wenn jemand von der PABB mitlesen sollte. Das Exemplar habe ich mittlerweile trockengelegt,
um es euch bei Gelegenheit für euer Herbar zu überlassen.

Grüsslis Ingo

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Bei der Rotkappe

Jürgen, (vor 6980 Tagen) @ Ingo

hast du 100%ig eine begleitende Zitterpappel übersehen. L. versipelle bei Birke hat immer, auch jung, schwärzliche Stielschuppen. Der X. ferrugineus hingegen ist ok.

Grüße, Jürgen

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Re: Das habe ich befürchtet, darum hier.. *PIC*

Ingo, (vor 6980 Tagen) @ Jürgen

...ein Schnittbild

[image]

Leicht rosa Verfärbung im Schnitt und die grünen Pigmente im Stielansatz
sollten doch für sich sprechen. Oder ich werfe der Roger Phillips doch noch
ins Feuer.

*ggg* Ingo

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Das ist ganz klar eine Espenrotkappe

Jürgen, (vor 6980 Tagen) @ Ingo

keinesfalls eine Heiderotkappe (Birke) oder gar eine Fuchsrotkappe (Kiefer). Verbrenne den Phillips bitte nicht, der präsentiert die drei gängigen Rotkappenarten (Espen-, Birken-, Eichen-R.) sehr treffend.

Grüße, Jürgen

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Re: Das ist ganz klar eine Espenrotkappe

Ingo, (vor 6980 Tagen) @ Jürgen

Verbrenne den Phillips bitte nicht, der präsentiert die drei gängigen
Rotkappenarten (Espen-, Birken-, Eichen-R.) sehr treffend.

Moin Jürgen,

vielen Dank für die Bestimmung. Dass die Stielbeschuppung für eine Versipelle
ungewöhnlich ist, war mir auch sofort klar. Ich meinte aber, irgendwo gelesen
zu haben, dass eine Rotkappenart im Schnitt im Stielansatz grünen kann - ganz
so wie die aufgefundene.

Nur fand ich in meinen ganzen schlauen Büchern keinen Hinweis darauf.
Bis auf die Stelle im R. Phillips. Vielleicht bin ich auch nur in der Zeile
verrutscht. Nachlesen kann ich das erst morgen, da sich genanntes
Nachschlagewerk auf dem Campingplatz befindet. (Tolle Ausrede übrgens!)

Auch macht mir der Fundort schwer zu schaffen. Eine mittelalte Kiefernschonung
mit eingstreuten Birken. Die einzige Möglichkeit wäre, dass dort irgendwo
ein junger Espentrieb herumsteht. Daraus wäre zu schließen, dass zumidest
L. rufum schon mit Jungpflanzen Symbiosen eingehen kann.

Grüsslis Ingo