Hallo Jochen,
Eine Art aus der Sektion Fulvi zweifellos, und aufgrund der nur keuligen, aber nicht (gerandet-)knolligen Stielbasis in die Gruppe um percomis gehörend.
Da gibt es so etwa 3 1/2 Arten, und percomis scheidet schon mal aus. Farblich auf jeden Fall und wie Du sagst auch wegen des geruches. Bleibt also nanceiensis, den ich stärker oxidierend und unter Laubbäumen kenne, den ich aber nicht ausschließen möchte, sowie mussivus, der stark erdig riechen soll (ähnlich variicolor). Und dann gibt es noch einen omminösen C. russus, der ähnlich wie mussivus sein soll, aber große Sporen von 12-15 µm Länge haben soll.
Vor einem Monat brachte mir jemand von den Jenensern einen zumindest sehr sehr ähnlich aussehenden Pilz aus dem Suppiche-Tal bei Kahla, der auch in diese Gruppe gehört und sich nicht richtig bestimmen lies. Alles passte bestens auf diesen russus, aber er hatte nicht die geforderten langen Sporen ....
beste Grüße,
Andreas
Schleierlinge haben oft so schöne Namen. Ich hätte da
Verbesserungsvorschläge. Warum nicht mal "Verärgernder SK",
"Zeitfressender SK" oder "Irrgarten SK"?
Nun, der oben abgebildete unter Fichten (vielleicht auch irgendwo eine
Kiefer) milde mittelgroße Pilz erinnerte mich wegen seines blass
grüngelblich durchgefärbten Fleisches an den Würzigen Schleimkopf. Das
Foto zeigt die Durchfärbung nicht. Vor allem aber fehlt der würzige
Geruch. KOH (5%) auf Hh oliv, im Fleisch der Knolle rot, sonst negativ.
Juhu!, so eine markante Art müsste doch auch ohne weitere mykologische
Kniffe ansprechbar sein. Ich habe ja einen Verdacht, aber die Art soll ein
"typischer Tannenbegleiter" sein, "nie bei Picea".
Konstruktive Tipps erwünscht.
Alles Gute, Jochen.