Hi,
ich habe schon einige Threads hier gelesen und weiß, dass von billigen Geräten
abgeraten wird natürlich. Trotzdem würde mich interessieren, ob man mit dem 50 €
-Mikroskop von Quelle so für einen allerersten Anfang etwas anfangen kann?
http://www.quelle.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Quelle-quelle_de-Site/de_DE/-/EUR/Q_...
Also wenigstens zum Reinschnuppern, obs einem überhaupt Spaß macht?
Denn:
Das Mikroskop muss kein extrem teures Phasenkontrast-Teil zu sein, sondern
einfach ein Mikroskop, das auf einfachste Weise diese Standards erfüllt.
der Satz würde ja evtl noch zutreffen? wohingegen:
Ich denke, so ab 500 Euro (ich weiss nicht, ob das wirklich so für
Deutschland umrechenbar ist, aber vermutlich schon) bist Du vernünftig
dabei.
dann schon nicht mehr zutrifft ;)
Viele Grüße!
Florian: Hallo
Du brauchst ein Mikroskop mit bis tausendfacher Vergrösserung, bzw. eine sog.
Immersions-Oel-Vergrösserung, um vernünftig Sporen messen zu können, und
ein Messokular. (Uebrigens werden nicht nur Sporen gemessen, es gibt viele
Dinge, wie Hutdeckschicht, Basidien, Zystiden, usw. die entscheidend für
eine Bestimmung sein können.)
Das Mikroskop muss kein extrem teures Phasenkontrast-Teil zu sein, sondern
einfach ein Mikroskop, das auf einfachste Weise diese Standards erfüllt.
Ich denke, so ab 500 Euro (ich weiss nicht, ob das wirklich so für
Deutschland umrechenbar ist, aber vermutlich schon) bist Du vernünftig
dabei.
Die benötigten Reagenzien sind für den Anfang wenige, etwa Leitungswasser,
5%iges KOH, Glyzerinpuffer, Kongorot, Baumwollblau und Melzers Reagens,
sowie Immersionsöl, Objektträger-Gläschen, Deckblättchen, Pinzette, usw.
Das wichtigste Utensil ist persönliche Anleitung, denn - wie überall - aller
Anfang ist leicht, aber uferlos und schwer in vernünftige Praxisresultate
umzusetzen, wenn man nicht weiss, welche Präparate man wie am besten
herstellt und was man herauslesen muss.
Ich hatte hier grosses Glück, geduldige und fundierte Anleitung geniessen zu
dürfen.
Dann allerdings geht es erst los: Ueben, üben und üben. Es ist ähnlich
schwierig, wie Pilze makroskopisch zu bestimmen. Es braucht unendlich viel
Erfahrung. Ich selbst stehe hier eigentlich auch noch ziemlich am Anfang.
An Literatur kann ich nur das Buch von Erb/Matheis (ISBN: 3440051277)
dringend empfehlen. Ich glaube, es ist wieder erhältlich.
Lieben Gruss, Harald Andres