Bestimmungshilfe Gallenröhrling *PIC*

Michael Benz, (vor 6973 Tagen)

Hallo zusammen,

Ich habe heute einmal mit Kollegen Pilze gesammelt und das war insgesamt erst mein dritter Ausflug in die Pilzwelt. Dabei haben wir jede Menge Espenrotkappen gesammelt und sind auch über folgende Rauhfüße gestolpert. Nach dem Putzen haben wir allerdings diese erstmal auf die Seite gelegt, da es sich um Gallenröhrlinge handeln könnte.
Als absoluter Neueinsteiger habe ich auch erstmal nach Fotos gesucht und denke eher an einen (Vielverfärbenden ?) Birkenpilz.
Eine Schleck- und Geschmacksprobe kam mir nicht bitter vor und ebensowenig eine kleine Probe des Fleisches. Vielleicht kann jemand das Rätsel lösen ;-)

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denke auch - Leccinum variicolor *oT*

Gernot Friebes, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

- kein Text -

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Re: Bestimmungshilfe Gallenröhrling

Sascha, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

Hi Michael,

ich bin zwar kein Experte, aber für einen Gallenröhrling fehlen mir zuviele Anzeichen.

Das Stielnetz fehlt, die Grünfärbung am Stil spricht eher für einen Rauhfuss, Richtung Birkenpilz, fehlender bitterer Geschmack spricht auch eher gegen einen Gallenröhrling.

Mit dem verschiedenfarbigen Rauhfussröhrling könntest ganz gut liegen.

Gruss

Sascha

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Re: Bestimmungshilfe Gallenröhrling

Gábor, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

Hallo zusammen,
Ich habe heute einmal mit Kollegen Pilze gesammelt und das war insgesamt erst
mein dritter Ausflug in die Pilzwelt. Dabei haben wir jede Menge
Espenrotkappen gesammelt und sind auch über folgende Rauhfüße gestolpert.
Nach dem Putzen haben wir allerdings diese erstmal auf die Seite gelegt,
da es sich um Gallenröhrlinge handeln könnte.
Als absoluter Neueinsteiger habe ich auch erstmal nach Fotos gesucht und
denke eher an einen (Vielverfärbenden ?) Birkenpilz.
Eine Schleck- und Geschmacksprobe kam mir nicht bitter vor und ebensowenig
eine kleine Probe des Fleisches. Vielleicht kann jemand das Rätsel lösen
;-)

Hallo,
das sollte - wie Gernot bereits schrieb - L. variicolor sein.
Meistens sind diese recht stämmig, haben kontrastreiche Schuppen und diese spektakuläre Verfärbung in der Stielbasis...

LG, Gábor

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Das ist leider falsch

J?rgen, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

das ist ganz klar ein Pappelroehrling (Leccinum duriusculum), worauf auch schon die Standortangabe (zusammen mit Espenrotkappe hindeutet).

L. variicolor verfaerbt im Schnitt nie nach grauschwaerzlich, wie man hier im Hutfleisch deutlich sieht.

Gruesse, Juergen

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Re: Das ist leider falsch

Michael Benz, (vor 6973 Tagen) @ J?rgen

das ist ganz klar ein Pappelroehrling (Leccinum duriusculum), worauf auch
schon die Standortangabe (zusammen mit Espenrotkappe hindeutet).

Das ist absolut richtig - das Exemplar und noch ein paar weitere standen auch direkt zwischen zwei dicken Pappeln oder Espen. In dem kleinen Wäldchen sind außerdem einige Birken, die aber nicht in direkter Nachbarschaft standen.

L. variicolor verfaerbt im Schnitt nie nach grauschwaerzlich, wie man hier im
Hutfleisch deutlich sieht.

Mittlerweile ist das Hutfleisch sogar direkt schwärzlich verfärbt. Rosa war es nur ganz am Anfang und nach dem Eindrücken.

Vielen Dank an alle Tipgeber und für die hilfreichen Antworten.
Hat vielleicht jemand auch einen Rezept Tip für so eine Gelegenheit bereit ?
Sollte etwas einfaches sein, dass auch ein Dödel am Herd bewältigen kann.

Danke und Gruss,
Michael

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Re: Das ist leider falsch

Ralph, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

Das ist absolut richtig - das Exemplar und noch ein paar weitere standen auch
direkt zwischen zwei dicken Pappeln oder Espen. In dem kleinen Wäldchen
sind außerdem einige Birken, die aber nicht in direkter Nachbarschaft
standen.
Mittlerweile ist das Hutfleisch sogar direkt schwärzlich verfärbt. Rosa war
es nur ganz am Anfang und nach dem Eindrücken.
Vielen Dank an alle Tipgeber und für die hilfreichen Antworten.
Hat vielleicht jemand auch einen Rezept Tip für so eine Gelegenheit bereit ?
Sollte etwas einfaches sein, dass auch ein Dödel am Herd bewältigen kann.
Danke und Gruss,
Michael

Hallo Michael,
also erstmal: Jeder fängt mal an ! Ich bin jetzt seit 8 Jahren dabei und lerne
jeden Tag dazu, bin immer noch ein Halbanfänger ! Jetzt ein Rezept-Tip: Speckwürfel anbraten, klein geschnittene Pilze danach reingeben und solange braten bis das Wasser fast verschwunden ist.
Dann gaaanz fein geschnittene Zwiebel dazu aber nicht zuviel ! Das ganze ca. 5 Minuten weiterbraten und dann mit Sahne ablöschen. Würzen mit Salz und Pfeffer am besten am Tisch ! - Mahlzeit - Gruß Ralph

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Re: Das ist leider falsch

Ralph, (vor 6973 Tagen) @ Ralph

Hallo Michael,
also erstmal: Jeder fängt mal an ! Ich bin jetzt seit 8 Jahren dabei und
lerne
jeden Tag dazu, bin immer noch ein Halbanfänger ! Jetzt ein Rezept-Tip:
Speckwürfel anbraten, klein geschnittene Pilze danach reingeben und
solange braten bis das Wasser fast verschwunden ist.
Dann gaaanz fein geschnittene Zwiebel dazu aber nicht zuviel ! Das ganze ca.
5 Minuten weiterbraten und dann mit Sahne ablöschen. Würzen mit Salz und
Pfeffer am besten am Tisch ! - Mahlzeit - Gruß Ralph

Nochwas (fast vergessen !) nimm nicht zuviele Speckwürfel ! Sonst schmeckt alles nur noch nach geräuchertem Speck ! Gruß Ralp

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Re: Das ist leider falsch

Gábor, (vor 6973 Tagen) @ J?rgen

das ist ganz klar ein Pappelroehrling (Leccinum duriusculum), worauf auch
schon die Standortangabe (zusammen mit Espenrotkappe hindeutet).
L. variicolor verfaerbt im Schnitt nie nach grauschwaerzlich, wie man hier im
Hutfleisch deutlich sieht.
Gruesse, Juergen

Hallo Jürgen,
mit der Verfärbung im Schnitt hast Du natürlich recht.
Stimmt es eigentlich, dass L. duriusculum nicht zwingend Pappeln braucht, vielmehr auch unter Birken vorkommen kann?
Ich meine, dass mal irgendwo gelesen zu haben...

LG, Gábor

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Re: Das ist leider falsch

Michael Benz, (vor 6973 Tagen) @ Ralph

Nochwas (fast vergessen !) nimm nicht zuviele Speckwürfel ! Sonst schmeckt
alles nur noch nach geräuchertem Speck ! Gruß Ralp

Hehe, das kann so gut wie nicht passieren, denn es sind nur noch ein paar feine Speckscheibchen da. Mit dem Rest kann ich aber dienen und werde das mal probieren. So habe ich das nun auch mehrfach empfohlen bekommen.
Danke und Gruss,
Michael

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Mein Lieblingsrezept

Jürgen_1962, (vor 6973 Tagen) @ Michael Benz

Hallo Michael,

Hat vielleicht jemand auch einen Rezept Tip für so eine Gelegenheit bereit ?
Sollte etwas einfaches sein, dass auch ein Dödel am Herd bewältigen kann.

Die Menge ist ungefähr nach Deiner Pilzausbeute bemessen:
40 g Butter
1 Scheibe Kochschinken, mager
1 Eßlöffel Mehl
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Glas trockener Weißwein
etwas Kräuter der Provence, kann auch Petersilie und / oder Thymain aus dem Garten sein
1/2 Becher süße Sahne oder freche Creme (Crème fraìche)
Deine Pilze
Salz
Pfeffer
Muskatnuss gerieben

Die Butter bei milder Hitze in der (nicht zu heißen) Pfanne zerlassen, den kleingewürfelten Kochschinken sofort dazugeben. Jetzt die zerhackte Zwiebel und den Knowi zugeben. Wenn die Zwiebeln glasig (nicht braun) sind, die mundgerecht zerkleinerten Pilze zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Kräuter der Provence würzen. Darauf achten daß die Hitze nicht zu groß ist. Öfters wenden, wenn die Pilze (fast) gar sind die Hitze etwas erhöhen. Jetzt mit Weißwein langsam ablöschen, Sahne zugeben und unter Rühren nach und nach, am besten mit dem Mehlstäuber, solange Mehl (Menge variiert) hinzugeben bis es genügend eingedickt ist. Dazu passen sehr gut Semmelknödel und Blattsalat. Gar nicht so schwer, oder? Voilà!

Bon Appetit!

Jürgen L.

Danke und Gruss,
Michael

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Re: Das ist leider falsch

Heinz Ebert ⌂, (vor 6973 Tagen) @ Gábor

Ich bemerke nichts zu der Art, sondern nur zum Rezept! Ich bin zwar ein Liebhaber von Knoblauch, aber NIEMALS bei Pilzen. Pilze haben doch einen Eigengeschmack, und der geliebte Knoblauch würde den Pilzgeschmack IMMER übertönen.
Knoblauch an Pilzen ist für mich ein kulinarisches Verbrechen. Man wird aber wegen sowas nicht eingesperrt *ggg*. Ich bin nun mal ein "Leckschmecker", und ich bitte um Verständnis.
Beste Grüße,
Heinz Ebert

Hallo Jürgen,
mit der Verfärbung im Schnitt hast Du natürlich recht.
Stimmt es eigentlich, dass L. duriusculum nicht zwingend Pappeln braucht,
vielmehr auch unter Birken vorkommen kann?
Ich meine, dass mal irgendwo gelesen zu haben...
LG, Gábor

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Wer immer das geschrieben hat

J?rgen, (vor 6973 Tagen) @ Gábor

muss das beweisen. L. duriusculum ist nach Lage der Dinge ein strikter Pappelbegleiter. Wenn Funde unter Birken angegeben werden, ist zuallererst von Fehlbestimmungen (z. B. robuste L. variicolor, L. scabrum, grauhütige L. versipelle und was sonst noch in Betracht kommen kann) oder dem Übersehen/falschen Zuordnen von Begleitbäumen auszugehen.

Auch Angaben für L. duriusculum bei Hainbuchen bzw. vice versa für den Hainbuchenröhrling bei Pappel beruhen auf stets jeweiligen Verwechslungen bzw. ungenauen Artkonzepten der jeweiligen Autoren oder dem falschen Zuordnen von Begleitbäumen im Feld.

Grüße, Jürgen

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Re: Wer immer das geschrieben hat

Gernot Friebes, (vor 6972 Tagen) @ J?rgen

muss das beweisen. L. duriusculum ist nach Lage der Dinge ein strikter
Pappelbegleiter. Wenn Funde unter Birken angegeben werden, ist zuallererst
von Fehlbestimmungen (z. B. robuste L. variicolor, L. scabrum, grauhütige
L. versipelle und was sonst noch in Betracht kommen kann) oder dem
Übersehen/falschen Zuordnen von Begleitbäumen auszugehen.
Auch Angaben für L. duriusculum bei Hainbuchen bzw. vice versa für den
Hainbuchenröhrling bei Pappel beruhen auf stets jeweiligen Verwechslungen
bzw. ungenauen Artkonzepten der jeweiligen Autoren oder dem falschen
Zuordnen von Begleitbäumen im Feld.
Grüße, Jürgen

Hallo Jürgen,

als die Diskussion angfangen hat, hab ich mich an Dähncke erinnert, die folgendes zu L. duriusculum schreibt: "Vorkommen: bei Zitterpappeln und Birken; gefunden bei Birken an feuchter Stelle."
Hätten wir also schon Fehlbestimmung/übersehenen Baum Nummer 1 ;-).

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Das ist leider falsch

Der Juergen, (vor 6972 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

ein halbe Zehe dünn geschnitten und mit Zwiebeln in Butter angedünstet schaden einem Pilzschmorgericht überhaupt nicht. Versuchs mal auf die Art mit Schopftintlingen; der Eigengeschmack kommt schön durch und ist dank des Knoblauchs exquisit - man wird süchtig danach. Oder auch in einer Pilzsuppe (Stockschwämmchen oder Schopftintlinge) kommt ein Kick Knoblauch vorzüglich.

Grüßle
Juergen

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Schau dir das Foto bei Dähncke mal genau an... :) *oT*

J?rgen, (vor 6972 Tagen) @ Gernot Friebes

- kein Text -

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Re: Das ist leider falsch

schnapper, (vor 6972 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Heinz,
ein halbe Zehe dünn geschnitten und mit Zwiebeln in Butter angedünstet
schaden einem Pilzschmorgericht überhaupt nicht. Versuchs mal auf die Art
mit Schopftintlingen; der Eigengeschmack kommt schön durch und ist dank
des Knoblauchs exquisit - man wird süchtig danach. Oder auch in einer
Pilzsuppe (Stockschwämmchen oder Schopftintlinge) kommt ein Kick Knoblauch
vorzüglich.
Grüßle
Juergen

Hallo,

da hätte ich gleich mal eine frage ... schopftintlinge, die ja seit ein paar tagen in grossen mengen kommen, wie bereitet man die zu? irgendwie sind die so zerbrechlich.ganz normal wie maronen und ähnliches zerschneiden und in die pfanne? die machen irgendwie den eindruck als ob sie in der pfanne zerlaufen würden (das man nur die ganz jungen/festen weissen nimmt is klar).

viele grüsse

rick

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Re: Wer immer das geschrieben hat

Saftling, (vor 6972 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Gernot,

das aktuelle Artkonzept in der Gattung Leccinum ist nicht dasselbe wie zu der Zeit als Frau Dähnke ihr Buch verfasst hat. Demnach sind auch die darin enthaltenen Informationen allenfalls nach kritischer Ueberpruefung anhand des AKTUELLEN Kenntnisstands brauchbar. Das gilt uebrigens fuer alle Pilze (und alles andere in den Naturwissenschaften) sinngemäss genau so.
Bin kein Experte und habe auch nicht in den "1200 Pilze" nachgeschaut und habe keine Ahnung, was das Bild dort zeigt, aber m.E. lohnt sich das auch nicht, aus o.g. Grund.

LG
Dieter

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Schopftintlinge

Ufo, (vor 6972 Tagen) @ schnapper

Hi Rick,
Schopftintlinge gehen wunderbar als helle Pilzsuppe.
die rein-weissen Pilze in kleine Stücke schneiden, rupfen.
In Butterschmalz oder ähnlichem mit etwas klein geschnittener Zwiebel andünsten ( Knoblauch nach Laune, siehe obige Beiträge)
5-10Min dünsten, dann mit Gemüse-Brühe ablöschen.
Mit Sahne / Creme fraiche ablöschen und mit Pfeffer/ Salz abschmecken.
Das Süppchen hat dann ein sehr feines Aroma , ist für jeden( auch Kochanfänger) leicht zu machen.
Gruss
Uwe

PS: keine anderen Pilze dazumischen,dann geht das feine Schofptintling Aroma verloren

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Re: Schopftintlinge

Michael Benz, (vor 6972 Tagen) @ Ufo

Hi Rick,
Schopftintlinge gehen wunderbar als helle Pilzsuppe.
die rein-weissen Pilze in kleine Stücke schneiden, rupfen.
In Butterschmalz oder ähnlichem mit etwas klein geschnittener Zwiebel
andünsten ( Knoblauch nach Laune, siehe obige Beiträge)
5-10Min dünsten, dann mit Gemüse-Brühe ablöschen.
Mit Sahne / Creme fraiche ablöschen und mit Pfeffer/ Salz abschmecken.
Das Süppchen hat dann ein sehr feines Aroma , ist für jeden( auch
Kochanfänger) leicht zu machen.
Gruss
Uwe
PS: keine anderen Pilze dazumischen,dann geht das feine Schofptintling Aroma
verloren

Haha, zuerst einmal Danke an die guten Tips. Ich lebe noch und die Suppe hat doch sehr gut geschmeckt, auch wenn ich mich nicht ganz an die Vorgaben halten konnte, weil mir ein paar Zutaten fehlten.
Da muss jetzt ich nun doch etwas Schmunzeln ... ich habe gestern auch einen Schopftintling gefunden, der gerade frisch noch im Gras stand neben seinen schon zerlaufenen Brüdern. Den habe ich auch gleich nachgesehen und dachte mir den nimmst Du mit und tust ihn mit in die Suppe. Beim nächsten Mal werde ich versuchen diese Edelpilzchen wirklich extra zuzubereiten. Ich habe mir vorher schon einmal vom Aussehen gar nicht vorstellen können, dass diese Pilze überhaupt gut schmecken könnten.
Aber man lernt ja nie aus ;-)

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Re: Schopftintlinge

schnapper, (vor 6972 Tagen) @ Ufo

Hi Rick,
Schopftintlinge gehen wunderbar als helle Pilzsuppe.
die rein-weissen Pilze in kleine St�cke schneiden, rupfen.
In Butterschmalz oder �hnlichem mit etwas klein geschnittener Zwiebel
and�nsten ( Knoblauch nach Laune, siehe obige Beitr�ge)
5-10Min d�nsten, dann mit Gem�se-Br�he abl�schen.
Mit Sahne / Creme fraiche abl�schen und mit Pfeffer/ Salz abschmecken.
Das S�ppchen hat dann ein sehr feines Aroma , ist f�r jeden( auch
Kochanf�nger) leicht zu machen.
Gruss
Uwe
PS: keine anderen Pilze dazumischen,dann geht das feine Schofptintling Aroma
verloren

danke, werds mal testen. den stiel isst man nicht soweit ich das noch weiss, oder?

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Re: Schopftintlinge

kieler morchel, (vor 6972 Tagen) @ schnapper

danke, werds mal testen. den stiel isst man nicht soweit ich das noch weiss,
oder?

Von den jungen hab ich die stiele immer mitgekocht.meine kinder fanden es echt lecker und sie sahen aus wie kleingeschnittene spaghettis, also die pilzstiele sahen so aus ;)
Sabine

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Re:

J?rgen, (vor 6972 Tagen) @ Saftling

Hallo Dieter,

deine Anmerkung ist völlig berechtigt, nur in diesem konkreten Fall war der Pilz auch nach dem damaligen Artkonzept schon falsch bestimmt. Auch wenn es bezügl. L. duriusculum bis in jüngste Zeit diverse Interpretationen gab (ich verweise nur auf die Großpilzflora Baden-Württembergs), hatten spätestens Pilat/Dermek 1974 die Art scon eindeutig so festgelegt, wie sie auch heute allgemein aufgefasst wird.

Das Bild bei Dähncke zeigt ziemlich sicher L. variicolor, der an anderer Stelle im Buch zusätzlich richtig abgebildet ist. Hier lag also schlicht eine Verwechslung vor, die mit einem Wandel des Artkonzepts nur am Rande etwas zu tun hat.

Grüße, Jürgen

P.S.: Ich denke trotzdem, dass sich das Nachschauen lohnt, schon wegen des Aha-Effekts.

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Re: Schau dir das Foto bei Dähncke mal genau an...

Gernot Friebes, (vor 6972 Tagen) @ J?rgen

Hallo Jürgen,

an L. variicolor hab ich bei dem aufgrund des gefleckten Hutes auch schon kurz gedacht, war mir aber am Ende doch zu unsicher meinen Verdacht zu äußern. Schließlich kenne ich L. duriusculum nicht aus eigener Anschauung und konnte deshalb nicht beurteilen, ob dieser vielleicht nicht auch mal einen schwach gefleckten Hut haben könnte.
Jedenfalls schön wieder einmal eine Fehlerquelle aus dem Weg geschaffen zu haben *gg*

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Wer immer das geschrieben hat

Gernot Friebes, (vor 6972 Tagen) @ Saftling

Hallo Gernot,
das aktuelle Artkonzept in der Gattung Leccinum ist nicht dasselbe wie zu der
Zeit als Frau Dähnke ihr Buch verfasst hat. Demnach sind auch die darin
enthaltenen Informationen allenfalls nach kritischer Ueberpruefung anhand
des AKTUELLEN Kenntnisstands brauchbar. Das gilt uebrigens fuer alle Pilze
(und alles andere in den Naturwissenschaften) sinngemäss genau so.
Bin kein Experte und habe auch nicht in den "1200 Pilze"
nachgeschaut und habe keine Ahnung, was das Bild dort zeigt, aber m.E.
lohnt sich das auch nicht, aus o.g. Grund.
LG
Dieter

Hallo Dieter,

dass die Informationen in Frau Dähnckes Buch nicht immer auf dem neuesten Stand sind, ist mir durchaus bewusst. Ich wollte einfach nur auf den dort angegebenen Standort hinweisen.

Schöne Grüße
Gernot

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Nachtrag bzgl. L. duriusculum

Gernot Friebes, (vor 6972 Tagen) @ Gernot Friebes

Im Übrigen steht ja in den Anmerkungen folgendes: "H. Engel [...] bestätigte dieses Exemplar als sehr typisch". Das war auch ein Grund, weshalb ich meinen Gedanken nicht äußern wollte. Natürlich schreibt sie weiter, dass G. Redeuilh und M. Meusers das gezeigte Exemplar für nicht sehr typisch hielten, was sie aber auf den Farbstich zurückführt.

Schöne Grüße
Gernot

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Wenn es immer so einfach wäre... *PIC*

J?rgen, (vor 6972 Tagen) @ Gernot Friebes

L. duriusculum kann durchaus gefleckten Hut haben. Siehe Exemplar rechts:
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Das Bild bei Dähncke ist aber trotzdem bei bestem Willen nicht als L. duriusculum im aktuellen Sinn zu deuten. Ich bezweifle auch, dass sich ihre Angaben zur Fleischverfärbung auf dieses Exemplar beziehen, sondern aus der Literatur übernommen sind. Zudem vermute ich, dass Dähncke gar keine rechte Vorstellung von der Art hatte, denn sonst hätte sie für ihr Buch nicht so ein extrem untypisches Foto ausgewählt. Bände spricht neben der Standortangabe bei Birke auch das Torfmoos mit auf dem Foto. In moorigen Biotopen ist L. duriusculum kaum vorstellbar, während L. variicolor für diese geradezu eine Charakterart ist.

Grüße Jürgen

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"Geschmackssache" ...

Heinz Ebert ⌂, (vor 6972 Tagen) @ Der Juergen

... sagte der Affe; ... und fraß die Seife. *g*
Gruß Heinz Ebert

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duriusculum f. robusta

Till, (vor 6972 Tagen) @ J?rgen

Bei uns im Alpenvorland ist L. duriusculum eine ausgesprochen seltene Art; der einzige mir bekannte aktuelle Standort beginnt 5cm neben der Asphaltdecke einer vielbefahrenen Landstraße und endet ein paar Meter weiter oberhalb an einem Maisfeld. Dazwischen stehen auf einer Strecke von vielleicht 60 Metern längs der Straße fünf oder sechs Pappeln, umgeben von üppig überdüngtem Gras. Wald gibt es weit und breit keinen - nur intensiv genutzte Landwirtschaft und Verkehr. Die Frkp. werden groß und massig wie Steinpilze, sodass ich sie vorläufig für die aus Italien beschriebene "forma robusta" halte.

Wer den Pilz an einem solchen Standort gesehen hat, wird ihn kaum noch mit anderen Raustielröhrlingen verwechseln.

Schöne Grüße
Till