Verflixte Cortinarien *PIC*

Melli, (vor 6963 Tagen)

Hallo zusammen,

da für mich die Cortinarien immer noch "die großen Unbekannten" sind, muss ich mal eine paar ganz blöde Anfängerfragen loswerden. Ich wäre ja schon glücklich, wenn ich in der Regel wenigstens die Untergattung identifizieren könnte. Ist zumindest das mit etwas Übung makroskopisch zu schaffen? Bei Schleimköpfen und Schleimfüßen kriege ich das ja noch hin. Aber kann mir zum Beispiel jemand anschaulich erklären, wie man Hautköpfe und Rauköpfe unterscheiden kann? Geht das nur mit Hilfe von Alkohol (im Wald habe ich leider selten einen Flachmann mit Hochprozentigem dabei...), oder gibt es da noch andere Unterscheidungsmerkmale?

Anbei dann mal ein paar Bilder eines Pärchens, das ich vor ein paar Wochen gefunden habe. Die Standpauke, die ihr mir zurecht gleich halten werdet, nehme ich gleich mal vorweg: keine näheren Angaben, nicht mal den Geruch, kein Bild vom Anschnitt, KOH und ähnliches besitze ich nicht mal - ts ts ts. Und dann sind die Bilder auch noch schlecht, weil nachträglich in schlechtem Licht aufgenommen. Mitgenommen habe ich die Pilze auf dem Spaziergang im September, weil es die einzigen Cortniarien waren und weil ich dachte, hoppla, so ähnlich stelle ich mir den orangefuchsigen Raukopf vor. Fundort war übrigens ein Laubwald (Buchen, sonst meiner Erinnerung nach keine anderen Bäume in der Nähe) in Unterfranken. Kann man wenigstens sagen, ob das ein Raukopf war? Oder doch ein Hautkopf oder was ganz anderes? Oder kann man da überhaupt nix sagen?

Viele Grüße
Melli
(die sich bei den Cortinarien vorkommt wie ein Erstklässler am ersten Schultag...)

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Zweites Bild *PIC*

Melli, (vor 6963 Tagen) @ Melli

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Re: Verflixte Cortinarien

Thomas aus D, (vor 6963 Tagen) @ Melli

Hallo zusammen,
da für mich die Cortinarien immer noch "die großen Unbekannten"
sind, muss ich mal eine paar ganz blöde Anfängerfragen loswerden. Ich wäre
ja schon glücklich, wenn ich in der Regel wenigstens die Untergattung
identifizieren könnte. Ist zumindest das mit etwas Übung makroskopisch zu
schaffen? Bei Schleimköpfen und Schleimfüßen kriege ich das ja noch hin.
Aber kann mir zum Beispiel jemand anschaulich erklären, wie man Hautköpfe
und Rauköpfe unterscheiden kann? Geht das nur mit Hilfe von Alkohol (im
Wald habe ich leider selten einen Flachmann mit Hochprozentigem dabei...),
oder gibt es da noch andere Unterscheidungsmerkmale?
Anbei dann mal ein paar Bilder eines Pärchens, das ich vor ein paar Wochen
gefunden habe. Die Standpauke, die ihr mir zurecht gleich halten werdet,
nehme ich gleich mal vorweg: keine näheren Angaben, nicht mal den Geruch,
kein Bild vom Anschnitt, KOH und ähnliches besitze ich nicht mal - ts ts
ts. Und dann sind die Bilder auch noch schlecht, weil nachträglich in
schlechtem Licht aufgenommen. Mitgenommen habe ich die Pilze auf dem
Spaziergang im September, weil es die einzigen Cortniarien waren und weil
ich dachte, hoppla, so ähnlich stelle ich mir den orangefuchsigen Raukopf
vor. Fundort war übrigens ein Laubwald (Buchen, sonst meiner Erinnerung
nach keine anderen Bäume in der Nähe) in Unterfranken. Kann man wenigstens
sagen, ob das ein Raukopf war? Oder doch ein Hautkopf oder was ganz
anderes? Oder kann man da überhaupt nix sagen?
Viele Grüße
Melli
(die sich bei den Cortinarien vorkommt wie ein Erstklässler am ersten
Schultag...)

Hallo Melli,

wirklich skandalös von Dir, einen Cortinarius ohne weiter Angaben einzustellen. Aber wir sind ja gar nicht so.

Das sieht nach C. bulliardi aus. Erkennbar am zinnoberroten Velum an der Stielbasis. Vorkommen im Kalkbuchenwald. Wo in Unterfranken sucht Du nach Cortinarien?

Gruß
Thomas

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Re: Verflixte Cortinarien

Melli, (vor 6963 Tagen) @ Thomas aus D

wirklich skandalös von Dir, einen Cortinarius ohne weiter Angaben
einzustellen. Aber wir sind ja gar nicht so.

Puh, da hab ich ja nochmal Glück gehabt... *grins*

Das sieht nach C. bulliardi aus. Erkennbar am zinnoberroten Velum an der
Stielbasis. Vorkommen im Kalkbuchenwald. Wo in Unterfranken sucht Du nach
Cortinarien?

Nach Cortinarien hab ich ja nicht gerade gesucht, aber die sind mir halt trotzdem ganz ungebeten ins Auge gesprungen. Das war bei Freudenberg am Main - und aufgrund deines Vorschlags fällt mir ein, dass ich doch noch eine Angabe vergessen habe, die in diesem Zusammenhang wohl nicht unwesentlich ist: der Untergrund ist dort überall Buntsandstein, also eher sauer.

Aber auch wenn es nicht bulliardi sein sollte, sondern vielleicht ein naher Verwandter, wären wir ja schon nicht mehr bei den Rauköpfen, sondern bei den Gürtelfüßen. Wie zum Henker kann man das bloß erkennen *verzweifel*?

Viele Grüße
Melli