Hübscher Mehlschirmling (2 Bilder) *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6949 Tagen)

Hallo

Ich freute mich über diesen Fund ganz besonders.
Mehlschirmlinge sind sehr hübsch.

Cystolepiota hetieri - Rotfleckender Mehlschirmling

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Als berüchtigtes Anti-Talent im Erstellen von Querschnitt-Präparaten der Hutdeckschicht benütze ich jede Gelegenheit, ein wenig zu üben (bin wohl einfach zu ungeduldig und zappelig).
Als Belohnung winken diese hübschen, kugeligen Zellen, Sphaerozystiden genannt, die den mehlig-kleiigen Belag auf dem Hut bilden:

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Gruss, Harald Andres

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Re: Hübscher Mehlschirmling (2 Bilder)

Andreas ⌂, (vor 6949 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

sei doch so nett und zeige uns noch ein Bild der Cheilozystiden. Die sind nicht minder nett anzuschauen und würden außerdem ein wichtiges Trennmerkmal zwischen Cystolepiota hetieri, adulterina und cystidiosa sein. Und da Dein Pilz nicht wirklich rotfleckig zu werden scheint, sondern mehr schmutzigbräunlich wirkt, wäre ich mir der Bestimmung als hetieri gar nicht sicher. Ich glaube in Pilze der Schweiz ist unter C. hetieri in Wahrheit C. cystidiosa abgebildet und auch die C. spec. hat inzwischen eine Zuordnung bekommen. Wenn ich meine Literatur wieder greifbar habe trage ich das noch nach.

beste Grüße,
Andreas

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@Andreas: Cheilos.. (3 Bilder) *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6949 Tagen) @ Andreas

Hallo Harald Andres,
sei doch so nett und zeige uns noch ein Bild der Cheilozystiden. Die sind
nicht minder nett anzuschauen und würden außerdem ein wichtiges
Trennmerkmal zwischen Cystolepiota hetieri, adulterina und cystidiosa
sein. Und da Dein Pilz nicht wirklich rotfleckig zu werden scheint,
sondern mehr schmutzigbräunlich wirkt, wäre ich mir der Bestimmung als
hetieri gar nicht sicher. Ich glaube in Pilze der Schweiz ist unter C.
hetieri in Wahrheit C. cystidiosa abgebildet und auch die C. spec. hat
inzwischen eine Zuordnung bekommen. Wenn ich meine Literatur wieder
greifbar habe trage ich das noch nach.
beste Grüße,
Andreas

Hallo, Andreas
Danke für Deine Antwort!
Hier die Cheilozystiden. Sie sehen anders aus als bei B&K, d.h. schon ähnlich, aber viel extremer, mit kugeligen Bäuchlein.

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Jetzt lese ich grad bei Dir, in Band 4, dass C. cystidiosa Zystiden mit gelblichem Inhalt habe.

Hier also ein neues Präparat, ohne Einfärbung:

[image]

Ein extrem geformtes Teil mit Schnabelfortsatz, davon hat es einige.
Mit deutlich gelbem Inhalt habe ich wenige gefunden, ist schwer zu fotografieren.
Hier sieht man einen kugeligen Kopf einer Zystide, der innen gelb ist:

[image]

Kannst Du damit etwas anfangen?

Du schreibst in Band 4, dass die Art wärmeliebend in Gewächshäusern wachse.
Gefunden habe ich den Pilz im Buchenwald, bei jetzigen kalten Temperaturen.

Gruss, Harald Andres

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Re: @Andreas: Cheilos.. (3 Bilder)

Andreas ⌂, (vor 6949 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

Cystolepiota cystidiosa kann man also ausschließen.
Bleiben noch C. hetieri und C. adulterina. Bei beiden sind die Cheilozystiden ähnlich, allerdings bei adulterina etwas ausgeprägter moniliform (= mehrfach eingeschnürt) und mit ausgeprägterem Halsteil. Für adulterina würde weiterhin das Fehlen der Rötung auf dem Hut sprechen. Daher tendiere ich deutlich zu dieser Art und nicht zu C. hetieri.
Um ganz sicher zu gehen müsste man nun noch versuchen zu klären, ob der Fund Pleurozystiden hat (die sind aber mehr flaschenförmig und nicht so eingeschnürt) oder ob überhaupt keine Pleuros vorliegen. C. adulterina dürfte keine haben, bei C. hetieri sind sie zerstreut vorhanden.

C. subadulterina, falls Du über diesen Namen noch stolpern solltest, ist keine Art sondern ein Phantom - der Typus besteht aus einem Mix zweier Arten (VELLINGA & HUISER)

beste Grüße,
Andreas

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Betr. Pleurozystiden.

Harald Andres Schmid, (vor 6949 Tagen) @ Andreas

Hallo Harald Andres,
Cystolepiota cystidiosa kann man also ausschließen.
Bleiben noch C. hetieri und C. adulterina. Bei beiden sind die Cheilozystiden
ähnlich, allerdings bei adulterina etwas ausgeprägter moniliform (=
mehrfach eingeschnürt) und mit ausgeprägterem Halsteil. Für adulterina
würde weiterhin das Fehlen der Rötung auf dem Hut sprechen. Daher tendiere
ich deutlich zu dieser Art und nicht zu C. hetieri.
Um ganz sicher zu gehen müsste man nun noch versuchen zu klären, ob der Fund
Pleurozystiden hat (die sind aber mehr flaschenförmig und nicht so
eingeschnürt) oder ob überhaupt keine Pleuros vorliegen. C. adulterina
dürfte keine haben, bei C. hetieri sind sie zerstreut vorhanden.
C. subadulterina, falls Du über diesen Namen noch stolpern solltest, ist
keine Art sondern ein Phantom - der Typus besteht aus einem Mix zweier
Arten (VELLINGA & HUISER)
beste Grüße,
Andreas

Hallo, Andreas

Ich habe in drei Präparaten keine einzige Pleurozystide gefunden.

Das heisst nicht, dass es keine hat - es heisst nur:
Lang-Dumpf-Harald hat keine gefunden.
Das würde Deine Theorie vorsichtig stärken:
C. adulterina sollte keine Pleurozystiden haben.

Was ist jetzt mit B&K?
Ist nur das Bild falsch, oder auch Beschrieb und Mikrozeichnungen?

Lieben Gruss, Harald Andres