Hallo Waldschrat,
Je größer die Aufnehmende Fläche der Kamera (Filmformat, Sensor), desto
größer die erreichbare Schärfentiefe. D.h. Großformatkameras erreichen die
größte Schärfentiefe. Deshalb fotografieren viele Profis mit Mittelformat
(60x60mm z.B.). Besteht Interesse am Beweis, kann ich hier ebenfalls die
physikalische Formel reinsetzen (sieht aber sehr komplex aus
Grüßle
Juergen
hallo jürgen und die rasselbande,
hurra, noch einer gibt seinen senf dazu und findet alles falsch :)
jürgens aussage wäre richtig mit dem zusatz bei gleichbleibender brennweite. dann gälte z.b., dass 50mm im mittelformat einem starken weitwinkel mit grosser schärfentiefe entsprächen, auf kleinbildfilm aber einer normalen brennweite mit weniger schärfentiefe. so wie der satz da steht, ist er genau falschrum. wenn man nämlich nur nach dem film-/sensorformat geht, dann gilt: je grösser die fläche, desto geringer die schärfentiefe. das liegt daran, dass bei grösserer bildfläche (und gleicher objektgrösse) der abbildungsmassstab zunimmt und sich die schärfentiefe entsprechend verringert. deshalb sind mittel- und grossformatkameras die erste wahl, wenn eine möglichst geringe schärfentiefe erreicht werden soll, wobei der effekt im nah- und ganznahbereich am stärksten ist.
patricks aussage
die verwendete brennweite des objektivs spielt ebenfalls eine rolle. hierbei
gilt: je größer die brennweite, desto geringer die tiefenschärfe:
wäre ganz richtig mit dem zusatz bei gleichbleibender bildfläche, denn bei gleichem objekt und gleicher kamera nimmt der abbildungsmassstab mit länger werdender brennweite zu. das wort tiefenschärfe will ich jetzt nicht massregeln, sonst muss ich in die oberlehrerkasse zahlen ;)
da patrick quasi recht hat, muss unser lieber waldschrat leider irren, wenn er sagt
diese Meinung hält sich zwar hartnäckig, ist aber falsch.
gleichzeitig hat eckhard aber recht mit der meinung
Die Schärfentiefe ist außer von der Blende nur vom Abbildungsmaßstab abhängig. Das heißt, vom Verhältnis Objektgröße zu Bildgröße.,
denn sein wort vom abbildungsmassstab schliesst die brennweite als ihn beeinflussenden faktor nicht aus.
zur illustration bringe ich die diskussion in eine symbolische kurzform, bitte haut mich nicht:
patrick: je grösser der baum, desto grösser ist der apfel
eckhard: neinnein, die grösse des apfels hängt nur von der baumgrösse und der regenmenge ab
jürgen: je grösser mein blickfeld, desto grösser sehe ich den apfel
was den hintergrund von harald andres´ bildern so unscharf werden lässt, ist weniger die blende, als der sehr grosse abbildungsmassstab, den er mit sehr langer brennweite erreicht und ser eine sehr geringe schärfentiefe bewirkt.
gruss von coco