Rotkäppchen-Rätsel *PIC*
Hallo Pilzler!
Thema Rotkappen und ihr Lebensraum:
Wo ist dieser orangehütige Kollege wohl zu Hause?
![[image]](http://img230.imageshack.us/img230/7351/ratepilz6iwagnerqx7.jpg)
VG
Ingo W
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Hallo Pilzler!
Thema Rotkappen und ihr Lebensraum:
Wo ist dieser orangehütige Kollege wohl zu Hause?
![[image]](http://img230.imageshack.us/img230/7351/ratepilz6iwagnerqx7.jpg)
VG
Ingo W
Hallo Ingo,
*ggg* tolle Aufnahme, vor allem in dem Zusammenhang.
Du hast das was ganz Tolles, Spektakuläres gefunden, nämlich einen Raustielröhrling mit schmierigem Hut, also einen Gattungsbastard zwischen Leccinum und Suillus!! Sowas kennen eigentlich nur die Orchidologen, aber Dir ist es nun erstmals gelungen, gattungsübergreifende Hybridisierung auch bei Pilzen nachzuweisen! Meinen Respekt!
Das gute Stück sollte also am besten Leccillus x minimus nspec. nov. genannt werden, als deutschen Namensvorschlag hätte ich Kleinster Raustielschmierling anzubieten (nspec. = nothospecies, so nennt man das bei Hybriden).
Leider kannst Du die Art wohl noch nicht neu beschreiben, denn ich vermute mal, dass irgendein böses Insekt die gesamte Röhrenschicht unter dem orangnen Hut weggefressen hat. Sowas ist natürlich als Typusexemplar unbrauchbar. Ich kenne die Art nämlich auch, aber hatte bisher auch immer das Problem, dass meine gesammelten Exemplare stets kein Röhrenfutter mehr hatten. Tja, was sollen wir da nur machen?
beste Grüße,
Andreas
- kein Text -
Hallo Ingo,
*ggg* tolle Aufnahme, vor allem in dem Zusammenhang.
Du hast das was ganz Tolles, Spektakuläres gefunden, nämlich einen
Raustielröhrling mit schmierigem Hut, also einen Gattungsbastard zwischen
Leccinum und Suillus!! Sowas kennen eigentlich nur die Orchidologen, aber
Dir ist es nun erstmals gelungen, gattungsübergreifende Hybridisierung
auch bei Pilzen nachzuweisen! Meinen Respekt!
Das gute Stück sollte also am besten Leccillus x minimus nspec. nov. genannt
werden, als deutschen Namensvorschlag hätte ich Kleinster
Raustielschmierling anzubieten (nspec. = nothospecies, so nennt man das
bei Hybriden).
Leider kannst Du die Art wohl noch nicht neu beschreiben, denn ich vermute
mal, dass irgendein böses Insekt die gesamte Röhrenschicht unter dem
orangnen Hut weggefressen hat. Sowas ist natürlich als Typusexemplar
unbrauchbar. Ich kenne die Art nämlich auch, aber hatte bisher auch immer
das Problem, dass meine gesammelten Exemplare stets kein Röhrenfutter mehr
hatten. Tja, was sollen wir da nur machen?
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas!
Muss man positiv sehen: neu beschreiben macht nur Arbeit, und Latein kann ich auch nicht.
Die Insekten habe ich übrigens bestimmen lassen, es handelt sich hier um den Unauffälligen Röhrenkäfer (Clandestolus tubulis), durch sein abnorm rechtwinklig abgeknicktes, oberes Beißpaket versetzt er die Unterseite des Pilzes beim Fressen so in Spannung, dass sich normalerweise die äußere Hutpartie nach unten krümmt.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
da deine eigentlich Rätselfrage ja noch nicht beantwortet wurde
(obwohl Andreas schon ein sehr interessantes Statement dazu
gegeben hat), tippe ich, dass du Gummistiefel gebraucht hast, um
zu den niedlichen Tentakelchen zu kommen.
Übrigens schön, wie du uns zeigst, welche Überschneidungen es
zwischen den einzelnen Gattungen geben kann. Vielleicht sollte
man ja eine var. leccinoides Wagner einführen oder gar die
Ascomyceten zu den Röhrlingen verlegen???
Schöne Grüße
Gernot
Wo ist dieser orangehütige Kollege wohl zu Hause?
hallo ingo,
der stiel im wasser, die haube im sumpf
glaubt coco
hallo ingo,
der stiel im wasser, die haube im sumpf
glaubt coco
Hallo Coco!
Stiel im Wasser ok., aber Haube im Sumpf eher nicht (kenne ich zumindest nicht so).
VG Ingo W
Hallo Pilzler!
Danke an Andreas, Gernot und Coco für die Antworten.
Wahrscheinlich war´s trotzdem einen Tick zu einfach oder es haben sich viele nach Andreas sehr spaßiger Einschätzung auf respektvolle Distanz gehalten, nach dem Motto "vielleicht stimmt´s ja doch, was er geschrieben hat"?
3. Variante wäre, dass es den Pilz womöglich anderswo gar nicht so häufig gibt?
Also Andreas und Gernot (auch Coco, wenn er das gleiche meint) haben recht mit dem Abgestutztem Fadenscheibchen oder Tentakelkeulchen (Vibrissea truncorum).
![[image]](http://img185.imageshack.us/img185/9962/vibrisseatruncorum10scf2.png)
Das Fadenscheibchen ist hier in Südthüringen im Frühjahr/Frühsommer nicht selten, ist an im Wasser liegenden Ästchen zu finden, aber nur in sehr sauberen (immer?Fließ-)gewässern ohne Kalk- oder Nährstoffeintrag, gerne Gebirgsbächlein.
-------------------------------
Vielleicht sollte man ja eine var. leccinoides Wagner einführen oder gar die
Ascomyceten zu den Röhrlingen verlegen???
@Gernot:
Nein, nein, nicht noch eine var., und die Ascos lassen wir mal auch dort, wo sie sind, das ist schon ok. so.
Da alleine dieser Gedanke schon strafbar ist, wirst du hiermit zum Einstellen eines Rätselbildes verurteilt!!!!
--------------------------------
@Coco:
Tut mir leid, ich konnte es nicht genau erkennen, ob du Vibrissea meinst oder vielleicht doch die Mitrula paludosa (Sumpfhaubenpilz).
VG
Ingo W
hallo ingo,
schönes rätsel :)
@Coco: Tut mir leid, ich konnte es nicht genau erkennen, ob du Vibrissea
meinst oder vielleicht doch die Mitrula paludosa (Sumpfhaubenpilz).
sorry zurück, ich dachte, die "haube im sumpf" kläre meinen tip mit dem stiel im wasser als m. paludosa.
dein rätsel ergab also 33% nonsens, 33% falsche und 33% richtige tips - fast wie im richtigen leben :)
gruss von coco
Hallo Ingo,
3. Variante wäre, dass es den Pilz womöglich anderswo gar nicht so häufig
gibt?
Ich zumindest hab' den Pilz bis jetzt leider noch nicht gefunden.
Hast du zufällig ein Sporenfoto von dem Pilz? Würde gerne mal die extrem langen, dünnen "Fäden" sehen, die dem Pilz ja den Namen "Tentakelkeulchen" geben.
@Gernot: Nein, nein, nicht noch eine var., und die Ascos lassen wir mal auch
dort, wo sie sind, das ist schon ok. so.
Nun gut, war vielleicht etwas übereilt. Aber heutzutage würde mich selbst eine Verschiebung der Ascomyceten zu den Röhrlingen wegen so einem Übergangsexemplar nicht wirklich wundern...
Da alleine dieser Gedanke schon strafbar ist, wirst du hiermit zum Einstellen
eines Rätselbildes verurteilt!!!!
Meinetwegen, ich stelle gleich ein Rätsel ein. Dürfte aber ein ziemlich leichtes werden.
Schöne Grüße
Gernot
hallo ingo,
schönes rätsel :)
sorry zurück, ich dachte, die "haube im sumpf" kläre meinen tip mit
dem stiel im wasser als m. paludosa.
Ich hab´s auch so verstanden, wollte nur sicher ganz gehen.
dein rätsel ergab also 33% nonsens, 33% falsche und 33% richtige tips - fast
wie im richtigen leben :)
Aber 33% erfrischenden und gewollten Nonsens, der ja eigentlich dankbarer Weise dadurch entstanden ist, dass Andreas nicht gleich alles verraten wollte. Also eigentlich 66% richtige Lösung.
VG Ingo W
Hallo Gernot!
Hast du zufällig ein Sporenfoto von dem Pilz? Würde gerne mal die extrem
langen, dünnen "Fäden" sehen, die dem Pilz ja den Namen
"Tentakelkeulchen" geben.
Leider bin ich technisch noch nicht so optimal ausgestattet.
Womöglich ist es aber auch gar nicht so einfach, denn um die Riesensporen ganz zu sehen, muss man auf ziemlich niedrige Vergrößerung, dann sieht man aber aufgrund der geringen Breite u.U. nicht mehr viel. Ich habe auf jeden Fall bei den Vibrissea-Arten immer das Problem, das "langhyphige Zeugs" erst mal als Sporen zu akzeptieren.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
Womöglich ist es aber auch gar nicht so einfach, denn um die Riesensporen
ganz zu sehen, muss man auf ziemlich niedrige Vergrößerung, dann sieht man
aber aufgrund der geringen Breite u.U. nicht mehr viel. Ich habe auf jeden
Fall bei den Vibrissea-Arten immer das Problem, das "langhyphige
Zeugs" erst mal als Sporen zu akzeptieren.
das hab' ich mir schon gedacht. Ich für meinen Teil hab' schon Schwierigkeiten die kürzeren und breiteren Sporen von Trichoglossum schön fotografierbar am Mikroskop hinzubekommen. Meistens sind entweder der Rand oder die Enden unscharf.
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Ingo,
das hab' ich mir schon gedacht. Ich für meinen Teil hab' schon
Schwierigkeiten die kürzeren und breiteren Sporen von Trichoglossum schön
fotografierbar am Mikroskop hinzubekommen. Meistens sind entweder der Rand
oder die Enden unscharf.
Schöne Grüße
Gernot
Aber dafür sind solche Teile schön unter der Stereolupe zu beobachten, wie sie ihre Fadensporen ausschleudern, die dann gut sichtbar, sich windend und zwirbelnd, davonfliegen.
Ingo W