"Stets findet Überraschung statt

Jochen Girwert, (vor 6784 Tagen)

Da,wo man`s nicht erwartet hat"

So heißt es bei Wilhelm Busch zum Thema Motten. Und leider haben die sich bei mir in der Exsikkatensammlung eingenistet. Das heißt, bislang sind es nur Einzelfälle.
Wer kennt sich mit der Lebensweise dieser Tierchen aus und damit auch mit den Bekämpfungsstrategien?
1. Wenn die Motten als Eier mit dem getrockneten Exsikkat in die Plastetüte kamen, dann würde das Einiges erklären und ich favorisiere diese Variante. Brauchen die solange (also ein halbes Jahr), um sich zu entfalten? Meine Idee wäre es, alle Belege mehrere Wochen in eine Kühlzelle zu verfrachten, wenn ich denn eine finde. Wer hat eine andere Idee?
2. Oder sind die lieben Tierchen in der Lage, sich von außen durch den Kunststoff zu beißen und dann schnell und zunächst unentdeckt zu wirken? Dann müsste man vielleicht gezielt dickwandige Tütchen einsetzen oder helfen abschreckende Mottenkugeln gegen Nicht-Textil-Motten?

Ich bin überzeugt, dass irgenjemand von Euch kundig ist.

Alles Gute, Jochen.

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Re: "Stets findet Überraschung statt

Waldschrat, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen,
die Lebensweise dieser Tierchen kenne ich zwar nicht, wohl aber eine Garausmethode ähnlicher. Vor Jahren knabberten Holzwürmer in meinem Uhrenkasten. Da half ein offenes Gefäß mit einer verdunstenden Flüssigkeit darin und eine Plasiktüte übers Ganze. Nach einem Monat war Ruhe. Gas sollte eigentlich auch gehen. Auf die Art werden ganze Gebäude, sogar Kirchen, saniert. Probier´s doch erst mal mit Mottenkugel in Plastiktüten mit dem Exsikkat.
Gruß - Waldschrat

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Re: "Stets findet Überraschung statt

Steininger, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Da,wo man`s nicht erwartet hat"
So heißt es bei Wilhelm Busch zum Thema Motten. Und leider haben die sich bei
mir in der Exsikkatensammlung eingenistet. Das heißt, bislang sind es nur
Einzelfälle.
Wer kennt sich mit der Lebensweise dieser Tierchen aus und damit auch mit den
Bekämpfungsstrategien?
1. Wenn die Motten als Eier mit dem getrockneten Exsikkat in die Plastetüte
kamen, dann würde das Einiges erklären und ich favorisiere diese Variante.
Brauchen die solange (also ein halbes Jahr), um sich zu entfalten? Meine
Idee wäre es, alle Belege mehrere Wochen in eine Kühlzelle zu verfrachten,
wenn ich denn eine finde. Wer hat eine andere Idee?
2. Oder sind die lieben Tierchen in der Lage, sich von außen durch den
Kunststoff zu beißen und dann schnell und zunächst unentdeckt zu wirken?
Dann müsste man vielleicht gezielt dickwandige Tütchen einsetzen oder
helfen abschreckende Mottenkugeln gegen Nicht-Textil-Motten?
Ich bin überzeugt, dass irgenjemand von Euch kundig ist.
Alles Gute, Jochen.

Hallo Jochen,
ich gehe mal davon aus, dass es sich um Lebensmittel-Motten handelt.
Die vermehren sich äußerst schnell und fressen sich auch durch Plastiktüten,
wie ich leider schon selbst erfahren habe. Normalerweise soll man alles Befallene
rigoros entsorgen, was bei deiner Sammlung natürlich nicht in Frage kommt. ;-)
Ein anderer Tipp ist, Befallenes kurz in der Mikrowelle zu erhitzen, um die Eier
abzutöten.Ich weiß nicht, ob diese Methode in deinem Fall geeignet ist.
Weitere Tipps findest du [link="http://www.frag-mutti.de/tipp/p/show/category_id/2/article_id/2587/]Lebensmittelmotten-loswerden.html"target="_blank">hier[/link]
Viele Grüße
Wolfgang

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Re: "Stets findet Überraschung statt

Waldschrat, (vor 6784 Tagen) @ Steininger

Ein anderer Tipp ist, Befallenes kurz in der Mikrowelle zu erhitzen, um die
Eier abzutöten.

Hallo Wolfgang,
eine gute Idee! Wenn es funktioniert, sogar eine vorzügliche. Ärgerlich, daß ich nicht darauf kam :-(. Aber tröstlich: Mein Regulator paßt nicht in meine Mikrowelle.
Gruß - Waldschrat

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ein ewiger Kampf!

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen, hallo Pilzfreunde,

das ist natürlich das Problem allen Irdischen: alles wird entsorgt, auch das, was eigentlich bleiben sollte! Leider erkennen die Insekten den Wert einer solchen Sammlung nicht....
Lebensmittelnmotten aller Art sind oftmals bereits im Sammelgut. Aber auch gut Verschlossenes ist nicht immer sicher: die Motten legen die Eier (selbst können sie ja nicht rein) dorthin, wo's nach Nahrung riecht. Die sehr kleinen Maden finden dann äusserst kleine Eingänge und schon ist es passiert. Nur, heraus können sie dann auch nicht mehr.
Wirklichen Schutz bietet nur das Vergiften. Ich selbst habe die Exsikkata in Plastiktaschen mit Gripverschluss, diese kommen dann in möglichst dichte Kisten. Mit Silikagel (Blaugel, wird feucht rosa, etwa 4x im Jahr neu trocknen bis es wieder blau ist), dazu kommt ein Insektenschutz, z.B. Mottenkugeln.
Im Winter, wenn die Fenster meist zu sind, sind Lockkartons mit Duftstoff (das ist auch Biologisch gut) sehr nützlich, die Motten bleiben dann kleben, so hat man auch mehr Ruhe bei den Lebensmitteln! Aber ganz weg bringt man die Viecher nie, Körner und Müeslis sind und bleiben ein beliebter Anziehungspunkt!
Grüsse, Markus

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Re: "Stets findet Überraschung statt

Andreas ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen,

in öffentlichen Herbarien werden die getrockneten Pilze (auch die Pflanzen) vor dem Einordnen in die Sammlung mehrere Tage tiefgefroren. Mitsamt den Tütchen, das macht denen nix aus. Wenn Du eine Gefriertruhe mit -18 Grad hast sollte das reichen, -21 wird empfohlen. Das soll die einzige sichere Methode sein. Gift würde ich Dir nicht empfehlen, es schadet auch den Belegen selbst. Wenn ich mir alte Exsikkate von Gröger im Herbar Hausknecht anschaue, dann kann man da teilweise schlicht nix mehr mit anfangen.

Ich hatte irgendein Insekt mal im Stuttgarter Herbar gefunden, dass fraß sich aus einer Tüte raus durch zwei Druckverschlussbeutel und in die nächste rein, wieder durch zwei Druckverschlussbeutel ...

beste Grüße,
Andreas

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Frage zum Tiefgefrieren

interhias ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Andreas

Hallo zusammen,

die Methode mit dem Tiefgefrieren leuchtet mir von der Wirkung her schon ein, aber gibt es da keine Probleme mit Feuchtigkeitsentwicklung, wenn man die Exsikkate mitsamt den Druckverschlussbeuteln durchfriert und dann wieder in die Wärme stellt?

Wer hat's schon mal ausprobiert?

Grüße
Hias

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Re: Frage zum Tiefgefrieren

Gelbfieber, (vor 6784 Tagen) @ interhias

Hallo und guten Abend Hias,

ich werde diese Methode testen und berichten.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

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Re: Frage zum Tiefgefrieren

Andreas ⌂, (vor 6784 Tagen) @ interhias

Hallo zusammen,
die Methode mit dem Tiefgefrieren leuchtet mir von der Wirkung her schon ein,
aber gibt es da keine Probleme mit Feuchtigkeitsentwicklung, wenn man die
Exsikkate mitsamt den Druckverschlussbeuteln durchfriert und dann wieder
in die Wärme stellt?
Wer hat's schon mal ausprobiert?
Grüße
Hias

Hallo Hias,

offensichtlich nicht, jedenfalls wird in allen mir bekannten öffentlichen Herbarien diese Methode angewandt, nicht nur bei Pilzen. Auch präparierte Tieren werden in einen Gefrierbeutel gepackt und in die Truhe verfrachtet.
Ist manchmal schon ein kurzer Schreck, wenn Du im Museum Deine Pilze aus der Truhe holen willst und dich ne Krähe anglotzt ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Frage zum Tiefgefrieren

Jochen Girwert, (vor 6784 Tagen) @ interhias

Hallo zusammen,
die Methode mit dem Tiefgefrieren leuchtet mir von der Wirkung her schon ein,
aber gibt es da keine Probleme mit Feuchtigkeitsentwicklung, wenn man die
Exsikkate mitsamt den Druckverschlussbeuteln durchfriert und dann wieder
in die Wärme stellt?
Wer hat's schon mal ausprobiert?
Grüße
Hias

Hallo Hias,

Voraussetzung ist meines Erachtens, dass die Belege schon trocken sind und in einem Gefäß, notfalls Tüten in einem Müllbeutel, stecken. Dann dürfte die Kondensationsfeuchtigkeit beim Rausnehmen nix schaden.

Alles Gute, Jochen.

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Re: Frage zum Tiefgefrieren

Helmut, (vor 6782 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

hatte vor 10 oder 15 Jahren schon mal Probleme mit Insekten in meiner Sammlung. Damals habe ich die Exsikkate nachgetrocknet und zwei mal eingefroren (ca. -18°C). War ein großer Arbeitsaufwand, aber seitdem war Ruhe.

Gruß

Helmut

Hallo zusammen,
die Methode mit dem Tiefgefrieren leuchtet mir von der Wirkung her schon ein,
aber gibt es da keine Probleme mit Feuchtigkeitsentwicklung, wenn man die
Exsikkate mitsamt den Druckverschlussbeuteln durchfriert und dann wieder
in die Wärme stellt?
Wer hat's schon mal ausprobiert?
Grüße
Hias

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Tipp *PIC*

Gelbfieber, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo und guten Tag Jochen,

über die Lebensweise und Bekämpfung deiner Falter kann ich dir leider nichts sagen aber vielleicht kann ich dir ihren Namen nennen.
In einem Glas mit getrockneten Pilzen und in einem Exsikkatbeutel habe ich im Frühjahr 2005 Motten bzw. Raupen gefunden. Die nachfolgenden Bilder „meiner“ Falter zeigen Nemapogon granella (Linnaeus, 1758). Im frischen Zustand weisen sie 5 bis 8 mm Sitzhaltung auf. Die Art ist synanthrop verbreitet, im Freiland, wo die Art mit Konsolenpilzen vergesellschaftet ist, sind die Nachweise in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Die Schwesterart N. cloacella (Haworth, 1828) ist dagegen weit verbreitet und taucht regelmäßig auf. Über Genitalpräparation kommst du sehr schnell auf die entsprechende Art oder fragst mal bei ……. ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber

PS.: Hoffentlich sind es bei dir nicht die von Andreas
angesprochenen Druckverschlussbeutelfresser …….. ist ja
bald wie bei den Anglern ;-)

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Re: Tipp

Jochen Girwert, (vor 6784 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,

ja, das sieht sehr vertraut aus. Ich denke aber, dass die Genitalpräparation nicht ganz mein Ding ist.

Danke, Jochen.

Hallo und guten Tag Jochen,
über die Lebensweise und Bekämpfung deiner Falter kann ich dir leider nichts
sagen aber vielleicht kann ich dir ihren Namen nennen.
In einem Glas mit getrockneten Pilzen und in einem Exsikkatbeutel habe ich im
Frühjahr 2005 Motten bzw. Raupen gefunden. Die nachfolgenden Bilder
„meiner“ Falter zeigen Nemapogon granella (Linnaeus, 1758). Im frischen
Zustand weisen sie 5 bis 8 mm Sitzhaltung auf. Die Art ist synanthrop
verbreitet, im Freiland, wo die Art mit Konsolenpilzen vergesellschaftet
ist, sind die Nachweise in den letzten Jahrzehnten deutlich
zurückgegangen. Die Schwesterart N. cloacella (Haworth, 1828) ist dagegen
weit verbreitet und taucht regelmäßig auf. Über Genitalpräparation kommst
du sehr schnell auf die entsprechende Art oder fragst mal bei ……. ;-)
Eine gute Zeit
Gelbfieber
PS.: Hoffentlich sind es bei dir nicht die von Andreas
angesprochenen Druckverschlussbeutelfresser …….. ist ja
bald wie bei den Anglern ;-)

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Genitalpräparation

Gelbfieber, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo und guten Abend Jochen,

….“ Ich denke aber, dass die nicht ganz mein Ding ist. ….“
ach, sag blos …. hihihi

Wenn du nähre Infos über deine Viecher möchtest schick ne Mail ;-)

Tschüßi
Uschi

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Re: "Stets findet Überraschung statt

pilzmel ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen,
meine Sorge galt bisher diversen Käfern, weniger den Schmetterlingen. Allerdings hatte ich noch nie Probleme damit - und ich verwende für meine Exsikkate nur Briefumschläge (mit Fenster), die wahrscheinlich appetitlicher und durchdringbarer als Plastik sind. Mit ein paar Quadratzentimetern Mottenschutzpapier als Beigabe war stets genügend Abwehrkraft vorhanden.
Beste Grüße!
Andreas