Gyromitra? *PIC*

ziggi, (vor 6762 Tagen)

Hallo zusammen,

ich kann mich Alfred nur anschließen. Auch bei mir ist der Druck mit dem Gemörch erstmal raus. Vielleicht nochmal irgendwann eine Steppenmorchel und eine böhmische Verpel, dann dürfte das Sortiment einigermaßen komplett sein. Mit Lorcheln im Sinne von Gyromitra sieht es da schon düsterer aus. Liegt wohl auch daran, dass ich bisher im Frühjahr eher auf Kalk unterwegs war (warum nur?). Gestern hat mir nun ein Kollege auf der Pirsch dieses Teil angeschleppt. Über den Standort kann ich daher wenig sagen, kalkig, Nähe Streuobstwiese, Waldrand, Substrat unbekannt, Geruch angenehm pilzig. Lieg ich mit einer juvenilen Gyromitra gigas, Riesenlorchel, richtig?

LG Markus

P.s.: Ich weiß, die Fotos sind grausam, seht es mir nach, ich hab sie gestern nacht leicht übermüdet geschossen.

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2. *PIC*

ziggi, (vor 6762 Tagen) @ ziggi

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scheinen ja nicht sehr...

ziggi, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

... aussagekräftige fotos zu sein. :-(
hat trotzdem jemand einen tipp? an ein mikroskop komm ich zur zeit nicht.

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Re: scheinen ja nicht sehr...

Georg, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

Hi Markus,
ja, das sind wohl schon Frühjahrslorcheln. Wo standen die denn?
Ich habe vorgestern Dutzende Exemplare in einem Garten unter Kiefern
entdeckt. Ansonsten ist sie im Nordschwarzwald nach meiner Erfahrung generell selten.

Georg

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Re: scheinen ja nicht sehr...

ziggi, (vor 6761 Tagen) @ Georg

hi georg,

die sind in untergrombach am michaelsberg am Rand von ner Streuobstwiese gewachsen. lößboden und eigentlich kein nadelwald in der nähe. passt nicht so richtig für die frühjahrslorchel, oder? außerdem hängt der hut eher lappig runter.
deswegen dachte ich an die riesenlorchel. oder gibt es da sonst noch was um die jahreszeit?

gruß

markus

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Re: scheinen ja nicht sehr...

42, (vor 6761 Tagen) @ Georg

Hallo Georg und Markus,

ja, das sind wohl schon Frühjahrslorcheln. Wo standen die denn?
Ich habe vorgestern Dutzende Exemplare in einem Garten unter Kiefern
entdeckt. Ansonsten ist sie im Nordschwarzwald nach meiner Erfahrung generell
selten.

Ich würde da eine seltsam gewachsene Verpel nicht ausschließen wollen - aber
es ist natürlich schwer, hier nach einem Photo bestimmen zu wollen ...
Nur damit's korrekt/komplett ist: KEINESFALLS ESSEN (meinen Disclaimer (er)spare
ich Euch/mir jetzt)!

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: scheinen ja nicht sehr...

Heinz Ebert ⌂, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

Die Riesenlorchel müsste auf Holz gewachsen sein.
Gruß, Heinz Ebert

hi georg,
die sind in untergrombach am michaelsberg am Rand von ner Streuobstwiese
gewachsen. lößboden und eigentlich kein nadelwald in der nähe. passt nicht
so richtig für die frühjahrslorchel, oder? außerdem hängt der hut eher
lappig runter.
deswegen dachte ich an die riesenlorchel. oder gibt es da sonst noch was um
die jahreszeit?
gruß
markus

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Re: Gyromitra?

Gernot, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,

ich würde hier Verpa conica (Fingerhut-Verpel) in den Ring werfen wollen. Könntest du vielleicht noch Größenangaben nachreichen? Wenn das alles eher klein ist, sollte Gyromitra auch in Kombination des Standortes her eher ausgeschlossen werden können.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: scheinen ja nicht sehr...

Georg, (vor 6761 Tagen) @ 42

Hi Thomas,

Ich würde da eine seltsam gewachsene Verpel nicht ausschließen wollen - aber
es ist natürlich schwer, hier nach einem Photo bestimmen zu wollen ...
Nur damit's korrekt/komplett ist: KEINESFALLS ESSEN (meinen Disclaimer
(er)spare
ich Euch/mir jetzt)!

Stimmt. Vor allem der "ausgestopfte" Stiel und der nun bekannte Standort
sprechen für Deine Annahme. Könnte die Fingerhutverpel sein.

Georg

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Re: scheinen ja nicht sehr...

ziggi, (vor 6761 Tagen) @ Georg

Stimmt. Vor allem der "ausgestopfte" Stiel und der nun bekannte
Standort
sprechen für Deine Annahme. Könnte die Fingerhutverpel sein.

Das war auch mein erster Gedanke... irgendeine Verpel. Aber für die Fingerhutverpel war sie mir zu groß (Hutdurchmesser ca. 5 cm). Auch war der Stiel mehr mit dem Hut verwachsen, als ich das von den Fingerhüten kenne. Und andere Verpeln kenne ich nicht aus eigener Anschauung.

@Heinz Ebert: Wie gesagt, ein Kollege hat sie mir abgeschnitten gebracht, ich weiß nicht, wo genau sie gewachsen ist. Vielleicht sogar auf Holz, er konnte es mir nicht sagen.

@Thomas: Um sicherzugehen, werde ich sie einfach 2 x kräftig abkochen und das Wasser wegschütten. Klingt doch lecker, oder? :-)

Gruß

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Antwort schon weiter oben. Grüße M *oT*

ziggi, (vor 6761 Tagen) @ Gernot

- kein Text -

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Re: scheinen ja nicht sehr...

42, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

@Thomas: Um sicherzugehen, werde ich sie einfach 2 x kräftig abkochen und das
Wasser wegschütten. Klingt doch lecker, oder? :-)

Um Gottes willen: das Wasser wegschütten? Da könnte man doch ein leckeres
Süppchen von machen ... :-)

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

P.S.: Liebe Kinder: nein, man macht aus dem weggeschütteten Wasser natürlich
KEINE Suppe - das könnte der Gesundheit sehr abträglich sein! Gelle!?

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Re: scheinen ja nicht sehr...

Gernot, (vor 6761 Tagen) @ ziggi

Der Hut ist nach den Bildern nur apikal mit dem Stiel verbunden, was ich von Gyromitra nicht kenne und was für eine Verpel spricht. Verpeln gibt's außer der Fingerhut-Verpel nur noch die Böhmische oder Runzel-Verpel (Ptychoverpa bohemica), die du aber ausschließen kannst. Auch die Hutgröße ist bei so verwachsenen Exemplaren für die Fingerhut-Verpel nicht gerade untypisch.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: scheinen ja nicht sehr...

ziggi, (vor 6761 Tagen) @ Gernot

Auch die Hutgröße
ist bei so verwachsenen Exemplaren für die Fingerhut-Verpel nicht gerade
untypisch.

ok, wenn das so ist. der bon z.b. gibt nur eine hutgröße von 1-2 cm an.
allerdings bin ich noch nicht restlos überzeugt. vielleicht komm ich ja nächste woche zum mikroskopieren. falls ja, lass ich es euch wissen.
auf jeden fall mal danke an alle.

gruß
markus

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Re: mikroskopische Aufarbeitung *PIC*

ziggi, (vor 6758 Tagen) @ ziggi

Hallo zusammen,

ich hab mich mal ans Mikroskop gesetzt. Und gleich vorweg, allzuoft hab ich sowas noch nicht gemacht. Verzeiht also bitte schlechte Aufnahmen oder Fehlinterpretationen. Zur Präparation: ich hab einfach was von der Huthaut abgekratzt und mit dest Wasser auf den Objektträger gespült.
Von der Sporengröße her würde die Fingerhutverpel durchaus hinkommen. Aber auch verschiedene Lorcheln. Aber was sind das für Tröpfchen außen an den Sporen. Sind das die Öltröpfchen einer Gyromitra oder nur ein Artefakt der Probenpräparation (Luftblasen o.ä.)? Auf jeden Fall bin ich so schlau wie vorher. Wenn es denn eine Fingerhutverpel war, dann hatte sie äußerlich nix mit den anderen gemein, von denen es dieses Jahr ja wahrlich genug hat.

Für Anregungen dankbar und Grüße sendend,

Markus

P.s.: Am Samstag ist mir ne Speisemorchel mit knapp 30 cm Höhe (inkl. Stiel) über den Weg gelaufen. Roch allerdings leicht nach Nordsee... Hier im Süden geht es wohl, zumindest auf Südhängen, schon dem Ende entgegen.

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Re: mikroskopische Aufarbeitung

Gernot, (vor 6758 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,

die glatten Sporen ohne Tröpfchen in der Innenseite sprechen sehr für Verpa conica. M.E besteht kein Zweifel mehr an der Bestimmung.

Dass in deinem Präparat kleine Tropfen um den Sporen sind, hat mit dem Pilz zu tun (Verpa conica, Morchella und Disciotis venosa haben das bisweilen, Gyromitra m.W. nicht).

Schöne Grüße
Gernot

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Re: mikroskopische Aufarbeitung

ziggi, (vor 6757 Tagen) @ Gernot

Hi Gernot,

wieder was gelernt... danke für die Info.
Dann nix wie rein in den Kochtopf mit dem Exsikkat ;-)

Gruß Markus