Ötztal -Pilze *PIC*

Roswitha, (vor 6687 Tagen)

In der letzten Juniwoche waren wir für eine Woche im Ötztal in Tirol, relaxen und ein wenig in der Gegend herumlaufen.
Pilze gab es wenige, in der ganzen Woche habe ich 13 Arten gefunden mit jeweils einem oder wenigen Vertretern. Der Gesellige Glöckchennabeling (Xerumphalina cornui) im Ötzidorf kam natürlich nicht alleine daher. Aber es gab nur eine Fundstelle (und kein Foto davon).

Auf einer Alm auf 2500 m Höhe fand ich in den Kuhfladen einige Exemplare
des Ringdüngerlings (Paneolus semiovatus)

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Ein Erstfund für mich und hoffentlich richtig bestimmt.

Dieser Pilz ist mir immer noch ein Rätsel.

[image]

Da habe ich mich durch einen 12 Volt Weidezaun von einer näheren Betrachtung abhalten lassen. Gefunden auf etwa 1900m Höhe. Auf eimem beweideten Gebiet mit lockerem Kiefernbestand.
Der Pilz war relativ groß, etwa 10 cm hoch mit einem Hutdurchmesser vom 4 bis 5 cm. Er hat einen deutlichen Ring und der Hutrand ist behangen.
Auf dem Foto sieht es so aus als wachse er auf Dung. Das kann aber auch eine Täuschung sein, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. (Verdammtes Alzheimer, vielleicht lag's auch an der Entfernung)

Bei den faserigen dunklen Resten auf dem Hut, weiß ich nicht, ob es sich um Velum-Reste handelt, oder der Hut vielleicht klebrig ist und Dungreste daran haften.

Das sind natürlich nur dürftige Informationen, aber vielleicht erkennt ihn ja jemand. Für einen Düngerling scheint er mir zu groß zu sein und bei den Tintlingen bin ich auch nicht fündig geworden.

Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Ötztal -Pilze

Ingo Wagner, (vor 6687 Tagen) @ Roswitha

Hallo Roswitha!

Den Pilz auf dem zweiten Foto würde ich genauso für den Ringdüngerling (Panaeolus semiovatus) halten.
Die Größe sollte dich nicht abschrecken, bei einem Fund auf Pferdemist von diesem Jahr hatten die Fruchtkörper die Größe von mittelgroßen Scheidenstreiflingen.

VG Ingo W

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Re: Ötztal -Pilze

zuehli ⌂, (vor 6686 Tagen) @ Ingo Wagner

Den Pilz auf dem zweiten Foto würde ich genauso für den Ringdüngerling
(Panaeolus semiovatus) halten.

Hätt ich spontan auch gesagt, sieht mir sehr nach Düngerling aus.

Gruß Harald

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@ Ingo und Harald

Roswitha, (vor 6685 Tagen) @ zuehli

Hätt ich spontan auch gesagt, sieht mir sehr nach Düngerling aus.
Gruß Harald

Ich hab mich wohl wieder zu sklavisch an die Größenangaben in der Literatur gehalten.
Beim Betrachten der Fotos hatte ich schon vermutet, es könnte ebenfalls der Ringdüngerling sein aber dann haben mich die Größenangaben in
PdS wieder davon abgebracht.
Ich werde sie einfach nur noch als Richtwerte und nicht mehr als absolut betrachten.

Danke für eure Hilfe.

Roswitha

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Re: @ Ingo und Harald

Matthias, (vor 6685 Tagen) @ Roswitha

Hallo Roswitha,
Pilze lesen doch keine Bücher, es gibt immer Ausnahmen. Ich habe vor ein paar Jahren nicht schlecht gestaunt über eine 20 cm grosse Totentrompete, die war getrocknet noch so gross wie sonst frische Exemplare,
viele Grüsse
Matthias

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Noch ein Beispiel: Riesen-Orbilia *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6685 Tagen) @ Matthias

Hallo Roswitha,
Pilze lesen doch keine Bücher, es gibt immer Ausnahmen. Ich habe vor ein paar
Jahren nicht schlecht gestaunt über eine 20 cm grosse Totentrompete, die
war getrocknet noch so gross wie sonst frische Exemplare,
viele Grüsse
Matthias

Hallo zusammen!

Am Wochenende haben wir auch nicht schlecht gestaunt, also sich diese "Riesendinger" (vor Ort-Vermutung = Ascocoryne cylichnium = Großsporiger Gallertbecher) unter´m Mikro als Orbilia (Knopfbecherchen) herausstellten:

[image]
Das größte Apothezium maß 4 mm im Durchmesser.

Dazu muss ich sagen, dass Orbilien eigentlich doch schon eher winzig sind, so ca. 1 mm und darunter.

Am gleichen Ast auch "normalgroße" Brüderchen der gleichen Art: Orbilia sarraziniana (Sarrazins Knopfbecherchen)
[image]

VG Ingo W