DRI *PIC*

42, (vor 6680 Tagen)

Hallo alle,

da pilzmäßig zur Zeit nicht viel los ist, stelle ich mal ein erstes Ergebnis
meiner DRI-Versuche ein.

Das erste Bild zeigt die weißen Pilze (Scheinhelminge?) komplett überbelichtet,
dafür ist der Hintergrund ok (ungefähr so würde ein automatisch
belichtetes Bild aussehen, da die Kamera ja nicht weiß, dass es mir auf die
Pilze - und nicht unbedingt auf den Hintergrund - ankommt):
[image]

Beim zweiten Bild habe ich deutlich unterbelichtet. Jetzt sind die Pilze
'richtig', aber der Hintergrund wird natürlich zu dunkel:
[image]

Das dritte Bild ist ein DRI-Ergebnis aus den vorhergehenden zusammengerechneten
zwei Bildern - sowohl Pilze als auch Hintergrung stimmen (einigermaßen):
[image]

Ich bin noch in der Experimentierphase, aber zuversichtlich, mit DRI noch
einiges aus meinen zukünftigen Bildern herausholen zu können.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: DRI

Gelbfieber, (vor 6680 Tagen) @ 42

Hallo und guten Tag Thomas,

das Ergebnis ist nicht schlecht aber nun musst du die Pilzchen nur noch von blau auf weiß „umfärben“ ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber

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Re: DRI

Marco, (vor 6680 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Für's Erste kein allzuschlechtes Ergebnis. Das Problem, was ich jetzt noch sehe, ist eine Kontrastarmut bei der fertigen DRI-Aufnahme. Vielleicht solltest du drei oder mehr Aufnahmen für ein DRI verwenden, oder den Belichtungsunterschied zwischen den Aufnahmen verkleinern. Ich bin aber selbst kein Experte, was DRI betrifft.

Beste Grüße,
Marco

Hallo alle,
da pilzmäßig zur Zeit nicht viel los ist, stelle ich mal ein erstes Ergebnis
meiner DRI-Versuche ein.
Das erste Bild zeigt die weißen Pilze (Scheinhelminge?) komplett
überbelichtet,
dafür ist der Hintergrund ok (ungefähr so würde ein automatisch
belichtetes Bild aussehen, da die Kamera ja nicht weiß, dass es mir auf die
Pilze - und nicht unbedingt auf den Hintergrund - ankommt):
Beim zweiten Bild habe ich deutlich unterbelichtet. Jetzt sind die Pilze
'richtig', aber der Hintergrund wird natürlich zu dunkel:
Das dritte Bild ist ein DRI-Ergebnis aus den vorhergehenden
zusammengerechneten
zwei Bildern - sowohl Pilze als auch Hintergrung stimmen (einigermaßen):
Ich bin noch in der Experimentierphase, aber zuversichtlich, mit DRI noch
einiges aus meinen zukünftigen Bildern herausholen zu können.
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: DRI

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6680 Tagen) @ 42

Hallo zusammen,

Uschi, ich finde das zweite Bild sehr gut, einfach realistischer als wenn es so unnatürlich aufgehellt ist!

Grüsse, Markus

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Re: DRI

zuehli ⌂, (vor 6680 Tagen) @ Markus Wilhelm

ich finde das zweite Bild sehr gut

Ist ja auch alles Geschmackssache, aber ich finde das zweite Bild auch besser als das bearbeitete.

Gruß Harald

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Re: DRI *PIC*

Gelbfieber, (vor 6680 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo und guten Abend Markus,

man muß ein Bild nicht unnatürlich aufhellen um einen Blaustich zu beseitigen. Im angefügten Bild ist die Helligkeit nicht verändert worden lediglich die drei Pilzchen auf der linken Bildhälfte sind nun weiß.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

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Re: DRI

42, (vor 6679 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

man muß ein Bild nicht unnatürlich aufhellen um einen Blaustich zu
beseitigen. Im angefügten Bild ist die Helligkeit nicht verändert worden
lediglich die drei Pilzchen auf der linken Bildhälfte sind nun weiß.

Da hast Du mich scheinbar missverstanden. Ich habe das Bild nicht 'aufgehellt',
um den Blaustich zu beseitigen (der war mir ehrlich gesagt bei meinem DRI-Test
egal), sondern mir ging es ausschließlich um das 'Aufhellen' der dunklen Partieen (in dem Fall dem Hintergrund) des Bildes. In der Praxis treten
diese Probleme bei hohen Kontrastunterschieden (weißer Pilz, dunkler Rest)
und in abgeschatteten Bildbereichen (Steinpilz von schräg oben fotografiert
führt zu dunklem Stiel ohne Zeichnung) auf. Dies (und nur dies) will ich
mittels DRI vermeiden. Evtl. (Farb-)Korrekturen würde ich im Anschluß
durchführen.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: DRI

Gelbfieber, (vor 6679 Tagen) @ 42

Hallo und guten Tag Thomas,

missverstanden habe ich dich nicht sondern lediglich auf Markus geantwortet der etwas von „aufgehellt“ geschrieben hat.

Markus hat am 15.07. um 21.46 Uhr geschrieben:

…..“Hallo zusammen,
Uschi, ich finde das zweite Bild sehr gut, einfach realistischer als wenn es so unnatürlich aufgehellt ist!.....“

Darauf meine Antwort:

Hallo und guten Abend Markus,
man muß ein Bild nicht unnatürlich aufhellen um einen Blaustich zu beseitigen. Im angefügten Bild ist die Helligkeit nicht verändert worden lediglich die drei Pilzchen auf der linken Bildhälfte sind nun weiß.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

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Re: DRI

Der Juergen, (vor 6678 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

mit "künstlich Aufhellen" hat DRI nichts zu tun. Die helleren Hintergründe im zusammengerechneten Bild gehen aus echten "Belichtungen" hervor; DRI "schlägt" das künstliche Aufhellen (per Tonwertkorrektur z.B.) sozusagen um "Längen". Das etwas künstliche Aussehen der meisten DRI-Bearbeitungen liegt daran, dass die gestalterischen Elemente, die ja oft ungewollt sind (dunkler Hintergrund, "freigestelltes", hell beleuchtetes Objekt) durch das Zusammenrechnen von Belichtungsreihen eliminiert werden. Das kann man verhindern, indem man mindesten drei verschiedene Belichtungen hat (oder noch mehr), und den jeweiligen Anteil verstärken kann (z.B. im obigen Vesuch das dunklere Motiv mehr mit einbezieht). Das geht nur mit professioneller Software a la Photomatix, die solch eine Einstellungsmöglichkeit bietet.

Grüßle
Juergen

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Re: DRI *PIC*

Carabus, (vor 6679 Tagen) @ 42

Hallo Leute,

wo wir gerade beim Thema sind. Ich verstehe trotz stundenlangem Studium der einschlägigen Wikipedia-Seiten immer noch nicht, wass denn der Unterschied zwischen DRI und HDR ist. Kann das jemand in einfachen Worten erklären?

Was das Thema HDR/DRI für die Pilzfotographie betrifft, hab ich noch kein abschließendes Urteil. Ich habe ein paar mal experimentiert, aber mir gefallen immer die künstlich aussehenden Farben nicht. Liegt das am Programm (Photomatix)? Als Beispiel schick ich mal ein Bild vom Frühling mit. Wie gesagt, es sieht halt ziemlich unnatürlich aus...

Gruß
Carabus

Die Speisemorchel

[image]

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Re: DRI

Hermann, (vor 6679 Tagen) @ Carabus

wo wir gerade beim Thema sind. Ich verstehe trotz stundenlangem Studium der
einschlägigen Wikipedia-Seiten immer noch nicht, wass denn der Unterschied
zwischen DRI und HDR ist. Kann das jemand in einfachen Worten erklären?

"in einfachen Worten".. hmmm.. nun... ^^

Im Prinzip ist DRI ein Verfahren, das HDR-Ergebnis auch auf einem Monitor oder einen gedruckten Erzeugnis für das menschliche Auge besser erkennbar zu machen. Bissel schwierig das Thema. Computermonitore - egal ob Röhre oder TFT - können nicht mal ansatzweise "die Wirklichkeit" wiedergeben, sie haben einen eingeschränkten Farbraum (http://de.wikipedia.org/wiki/Farbraum). Selbst sauteure TFTs "für Profis" wie die Spectraviews von NEC unterliegen diesen natürlichen Beschränkungen. Bei den Printmedien sieht es genauso aus, wobei die mit Volltonfarben etwas mehr können, auch metallische Farben und UV-aktive Farben (grelle Leuchtfarben) sind möglich - was man nie auf einem Monitor sehen kann.
Aber nicht nur der Farbraum schränkt Monitore ein, auch der "Dynamikumfang". Zwar rechnet man mit HDR ein tolles Bild aus, nur würde das auf dem Monitor kaum erkennbar sein, da die Unterschiede in der Dynmaik vom Monitor wieder "geschluckt" werden. Also paßt man mit DRI das Bild an die typische Darstellungstechnik an, um den DR-Effekt überhaupt zu bemerken.
Reine DRI-Bilder hingegen sind "lediglich" vor allem im Kontrast und Helligkeitsbereich so weit verändert, daß der Betrachter am Bildschirm "mehr" sieht. Einen ähnlichen Effekt bekommt man schon mit Photoshop-Filter, die Mitteltöne, dunkle Töne und helle Töne unabhängig manipulieren. Ein DRI-Bild bleibt aber bei 8-bit "hängen", während ein HDR-Bild auf 24-bit Farbtiefe berechnet wird. Was bei typischen 8-bit TFT-Monitoren halt nicht so klasse rauskommt... ^^ Billige Modelle haben sogar nur 6-bit.
Seeeeeehr vereinfacht könnte man also sagen, daß DRI-Bilder nur aufgeblasen werden, während HDR-Bilder tatsächlich an Farbumfang und Dynamik gewinnen.
Zum reinlesen: http://www.hdrsoft.com/resources/dri.html

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Re: DRI

Carabus, (vor 6679 Tagen) @ Hermann

Hi Herrmann, danke für deine Antwort. Dann möchte ich gleich nachfragen, ob man Tone Mapping nun bei HDR oder DRI Bildern verwendet. Ich mache meine Bilder mit Photomatix und Dynamic Photo HDR. Mache ich nun HDR oder DRI-Bilder? Wie kann man denn überhaupt HDR-Bilder in vollem Umfang sehen? Kann man vielleicht einen Papierausdruck im Fotoladen machen und bekommt ein tollen Ergebnis?
Fragen über Fragen... Echt schwierige Materie.
Aber wirklich danke für die Hilfe.
Gruß
Carabus

"in einfachen Worten".. hmmm.. nun... ^^
Im Prinzip ist DRI ein Verfahren, das HDR-Ergebnis auch auf einem Monitor
oder einen gedruckten Erzeugnis für das menschliche Auge besser erkennbar
zu machen. Bissel schwierig das Thema. Computermonitore - egal ob Röhre
oder TFT - können nicht mal ansatzweise "die Wirklichkeit"
wiedergeben, sie haben einen eingeschränkten Farbraum
(http://de.wikipedia.org/wiki/Farbraum). Selbst sauteure TFTs "für
Profis" wie die Spectraviews von NEC unterliegen diesen natürlichen
Beschränkungen. Bei den Printmedien sieht es genauso aus, wobei die mit
Volltonfarben etwas mehr können, auch metallische Farben und UV-aktive
Farben (grelle Leuchtfarben) sind möglich - was man nie auf einem Monitor
sehen kann.
Aber nicht nur der Farbraum schränkt Monitore ein, auch der
"Dynamikumfang". Zwar rechnet man mit HDR ein tolles Bild aus,
nur würde das auf dem Monitor kaum erkennbar sein, da die Unterschiede in
der Dynmaik vom Monitor wieder "geschluckt" werden. Also paßt
man mit DRI das Bild an die typische Darstellungstechnik an, um den
DR-Effekt überhaupt zu bemerken.
Reine DRI-Bilder hingegen sind "lediglich" vor allem im Kontrast
und Helligkeitsbereich so weit verändert, daß der Betrachter am Bildschirm
"mehr" sieht. Einen ähnlichen Effekt bekommt man schon mit
Photoshop-Filter, die Mitteltöne, dunkle Töne und helle Töne unabhängig
manipulieren. Ein DRI-Bild bleibt aber bei 8-bit "hängen",
während ein HDR-Bild auf 24-bit Farbtiefe berechnet wird. Was bei
typischen 8-bit TFT-Monitoren halt nicht so klasse rauskommt... ^^ Billige
Modelle haben sogar nur 6-bit.
Seeeeeehr vereinfacht könnte man also sagen, daß DRI-Bilder nur aufgeblasen
werden, während HDR-Bilder tatsächlich an Farbumfang und Dynamik gewinnen.
Zum reinlesen: http://www.hdrsoft.com/resources/dri.html

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Re: DRI

Hermann, (vor 6679 Tagen) @ Carabus

Hi Herrmann, danke für deine Antwort. Dann möchte ich gleich nachfragen, ob
man Tone Mapping nun bei HDR oder DRI Bildern verwendet.

Bei beiden Verfahren bzw. das Tone Mapping ist ein Teil des DRI-Prozesses. Als erstes nimmt man die Belichtungsserie und errechnet den Dynamikumfang und Helligkeit/Kontrast. Nur - Bilder mit 10000:1 Dynamikumfang sind zwar nett, aber schlicht nicht darstellbar. Mit dem Tone Mapping versucht man dann, das ganze auf 1:255 oder noch weiter runter umzurechnen, damit auf Monitoren oder im Druck der Umfang überhaupt zu Geltung kommt. Ist im Prinzip nichts anderes als viel Trickserei, um dem Auge das Maximum vorzugaukeln, als technisch möglich ist.
Wie gesagt, HDR-Bilder sind nett, haben aber eher akademisches Interesse, da man sie nirgendwo darstellen könnte. Erst der DRI-Prozess macht daraus "ansehbare" Ergebnisse.

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Re: DRI

Der Juergen, (vor 6677 Tagen) @ Carabus

Hallo Carabus,

wo wir gerade beim Thema sind. Ich verstehe trotz stundenlangem Studium der
einschlägigen Wikipedia-Seiten immer noch nicht, wass denn der Unterschied
zwischen DRI und HDR ist. Kann das jemand in einfachen Worten erklären?

Im Prinzip ist es ein und dasselbe: DRI = HDR. In Wikipedia wird ja derzeit aufgerufen, diese Begriffe redaktionell etwas zu "entwurschteln". An einem Beispiel erklärt:

Wenn wir mit den Augen den Innenraum einer gotischen Kathedrale betrachten, sehen wir im dunkelsten Eck noch etwas, aber auch im hellsten Glasfenster. Das menschliche Auge kann sich den Lichtgegebenheiten anpassen. Eine fotografische Emulsion oder ein lichtempfindlicher Chip, kann diesen "Dynamikumfang" (dunkelstes Ecke, hellste Licht-Fläche) nicht darstellen. Wenn wir auf dem Foto die bunten Glasflächen des Kirchenfensters sehen wollen, müssen wir die Belichtung so wählen, dass der Rest des Raumes im dunkelsten Schwarz verschwindet. Wollen wir den Beichtstuhl im dunkelsten Eck des Raumes auf das Foto bannen, ist die Belichtung so einzustellen, dass das Kirchenfenster ein sonnengleißend heller Fleck wird, auf dem keine Strukturen mehr auszumachen sind (überbelichtet). DRI oder HDR erlaubt jetzt per Zusammenrechnen von verschiedenen Belichtungen, den Dynamikumfang "scheinbar" darzustellen. Dem ist natürlich nicht so, weil weder Bildschirm noch Fotopapier, ein schwärzeres Schwarz oder weißeres Weiß als Dunkelheit und Licht, welches das Auge wahrnimmt, darstellen können.

Fazit?

DRI oder HDR erlauben ein "verlustfreies" Ausgleichen von starken Helligkeitskontrasten. Überbelichtete Stellen werden abgedunkelt, dunkle Stellen "verlustfrei" aufgehellt. Im Prinzip kann man das durch gute Ausleuchtung auch hinbekommen. Die Sache mit dem Tone-Mapping, die Hermann versucht hat zu erklären, ist eine "digitale Spielerei". Der Farb- oder Kontrastraum wird digital erhöht, ist aber (noch) nirgends optisch "darstellbar".

Grüßle
Juergen

p.s.: Warum DRI/HDR bearbeitet Fotos so "flau" wirken, ist einleuchtend. Man kann darauf "alles" gleich gut sehen; es gibt keinen "ästhetischen" Schwerpunkt auf dem Foto. Ich verwende DRI nur dann, wenn mir die Ausleuchtung des Objekts z.B. wegen direkter Sonneneinstrahlung, nicht so gut gelingt. Normalerweise helle ich mit Reflektorfolie auf, oder blitze indirekt.

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Re: DRI

interhias ⌂, (vor 6679 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Markus hat Recht, finde ich, das zweite Bild wirkt natürlicher. Aber prinzipiell ist DRI natürlich ein logischer und interessanter Ansatz - nur scheint mir der Aufwand ziemlich groß.

Gegen die von dir erwähnten "Absaufeffekte" wende ich bislang folgende Methoden an:
Sollte z.B. der Stiel oder auch die Lamellen im Schatten liegen, verwende ich einfach einen mit Alufolie umwickelten, kleinen Karton als Reflektor. Das funktioniert nicht in allen Situationen, aber meistens bringt es was.
Das reflektierte Licht ist meist weich und natürlich, man kann die Intensität auch durch den Abstand gut steuern.
Ein Absaufen eines dunklen Hintergrunds, wie es mir z.B. heute bei einer Inocybe fibrosa passiert ist, lässt sich damit natürlich nicht verhindern.

Dann mache ich Folgendes:
Beim Konvertieren der Raw-Dateien verwende ich im Konverter von Photoshop Elements die Funktion "Fülllicht". Damit kann man wie von Geisterhand etwas mehr Belichtung in die schwarzen Passagen bringen, ohne das Motiv (die hellen Bildpassagen) auch nur im Geringsten zu verändern. Wenn man es dezent anwendet, wird der schwarze Hintergrund schön aufgelöst, trotzdem bleibt das Motiv absolut dominant.

Grüße aus München
Hias