11... Russula amoena - Brätlingstäubling bzw. auch Samttäubling genannt
Hier ein paar Literaturzitate zum Vorkommen von Russula amoena:
- Verbreitungsatlas der Großpilze (Krglst. 1992): für ganz Bayern drei Fundpunkte: einer bei Passau, einer bei Bayreuth, einer an der Ex-Zonengrenze
- Bon, Pareys Buch der Pilze, aktuelle Auflage: "Russula amoena... südwesteuropäische Art, in Deutschland im Saarland und in der Pfalz, sonst sehr selten..."
- Krglst., Großpilze BW, Band 2: "Russula amoena... Allgemeine Verbreitung: Meridional-temperat, ozeanisch-subozeanisch... scheint im Norden und Osten Deutschlands ziemlich selten zu sein und lediglich gegen Westen und Südwesten ... zerstreut vorzukommen."
Und dann dieser Berg aus Russula amoena auf deiner Zeitung? Sei mir bitte nicht bös, aber das kann ich nicht ganz glauben.
... @ Kampfermilchlinge sind sehr gute Speisepilze
Bon nennt ihn "genießbar", Gerhardt immerhin "eßbar" bzw. einen "Gewürzpilz", bei Dähncke, die bekanntermaßen in dieser Hinsicht sehr sammlerfreundlich ist, heißt er "Würzpilz". Freigeben würde ich ihn als PSV aufgrund dieser Angaben nur in Kleinstmengen, nicht aber als solch riesigen Haufen wie auf deinem Foto.
vergammelte Pfirsichtäublinge lagen sicher nicht dort...
Zumindest aber welche mit unappetitlichen braunen Stellen, die man auf dem Foto deutlich sehen kann.
Nichts für Ungut
Stephan