Bestimmungshilfe *PIC*

gartentante, (vor 6664 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

Seit einiger Zeit wachsen in meinem Garten Pilze. Bisher konnte ich mithilfe von Pilzbüchern nicht rausfinden, um welche Art es sich da genau handelt. Mein Wissen auf dem Gebiet iat auch mehr als dürftig - bin ein absoluter Laie.
Da der Pilz sich aber vor allem in den letzten Wochen extrem vermehrt hat und mittlerweile meinen halbe Garten überwuchert, interessiert mich natürlich, was genau denn da wächst und ob es möglicherweise sogar ess- bzw. genießbar sein könnte. Bilder füge ich bei.
Die Pilze wachsen an den Stellen, an denen früher zwei Roßkastanienbäume standen, die leider gefällt werden mussten, weil sie kaputt waren. Die Pilze wachsen sowohl an schattigen Plätzen, als auch in der prallen Sonne.
Lässt man die Pilze ungestört wachsen, erreichen sie (bisher) einen Durchmesser von 30- 50 cm. Ich habe einen versucht auszugraben, wobei er völlig auseinenandergebrochen ist. Der Pilz reichte tief in den Boden und war dort steinhart und nur unter größter Mühe und Anstrengung auzugraben, Wurzeln im herkömmlichen Sinn hatte er nicht.
Nach Durchforsten unzähliger Bücher vermute ich, dass es sich um eine Porlingsart handelt - da ich aber wie gesagt Laie bin, traue ich meinem Urteil nicht und bin für jede Hilfe dankbar!

Gruß Gartentante

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Re: Bestimmungshilfe

Karl-Heinz ⌂, (vor 6664 Tagen) @ gartentante

Hallo,

ja, ja, der macht seinem Namen alle Ehre.
Das dürfte der Riesenporling (Meripilus giganteus) sein.

Gruß
Karl-Heinz

Hallo Pilzfreunde,
Seit einiger Zeit wachsen in meinem Garten Pilze. Bisher konnte ich mithilfe
von Pilzbüchern nicht rausfinden, um welche Art es sich da genau handelt.
Mein Wissen auf dem Gebiet iat auch mehr als dürftig - bin ein absoluter
Laie.
Da der Pilz sich aber vor allem in den letzten Wochen extrem vermehrt hat und
mittlerweile meinen halbe Garten überwuchert, interessiert mich
natürlich, was genau denn da wächst und ob es möglicherweise sogar ess-
bzw. genießbar sein könnte. Bilder füge ich bei.
Die Pilze wachsen an den Stellen, an denen früher zwei Roßkastanienbäume
standen, die leider gefällt werden mussten, weil sie kaputt waren. Die
Pilze wachsen sowohl an schattigen Plätzen, als auch in der prallen
Sonne.
Lässt man die Pilze ungestört wachsen, erreichen sie (bisher) einen
Durchmesser von 30- 50 cm. Ich habe einen versucht auszugraben, wobei er
völlig auseinenandergebrochen ist. Der Pilz reichte tief in den Boden und
war dort steinhart und nur unter größter Mühe und Anstrengung
auzugraben, Wurzeln im herkömmlichen Sinn hatte er nicht.
Nach Durchforsten unzähliger Bücher vermute ich, dass es sich um eine
Porlingsart handelt - da ich aber wie gesagt Laie bin, traue ich meinem
Urteil nicht und bin für jede Hilfe dankbar!
Gruß Gartentante

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Re: Bestimmungshilfe

gartentante, (vor 6664 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo,
ja, ja, der macht seinem Namen alle Ehre.
Das d�rfte der Riesenporling (Meripilus giganteus) sein.
Gru�
Karl-Heinz

Danke, Karl- Heinz! Dann weiß ich jetzt ja endlich, womit ich es da zu tun hab.

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Re: Bestimmungshilfe

Andreas ⌂, (vor 6664 Tagen) @ gartentante

Danke, Karl- Heinz! Dann weiß ich jetzt ja endlich, womit ich es da zu tun
hab.

Hallo,

bist Du ganz sicher, dass an der Stelle nur die Rosskastanien standen und nicht vielleicht doch eine Buche auch noch?

beste Grüße,
Andreas

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Re: Bestimmungshilfe

Till, (vor 6664 Tagen) @ Andreas

Der Riesenporling kann (laut Literatur) durchaus an Rosskastanie vorkommen. Ich glaube, dass er vor allem jene Bäume befällt, die entweder mechanisch vorgeschädigt sind (Blitzschlag, Auto-Crash) oder ihre natürliche Altersgrenze erreicht haben - und letztere findet man bei uns ja relativ selten. Bei uns findet man ihn außer an Buchen gelegentlich auch an Eiche.

Gruß, Till

Hallo,
bist Du ganz sicher, dass an der Stelle nur die Rosskastanien standen und
nicht vielleicht doch eine Buche auch noch?
beste Grüße,
Andreas

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Re: Bestimmungshilfe

gartentante, (vor 6664 Tagen) @ Till

Die Rosskastanien standen dort seit über 100 Jahren. Ob das schon ihre natürliche Altersgrenze war - keine Ahnung. Die Bäume faulten jedenfalls von ihnen her und die Wurzeln waren ziemlich hinüber - deswegen mussten die Bäume auch gefällt werden, da sie aufgrund ihrer Größe eine echte Gefahr darstellten. Ob da vor über 100 Jahren mal Buchen gestanden haben, weiß ich nicht, aber das kann für die Pilze heute ja auch eigentlich keine Erklärung mehr sein ;) Da sie aber genau an den Standorten der Kastanienbäume wachsen, hatte ich schon vermutet, dass es da einen Zusammenhang gibt. Und da die Bäume sehr alt und groß waren, sind sicher noch reichlich alte Wurzeln im Boden...
Wie groß kann so ein Riesenporling denn maximal werden? Und ist er möglicherweise giftig (habe bisweilen Kinder im Garten rumhüpfen und möchte da kein Risiko eingehen)?

Der Riesenporling kann (laut Literatur) durchaus an Rosskastanie vorkommen.
Ich glaube, dass er vor allem jene Bäume befällt, die entweder mechanisch
vorgeschädigt sind (Blitzschlag, Auto-Crash) oder ihre natürliche
Altersgrenze erreicht haben - und letztere findet man bei uns ja relativ
selten. Bei uns findet man ihn außer an Buchen gelegentlich auch an Eiche.
Gruß, Till

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Re: Bestimmungshilfe

Till, (vor 6664 Tagen) @ gartentante

Der Riesenporling macht seinem Namen alle Ehre - die Hüte können bis über einen Meter breit werden, und da sie oft rosettenförmig zu mehreren wachsen, ergibt das bisweilen Gebilde, die kaum noch in eine Badewanne passen. Wir hatten hier in einem Park mal ein Vorkommen mit 35 dieser Rosetten und Hunderten von Einzelfruchtkörpern um zwei alte Buchenstümpfe herum.

Giftig ist der Riesenporling nicht, aber zäh. Im "Handbuch für Pilzfreunde" Bd. 2 wird er daher als "nur ganz jung essbar" bezeichnet. Für Kinder besteht jedenfalls keine Gefahr. (Jetzt habe ich wahrscheinlich gegen das Forums-Dogma "keine Speisepilzberatung im Internet" verstoßen, aber wie soll man die Frage sonst beantworten?)

Ich würde ihn einfach als ungewöhnliche Gartenpflanze mit ihrer eigenen Ästhetik ansehen. Sobald sich das Substrat erschöpft hat, verschwindet der Riesenporling ohnehin. Interessant ist, dass sich auf den verfaulenden Fruchtkörpern manchmal andere Pilze ansiedeln.

Gruß, Till

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Re: Bestimmungshilfe

gartentante, (vor 6663 Tagen) @ Till

Danke für die Antwort! Dann werde ich meine ungewöhnliche Gartenpflanze mal im Auge behalten und abwarten.

Liebe Grüße von der Gartentante

Der Riesenporling macht seinem Namen alle Ehre - die Hüte können bis über
einen Meter breit werden, und da sie oft rosettenförmig zu mehreren
wachsen, ergibt das bisweilen Gebilde, die kaum noch in eine Badewanne
passen. Wir hatten hier in einem Park mal ein Vorkommen mit 35 dieser
Rosetten und Hunderten von Einzelfruchtkörpern um zwei alte Buchenstümpfe
herum.
Giftig ist der Riesenporling nicht, aber zäh. Im "Handbuch für
Pilzfreunde" Bd. 2 wird er daher als "nur ganz jung essbar"
bezeichnet. Für Kinder besteht jedenfalls keine Gefahr. (Jetzt habe ich
wahrscheinlich gegen das Forums-Dogma "keine Speisepilzberatung im
Internet" verstoßen, aber wie soll man die Frage sonst beantworten?)
Ich würde ihn einfach als ungewöhnliche Gartenpflanze mit ihrer eigenen
Ästhetik ansehen. Sobald sich das Substrat erschöpft hat, verschwindet der
Riesenporling ohnehin. Interessant ist, dass sich auf den verfaulenden
Fruchtkörpern manchmal andere Pilze ansiedeln.
Gruß, Till