Neue Folge: Täubling der Woche #25
heute:
Russula velutipes Velenovský 1920 syn.
Russula aurora Krombholz 1845
Russula rosea Quélet 1886 (non R. rosea Persoon 1796) (nom. illeg.)
Morgenrot-Täubling oder Netzflockiger Rosa-Täubling
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes1.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes8.jpg)
Hallo liebe hitzegeschädigten Pilzkollegen, heute möchte ich euch einen Vertreter aus der Untersektion
"Roseinae" vorstellen. Ich halte mich hier an SARNARI und verwende den zwischenzeitlich nicht aktuellen
Namen R.velutipes.
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes2.jpg)
Ein fleischrosa mittelgroßer Täubling mit mildem, nicht bitterem Geschmack
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes7.jpg)
Achtet man im freien Felde auf die netz-flockig bepuderte Stielspitze, ist der Rosa-Täubling leicht zu
erkennen & eine Verwechslung mit anderen rothütigen, weißstieligen, milden Täublingen fast
ausgeschlossen.
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes19.jpg)
Selbst wenn dieses Merkmal ausnahmsweise fast nicht ausgeprägt ist, gibt die
eosinrote Verfärbung mit Sulfovanillin (Reagenz aus Schwefelsäure und Vanillinkristallen) den
Nachweis für diese Art.
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes13.jpg)
Hut: recht variabel - morgenrot, zart rosa, kupferockerlich, orangerosa, tief blutrot, fleischrosa,
himbeerrot oder fast weiß mit rosa Flecken, fast immer blassen die Farben in der Hutmitte aus
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes5.jpg)
Mitte etwas niedergedrückt, Rand manchmal weißflockig überstreut.
Oberhaut meist bis zur Hälfte abziehbar.
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes10.jpg)
Lamellen: anfangs rein weiß, später mit gelblichem Reflex
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes14.jpg)
Stiel: weiß wie bepudert, "mit auffallenden weißen Querflocken, die mit den Längsadern zusammen eine
Art Netz bilden" (EINHELLINGER)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes18.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes4.jpg)
Fleisch: weiß, mild, ohne Geruch, mit SV innen uns außen intensiv eosinrot reagierend
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes20.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes15.jpg)
Vorkommen: Juni bis September in Rotbuchenmischwäldern sowohl auf sauren wie auf
basischen Böden. Finde ihn sowohl in Erfurt auf Kalk als auch in Ilmenau auf Bundsandstein
jeweils unter Buche
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes16.jpg)
Wert: essbar
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes3.jpg)
Sporen nach MHK: kurz ellipsoid, 6-8 x 5-6,5 ym, feinwarzig und zart gratig
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes17.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes6.jpg)
Sporenstaub: weißlich (Ib)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/2008/TDW/velutipes9.jpg)
Bis zum nächsten mal
Euer Felix