Rötliches, und bald die letzten Pilze? *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6657 Tagen)

Hallo zusammen,

hier etwas von dem letzten Waldgang. Langsam verschwindet alles bei dieser Trockenheit, trotz angekündigten massiven Niederschlägen und Gewittern praktisch nichts, dafür ständig Wind.

Highlight war dieser Holzpilz, der ein Stereum vortäuscht, aber weit davon entfernt ist: Laxitextum bicolor (Zweifarbiger Krustenschichtpilz)

[image]

hier ein Porling aus der Stadt, an einer Allee mit Roteiche (Q. rubra), der Harzige Lackporling (Ganoderma resinaceum). Der wächst hier recht häufig.

[image]

Wie viele Porlinge scheidet er Tropfen aus, diese hier sind aber aus harziger, fester Substanz!

[image]

Und zum Schluss einer der wenigen Röhrlinge, dieser aber ganz typisch in einer noch feuchten Wagenspur: Blutroter Filzröhrling, (Xerocomus rubellus)

[image]

Nun bleibt doch die Hoffnung, dass es endlich wieder einmal etwas regnet, es wäre doch schön, nach über 15 Jahren wieder mal ein normales Pilzjahr zu haben!
Obwohl: wenn es nicht so viele Arten hat, findet man in der Regel die selteren Sachen, da man sich mehr Zeit nehmen kann!

Viele Grüsse, Markus

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Re: Rötliches, und bald die letzten Pilze?

Max, (vor 6657 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus

Sehr schöne Fotos zeigst Du uns.
Den Rubellus möchte ich auch mal finden, aber gemäss Verbreitungsatlas ist er am Jurasüdfuss nicht zu Hause. Ich habe ihn vor Jahren zwar in meiner Nähe mal auf dem Passwang gesehen, aber da hatte ich leider keine Kamera dabei.

Liebe Grüsse
Max

Hallo zusammen,
hier etwas von dem letzten Waldgang. Langsam verschwindet alles bei dieser
Trockenheit, trotz angekündigten massiven Niederschlägen und Gewittern
praktisch nichts, dafür ständig Wind.
Highlight war dieser Holzpilz, der ein Stereum vortäuscht, aber weit davon
entfernt ist: Laxitextum bicolor (Zweifarbiger Krustenschichtpilz)

hier ein Porling aus der Stadt, an einer Allee mit Roteiche (Q. rubra), der
Harzige Lackporling (Ganoderma resinaceum). Der wächst hier recht häufig.

Wie viele Porlinge scheidet er Tropfen aus, diese hier sind aber aus
harziger, fester Substanz!

Und zum Schluss einer der wenigen Röhrlinge, dieser aber ganz typisch in
einer noch feuchten Wagenspur: Blutroter Filzröhrling, (Xerocomus
rubellus)

Nun bleibt doch die Hoffnung, dass es endlich wieder einmal etwas regnet, es
wäre doch schön, nach über 15 Jahren wieder mal ein normales Pilzjahr zu
haben!
Obwohl: wenn es nicht so viele Arten hat, findet man in der Regel die
selteren Sachen, da man sich mehr Zeit nehmen kann!
Viele Grüsse, Markus

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Ganoderma resinaceum / pfeifferi

phragmobasidie, (vor 6656 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

hier ein Porling aus der Stadt, an einer Allee mit Roteiche (Q. rubra), der
Harzige Lackporling (Ganoderma resinaceum). Der wächst hier recht häufig.

da ich letztes Jahr meine liebe Müh und Not mit resinaceum und pfeifferi hatte, möchte ich gern ein paar Fragen loswerden.

Sind die FK ein- oder mehrjährig ?
Sind alte FK auffällig leicht ?
Ist die Kruste später rissig ?
Anhand welcher Merkmale sind sie denn bestimmt worden ?

Hier meine Ausführungen über einen Fund von Thomas (Lonco):
Beitrag 134369

Und ich zitier mich nochmal selber:
Es wirkt z.T. so, als handele es sich um zwei "völlig verschiedene Arten", die eines direkten
Vergleiches kaum bedürfen. Warum, bleibt mir schleierhaft bzw. kann ich nur vermuten.

Als ich danach den FK Experten zeigte, bezogen sie sich nur auf die auffällige Leichtigkeit des FK, Fazit: resinaceum

Bezüglich Mehrjährigkeit sind unterschiedliche Ansichten zu lesen gewesen.

Ich würde gerne nochmal was möglicherweise Erhellendes zu dem Thema wissen.

schöne Grüße
Robin

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Re: Ganoderma resinaceum / pfeifferi

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6656 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

wirklich Erhellendes kann ich Dir da auch nicht anbieten. Ich habe noch nie G. pfeifferi angetroffen. So richtige Unterschiede sind auch nicht auszumachen, auch die Sporenmasse scheinen da nicht wirklich eine Hilfe zu sein! (Die Sporen meines Fundes erreichten kaum 8 ym Breite).Das einzige, was wirklich helfen könnte: Der Contex (Fleisch) von G. pfeifferi ist dunkelrot, von G. resinaceum eher ocker- hellbraun, das schreibt immerhin Ryvarden. Dein Bild zeigt doch einen eher gammeligen Fruchtkörper, man sollte vermutlich da einen sehr frischen haben. Das Gewicht scheint mir kein Faktor zu sein: Diese Pilze ziehen enorm Wasser (daher tropfen sie ja manchmal), also können sie recht schwer sein und wenn das Wasser weg ist, eben auch leicht, also da würde ich nichts drauf geben. Wer weiss, ob diese 2 Arten vielleicht nur in unserer Literatur existieren? Aber wichtig wäre schon, mal einen Fruchtkörper im gleichen Zustand zu sehen wie mein Exemplar.
Das ist ja immer das Problem von ohnehin schon seltenen Arten: man ist schon froh, mal eine zu sehen, wann hat man dann schon beide zum Vergleich nebeneinander!
Leider auch nicht viel Handfestes von mir.
Viele Grüsse, Markus

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Re: Ganoderma resinaceum / pfeifferi

Lonco, (vor 6655 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

Dein Bild zeigt doch einen eher gammeligen Fruchtkörper, man
sollte vermutlich da einen sehr frischen haben.

den frischen Fruchtkörper inkl. eines abgeschnittenen Stückes kannst Du im angegebenen Link weiter oben sehen.

Viele Grüsse,
Thomas.

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Re: Ganoderma resinaceum / pfeifferi

phragmobasidie, (vor 6655 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

Dank Dir schon mal.

Wo ich noch nachhaken möchte, hast Du mehrjährige Fruchtkörper beobachten können ?
Und besonders, sind ältere Fruchtkörper auf dieselbe Weise charakteristisch an der Oberfläche aufgesplittert gewesen,
wie es bei unserem Corpus delicti der Fall gewesen ist ?

schöne Grüße
Robin

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Ev. HDS wichtig! (Bilder) *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6655 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo zusammen,

dass bei meinen Funden die Oberfläche so gefaltet-rissig wird, habe ich noch nicht beobachtet. Und resinaceum ist doch sicher einjährig, vielleicht in milden Wintern auch mehrjährig. Im übrigen müssen diese Zonen nicht unbedingt ein Zeichen der Mehrjährigkeit sein, das können auch im selben Jahr verschiedene Wachstumsschübe sein!
Ich würde Dein Fund auch eher als G. pfeifferi betrachten einfach mit einem (?). Wie heikel das ist sah ich gerade jetzt: um einen Sporewurf zu erhalten mache ich das bei Porlingen immer mit einem feuchten Papier auf der Oberseite, um den Pilz zum Sporen anzuregen. Und nun hat der jetzt feuchte Kontext von hellbraun zu dunkelbraun gewechselt, also auch hier wieder ein ? Es ist eben in der Literatur schon oft so, dass bei derart seltenen Sachen oft zum x-ten mal abgeschrieben wurde.

Ich habe noch den Berniccia (Fungi Europei) zur Hand genommen: Er trennt im Schlüssel auch nach der Kontext-Farbe. Aber was interessant sein könnte, sind die Abb. bei den Mikromerkmalen. Die HDS ist nach seinen Zeichnungen ganz anders, hier der Vergleich aus dem Buch:
[image]
und meine Mikrofoto der HDS:
[image]

Das heisst, meine Bild ist identisch mit dem von G. resinaceum.
(Ist übrigens noch mühsam zu machen mit dieser Harzkruste, das kostet Deckgläschen:))
Die Foto von Berniccia zeigt im übrigen keinen derart rissigen Hut.

Vielleicht untersuchst Du mal die HDS und kommst auf eine Lösung?

Viele Grüsse, Markus

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1 Bild weg

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6654 Tagen) @ Markus Wilhelm

vermutlich vom Adminisrator gelöscht, weil Bild aus einem Buch.
wenn jemnand den Vergleich sehen möchte, bitte persönlich mailen!

Grüsse, Markus

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Re: 1 Bild weg

Georg, (vor 6654 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hi Markus,

vermutlich vom Adminisrator gelöscht, weil Bild aus einem Buch.
wenn jemnand den Vergleich sehen möchte, bitte persönlich mailen!

es wurde nichts gelöscht. Es findet sich schlicht kein Bild mit Namen
"vergleich.jpg" auf dem Server.

Georg

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So, jetzt klappts! *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6654 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

vielen Dank, das war demnach eine infame Unterstellung, dabei war es mein Fehler!

[image]
Und im Vergleich mein Foto der HDS von G. resinaceum
[image]

Vielen Dank, Markus

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Re: So, jetzt klappts!

Werner2, (vor 6649 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Marcus, ich kann Deine Anmerkungen zur Hutdeckschicht nur bestätigen.
G. pfeifferi hat schmale ästig-gabelige, unregelmäßig verformte Hutdeckschichtzellen, die auch oft keulig ausgeprägt oder kugelig-kopfig angeschwollen sind. In der Breite erreichen diese Köpfchen kaum mal 8µ. Habe sie mir gerade unter dem Mikroskop von einem Märzfund an Fagus mal angesehen. Sie sehen deutlich anders aus, als deine Abbildung der Hutzellen von G. resinaceum.
Gruß Werner

Hallo Georg,
vielen Dank, das war demnach eine infame Unterstellung, dabei war es mein
Fehler!

Und im Vergleich mein Foto der HDS von G. resinaceum

Vielen Dank, Markus