Hallo Gábor!
Essgewohnheiten sind eine Sache der Erziehung und der sozialen Prägung.
Da bin ich aber froh, mir wenigstens noch ein bißchen eigenes Denken erobert und bewahrt zu haben, bei all den Zwängen und Schubladen, in die man sich allzu leicht und gerne stecken läßt.
Bereits in unseren europäischen Nachbarländern gelten z.B. gebratenes
Geflügelblut, Schweinepfötchen in Aspik oder auch in Streifen geschnittene
Stücke vom Rindermagen als schmackhafte Delikatesse.
Ich glaube, da muss man gar nicht so weit ins Ausland blicken. Solange es schmeckt (und man ggf. nicht genau wissen möchte, was drin ist und wo es herkommt), wird hierzulande doch auch schon vieles gegessen. Es muss sich einfach nur erst jemand finden, der das (finanzielle) Risiko eingeht, es anzubieten - der Trend und die darauffolgende Nachfrage stellen sich dann von alleine ein. Ein paar machen einen Schritt nach vorne (oder nach hinten, wie mans nimmt), die Lemminge laufen hinterher. War schon immer so, wird sich auch nicht ändern, passt aber eigentlich nicht hierher.
So kenne ich natürlich auch Menschen, die ich schon fast als Kannibalen
bezeichnen würde, die niemals Pilze essen würden 
(Zu dem Thema lass ich meine Meinung mal besser im Sack.)
Jetzt schon viel zu viel gesagt, gehe ich lieber die ersten Steinis für dieses Jahr putzen, die sehen hübscher aus als Maisbrand, und geschmacklich sind sie bestimmt mindestens gleichwertig... ;)
Viele Grüße,
Klaas