Rätsel aus dem Bayer-Wald *PIC*

Lothar, (vor 6630 Tagen)

Wer kennt dieses nette Pilzchen? Mir lief es schon öfter über den Weg, diesmal im Bayerischen Wald. Es wuchs dort unter jungen Buchen in einem Mischwald mit Fichten und Weißtannen, an einem alten Wegrand (Boden verdichtet), Untergrund ist sauer (Urgestein).
Beim ersten Fund (ich erinnere mich, es war glaube ich in Laasphe) dachte ich zuerst, eine Psathyrella gefunden zu haben.
Eine erste Hilfe: Es gibt eine nah verwandte Art, die bei Weide vorkommt.

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na - das Schweigen im Walde? *oT*

Lothar, (vor 6630 Tagen) @ Lothar

- kein Text -

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Klein, braun, Lamellen..

Hermann, (vor 6630 Tagen) @ Lothar

.. da lieg ich doch sowieso wieder voll daneben.. ;P

Aber gut, mein Tipp: Mycena abramsii oder etwas aus der Ecke

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Re: Rätsel aus dem Bayer-Wald

Andreas ⌂, (vor 6630 Tagen) @ Lothar

Wer kennt dieses nette Pilzchen? Mir lief es schon öfter über den Weg,
diesmal im Bayerischen Wald. Es wuchs dort unter jungen Buchen in einem
Mischwald mit Fichten und Weißtannen, an einem alten Wegrand (Boden
verdichtet), Untergrund ist sauer (Urgestein).
Beim ersten Fund (ich erinnere mich, es war glaube ich in Laasphe) dachte ich
zuerst, eine Psathyrella gefunden zu haben.
Eine erste Hilfe: Es gibt eine nah verwandte Art, die bei Weide vorkommt.

Hallo Lothar,

als das ist echt ne harte Nuss, finde ich.
Meiner Meinung nach kann es sich ja fast nur um eine Naucoria handeln. Aber welche kommt unter den von Dir genannten Gegebenheiten vor? Eigentlich am ehesten Naucoria bohemica, aber der isses nicht. Bei Naucoria bleibe ich trotzdem und daher tippe ich mal auf Naucoria rubriceps, obgleich ich die weder kenne, noch weiß, ob sie überhaupt für Deutschland schon mal nachgewiesen wurde ...

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel aus dem Bayer-Wald

Lothar, (vor 6630 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
ich bin überrascht. Wieso bist Du denn so sicher, dass es nicht Alnicola bohemica sein soll? Genau die ist es meiner Meinung nach, ich finde sie immer so. Nahe verwandt ist A. salicis. N. rubriceps kenne ich nicht aus eigener Anschauung.
Beste Grüße zurück,
Lothar

Hallo Lothar,
als das ist echt ne harte Nuss, finde ich.
Meiner Meinung nach kann es sich ja fast nur um eine Naucoria handeln. Aber
welche kommt unter den von Dir genannten Gegebenheiten vor? Eigentlich am
ehesten Naucoria bohemica, aber der isses nicht. Bei Naucoria bleibe ich
trotzdem und daher tippe ich mal auf Naucoria rubriceps, obgleich ich die
weder kenne, noch weiß, ob sie überhaupt für Deutschland schon mal
nachgewiesen wurde ...
beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel aus dem Bayer-Wald

Andreas ⌂, (vor 6630 Tagen) @ Lothar

Hallo Andreas,
ich bin überrascht. Wieso bist Du denn so sicher, dass es nicht Alnicola
bohemica sein soll? Genau die ist es meiner Meinung nach, ich finde sie
immer so. Nahe verwandt ist A. salicis. N. rubriceps kenne ich nicht aus
eigener Anschauung.
Beste Grüße zurück,
Lothar

Hallo Lothar,

weil ich die noch nie mit so ockerbräunlichem Stiel und vor allem Stielvelum gesehen habe. Ich kenne sie in der Tat nur mit weißseidigem Stiel, so dass man sie zunächst gut und gerne für eine Telamonie halten könnte. Auch die Hutfarbe hätte ich dunkler erwartet.
A. rubriceps unterscheidet sich mikroskopisch durch eher noch längere Sporen, die aber etwas schmäler sind. Der Q-Wert müsste also deutlich unterschiedlich sein und bei A. rubriceps bei knapp 2 und darüber liegen. Ferner sollen die HDS-Endzellen bei rubriceps blasig bis keulig sein, während sie bei bohemica nicht wirklich anders aussehen als die Zellen danach. Aber natürlich ist auch gut möglich, dass ich die Variationsbreite von A. bohemica nicht genug kenne. Nur draufgekommen wäre ich bei dem Stiel nicht.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel aus dem Bayer-Wald

Lothar, (vor 6630 Tagen) @ Andreas

Hallo Lothar,
weil ich die noch nie mit so ockerbräunlichem Stiel und vor allem Stielvelum
gesehen habe. Ich kenne sie in der Tat nur mit weißseidigem Stiel, so dass
man sie zunächst gut und gerne für eine Telamonie halten könnte. Auch die
Hutfarbe hätte ich dunkler erwartet.
A. rubriceps unterscheidet sich mikroskopisch durch eher noch längere Sporen,
die aber etwas schmäler sind. Der Q-Wert müsste also deutlich
unterschiedlich sein und bei A. rubriceps bei knapp 2 und darüber liegen.
Ferner sollen die HDS-Endzellen bei rubriceps blasig bis keulig sein,
während sie bei bohemica nicht wirklich anders aussehen als die Zellen
danach. Aber natürlich ist auch gut möglich, dass ich die Variationsbreite
von A. bohemica nicht genug kenne. Nur draufgekommen wäre ich bei dem
Stiel nicht.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
der Pilz wurde bei feuchter Witterung aufgesammelt, der Stiel ist durchfeuchtet und erscheint daher braun. Bei trockenem Wetter wirkt der Stiel viel weißer, obwohl auch dann Pigment im Schnitt zu sehen ist.
Trotzdem müsste ich mal wegen A. rubriceps checken. Auch meine älteren Kollektionen. Man macht ja immer auch mal Fehler .... Aber im Moment glaube ich an bohemica und eine plastische Art.
Gruß,
Lothar