Rätsel *PIC*

Andreas ⌂, (vor 6629 Tagen)

Hallo,

wie angekündigt noch ein Rätsel, das eigentlich gar kein so schweres ist. Man muss nur erst mal drauf kommen, um was es sich hier handelt, dann weiß man die Gattung und dann auch die Art. Allerdings ist den Nicht-Hobbymykologen diese Gattung doch eher unbekannt, denn alle Arten sind sehr selten, keine davon als Speisepilz bekannt und kaum mal irgendwo außerhalb von Fachliteratur abgebildet.

Diejenigen, die das Bild schon kennen, können sich ja etwas zurückhalten, ich hatte es hier schon mal gezeigt letztes Jahr.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel

Peter W., (vor 6629 Tagen) @ Andreas

Lieber Andreas,

schöner Fund, möchte ich auch mal finden.

Das der so ausblast, da denkt man es sind zwei Arten von Sq. o. denke ich wenn er schön duftet, könnte aber auch Sq. c. das wäre ja noch besser.

Gruß Peter

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Re: Rätsel

Andreas ⌂, (vor 6629 Tagen) @ Peter W.

Lieber Andreas,
schöner Fund, möchte ich auch mal finden.
Das der so ausblast, da denkt man es sind zwei Arten von Sq. o. denke ich
wenn er schön duftet, könnte aber auch Sq. c. das wäre ja noch besser.
Gruß Peter

Hallo Peter,

aber es SIND natürlich zwei Arten. Links zwei ganze und rechts 2 halbe und 2 andere ganze *ggg*

Er roch übrigens nach nichts bestimmtem.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel

Peter W., (vor 6629 Tagen) @ Andreas

Also doch Sq.con. auf einer Galerina?

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Re: Rätsel

Lothar, (vor 6629 Tagen) @ Andreas

Hallo Peter,
aber es SIND natürlich zwei Arten. Links zwei ganze und rechts 2 halbe und 2
andere ganze *ggg*
Er roch übrigens nach nichts bestimmtem.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
es gibt also nach meinem Fund am Lindenfeld (publiziert in BKPM) jetzt einen zweiten Nachweis für Deutschland. Und so schön! Was ist es denn für eine Galerina als Wirt?
herzlichen Glückwunsch für den Fund!
Lothar
P.S. Stammt der Fund aus Thüringen?

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Re: Rätsel

Andreas ⌂, (vor 6629 Tagen) @ Lothar

Hallo Andreas,
es gibt also nach meinem Fund am Lindenfeld (publiziert in BKPM) jetzt einen
zweiten Nachweis für Deutschland. Und so schön! Was ist es denn für eine
Galerina als Wirt?
herzlichen Glückwunsch für den Fund!
Lothar
P.S. Stammt der Fund aus Thüringen?

Hallo Lothar,

ja, so ist es. Er stammt von einer ausgesprochen saftlingsreichen, sehr weitläufigen Bergwiese (kuhbeweidet) hier im Thüringer Wald. Inzwischen haben wir ich glaube 25 Saftlingsarten darauf entdeckt, auch Porpoloma metapodium wächst dort mit bis zu 100 Exemplaren, diverse Wiesenkorallen udn mehr im Sommer etliches an Rötlingen. Ein fantastisches Eldorado zu entsprechender Zeit
Der Häubling ist Galerina pumila, er wächst dort gegen Herbst dann aspektbildend.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätsel

Thomas Pruß, (vor 6629 Tagen) @ Andreas

O. K. Andreas,
wildes Gewühle in meinen Büchern bringt nichts, mit den Abkürzungen kann ich nichts anfangen. Also, welcher Parasit ist das?
*Haare-rauf* (gut, ich hab noch so viele ;-))
Grüßlis
Thomas

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Re: Rätsel

zuehli ⌂, (vor 6629 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Pilzkompendium hilft weiter, dort Nr. 81.5. Ansonsten gibts kaum Abbildungen in der Literatur. Schöner Fund!

Gruß Harald

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Re: Rätsel

Thomas Pruß, (vor 6629 Tagen) @ zuehli

Pilzkompendium hilft weiter, dort Nr. 81.5. Ansonsten gibts kaum Abbildungen
in der Literatur. Schöner Fund!

Doll, han isch net :(
Grüßlis
Thomas

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Auflösung und Zusatz

Andreas ⌂, (vor 6628 Tagen) @ Andreas

Hallo,

die Pilzgurus haben's natürlich rausgekriegt: Die ominöse gesuchte Gattung ist Squamanita, auf deutsch Schuppenwulstling.

Bei allen Arten dieser Gattung handelt es sich um Parasiten auf anderen Pilzen, die ihren Wirt im Regelfall bis zur Unkenntlichkeit deformieren. Im hioer gezeigten beispiel sieht man links zwei intakte Fruchtkörper eines Häublings (Galerina pumila) und rehcts zwei Fruchtkörper der Squamanita controtipes, die aus den Stielen der Häublinge herauswachsen! Der untere gelbe Stielteil der violetten Pilze ist also der Rest der Häublinge, auf denen der Schuppenwulstling parasitiert!
Es gibt in dieser Gattung mehrere Arten, vermutlich sind gar nicth alle näher miteinander verwandt. Der im letzten Rätsel von mir vorgestellte Tellerling, Rhodocybe stangliana, macht ja exakt dasselbe und war deshalb auch ursprünglich als Squamanita beschrieben worden. Bei ihm weiß man aber inzwischen, dass es sich um eine andere Gattung handelt. Es gibt in Squamanita Arten die auf Körnchenschirmlingen parasitieren, in derselben Art und Weise wie die Sq. contortipes das hier auf dem Häubling tut. Ferner gibt es Arten auf Süßriechendem Fälbling, auf Stockschwämmchen und die berühmte Sq. schreieri soll auf Fransen- und Igelwulstling schmarotzen.
Diese Parasitenbeziehung wurde übrigens erstmals 1994 von dem Kanadier Redhead nachgewiesen, an ebendieser Sq. contortipes, denn er hatte eine reichhaltige Aufsammlung, bei der auch Exemplare dabei waren, die aus intakten Häublingen herauswuchsen (oben aus dem Hut heraus oder seitlich hervorbrechend!).

beste Grüße,
Andreas

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Auflösung und Zusatz

Andreas ⌂, (vor 6628 Tagen) @ Andreas

Hallo,

die Pilzgurus haben's natürlich rausgekriegt: Die ominöse gesuchte Gattung ist Squamanita, auf deutsch Schuppenwulstling.

Bei allen Arten dieser Gattung handelt es sich um Parasiten auf anderen Pilzen, die ihren Wirt im Regelfall bis zur Unkenntlichkeit deformieren. Im hioer gezeigten beispiel sieht man links zwei intakte Fruchtkörper eines Häublings (Galerina pumila) und rehcts zwei Fruchtkörper der Squamanita controtipes, die aus den Stielen der Häublinge herauswachsen! Der untere gelbe Stielteil der violetten Pilze ist also der Rest der Häublinge, auf denen der Schuppenwulstling parasitiert!
Es gibt in dieser Gattung mehrere Arten, vermutlich sind gar nicth alle näher miteinander verwandt. Der im letzten Rätsel von mir vorgestellte Tellerling, Rhodocybe stangliana, macht ja exakt dasselbe und war deshalb auch ursprünglich als Squamanita beschrieben worden. Bei ihm weiß man aber inzwischen, dass es sich um eine andere Gattung handelt. Es gibt in Squamanita Arten die auf Körnchenschirmlingen parasitieren, in derselben Art und Weise wie die Sq. contortipes das hier auf dem Häubling tut. Ferner gibt es Arten auf Süßriechendem Fälbling, auf Stockschwämmchen und die berühmte Sq. schreieri soll auf Fransen- und Igelwulstling schmarotzen.
Diese Parasitenbeziehung wurde übrigens erstmals 1994 von dem Kanadier Redhead nachgewiesen, an ebendieser Sq. contortipes, denn er hatte eine reichhaltige Aufsammlung, bei der auch Exemplare dabei waren, die aus intakten Häublingen herauswuchsen (oben aus dem Hut heraus oder seitlich hervorbrechend!).

beste Grüße,
Andreas