Hallo Inge,
Wie so oft ist der Grund des Unterschiedes zu den Leistlingen (Craterellus)
mikroskopischer Art...
Craterellus mit, Pseudocraterellus ohne Schnallen.
Herzliche Grüsse
Sepp
Hallo Sepp, Inge und Andreas,
das mag nach PETERSEN (1973) die Definition gewesen sein, die wohl auch Jülich aufgenommen hat. Aber da es in der Gattung Cantharellus etliche Arten mit und ohne Schnallen gibt (gab), die zu Craterellus gehören, lässt sich das so nicht sagen.
Nach EYSSARTIER & BUYCK (2000), die auch zahlreiche tropische Arten in ihre molekulare und morphologische Analyse einbezogen haben, wurden diese Gattungen neu geordnet:
Cantharellus beinhaltet die fleischigen Arten mit _vollem_ Stiel um C. cibarius. Ihre Pigmente sind bicyclische Karotinoide (vor allem beta-Karotin). Schnallen vorhanden und fehlend.
Craterellus beinhaltet die dünnfleischigen Arten mit _hohlem (hohl werdendem)_ Stiel um C. tubaeformis und C. cornucopioides. Ihre Pigmente sind aliphatische Karotinoide (Neurosporene, Lycopene oder beides). Schnellen ebenfalls vorhanden oder fehlend. Hierher gehört auch die Gattung Pseudocraterellus.
Diese Trennung ist molekular abgesichert.
Es gilt also nach diesen Autoren:
Cantharellus cibarius, amethysteus, friesii, subpruinosus etc.
Craterellus tubaeformis, ianthinoxanthus, cinereus, undulatus etc.
beste Grüße,
Andreas