Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder) *PIC*

Wolfgang F., (vor 9311 Tagen)

Nach unserer heutigen Exkursion, die besonders im Mainzer Sand viele Funde geliefert hat, mußten leider viele Arten unbestimmt bleiben.

Insbesondere interessiert uns ein Becherling s.l. auf Sand unter Eichen, der durch seine Größe (- ca. 5 cm Durchmesser) und die flockige Außenseite auffällt.

Die Sporen sind feinwarzig, ca 15-18 x 7-9 mu.
Die Paraphysen sind dünn zylindrisch und septiert.
Die Asci sind Jod+ und pleurorhynch.

Wer kann helfen? Mit was bestimmt man Peziza?

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Wolfgang Finckh

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

Karl Keck ⌂, (vor 9311 Tagen) @ Wolfgang F.

Hallo Wolfgang,

der "Cercle Mycologique de Mons" (Belgien) hat einen Peziza-Schlüssel im Internet, den man herunterladen kann:
http://www.multimania.com/gpean/indexfrench.htm
Ansonsten war mir der Schlüssel von Hohmeyer in der "Z.Mykol." Nr. 52(1) von 1986 sehr hilfreich.
Viel Erfolg!
Karl

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

Christine, (vor 9311 Tagen) @ Wolfgang F.

Nach unserer heutigen Exkursion, die besonders im Mainzer Sand viele Funde
geliefert hat, mußten leider viele Arten unbestimmt bleiben.
Insbesondere interessiert uns ein Becherling s.l. auf Sand unter Eichen, der
durch seine Größe (- ca. 5 cm Durchmesser) und die flockige Außenseite
auffällt.
Die Sporen sind feinwarzig, ca 15-18 x 7-9 mu.
Die Paraphysen sind dünn zylindrisch und septiert.
Die Asci sind Jod+ und pleurorhynch.
Wer kann helfen? Mit was bestimmt man Peziza?

Wolfgang Finckh

Hallo Wolfgang,

ich nehme ganz gern die Bestimmungsschlüssel:
von R.W.G.Dennis "British Ascomycetes"-1981, den H. Manns übersetzt hat
und
die Übersetzung von H.-J. Ebert "Bestimmungsschlüssel der operculaten Asco's" nach Maas-Geesteranus (1969)

Beide Schlüssel gabs vor ca. 1-2 Jahren von der DGfM per Diskette.
Leider reicht es nicht immer aus, um etwas zu bestimmen.
Aber vielleicht hilft es Dir trotzdem weiter.

Viel Glück

Christine

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

Lothar, (vor 9310 Tagen) @ Wolfgang F.

Nach unserer heutigen Exkursion, die besonders im Mainzer Sand viele Funde
geliefert hat, mußten leider viele Arten unbestimmt bleiben.
Insbesondere interessiert uns ein Becherling s.l. auf Sand unter Eichen, der
durch seine Größe (- ca. 5 cm Durchmesser) und die flockige Außenseite
auffällt.
Die Sporen sind feinwarzig, ca 15-18 x 7-9 mu.
Die Paraphysen sind dünn zylindrisch und septiert.
Die Asci sind Jod+ und pleurorhynch.
Wer kann helfen? Mit was bestimmt man Peziza?

Wolfgang Finckh

Hallo Wolfgang,
ein brauchbarer Bestimmungsschlüssel findet sich bei Hohmeyer, H. (1986): ein Schlüssel zu den europäischen Arten der Gattung Peziza - Z. Mykol. 52(1): 161-188

Leicht ist es damit aber auch nicht.

Gruß von Lothar

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

bleem, (vor 9309 Tagen) @ Wolfgang F.

Hallo Wolfgang!

Schau mal in Richtung Stachelsporiger Becherling (Peziza echinospora). Asci sind 300x14µm, an der Spitze amyloid. Ascosporen länglich elliptisch, fein stachelig, 14-18x7-9µm.Vorkommen auf Brandstellen und verkohltem Holz (vielleicht war was unter dem Sand?) von Mai -Oktober.

ciao bleem

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

Piwo, (vor 9309 Tagen) @ Wolfgang F.

Nach unserer heutigen Exkursion, die besonders im Mainzer Sand viele Funde
geliefert hat, mußten leider viele Arten unbestimmt bleiben.
Insbesondere interessiert uns ein Becherling s.l. auf Sand unter Eichen, der
durch seine Größe (- ca. 5 cm Durchmesser) und die flockige Außenseite
auffällt.
Die Sporen sind feinwarzig, ca 15-18 x 7-9 mu.
Die Paraphysen sind dünn zylindrisch und septiert.
Die Asci sind Jod+ und pleurorhynch.
Wer kann helfen? Mit was bestimmt man Peziza?

Wolfgang Finckh

Hallo bleem, hallo Wolfgang,

P. echinospora paßt von der Beschreibung in Breitenach/Kränzlin einschl. Abbildung kaum, vor allem auch nicht vom Standort her. Es war definitiv keine Brandstelle sondern dicht unter einer größeren Eiche. Aber Wolfgang vielleicht habe ich eine heiße Spur in Ryman/Holmasen gefunden. Dort wird P. badioconfusa wie folgt beschrieben: Außenseite und Fleisch mit Lilaton, Hymenium braun bis olivbraun, Fruchtkörper 20-80 mm breit, oft kurz gestielt. Frühjahr bis Sommer. Seltene Art mit westeuropäischem Verbreitungsschwerpunkt. - Uns fiel ja das irgendwie bläulich getönte Fleisch auf. An einen Lilaton der Außenseite kann ich mich jedoch nicht erinnern.
Viele Grüße und noch einmal danke für die interessante 1.-Mai-Tour bei Dir in Mainz Piwo

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Re: Bestimmungshilfe bei Becherling (Bilder)

Andreas ⌂, (vor 9309 Tagen) @ Piwo

Hallo bleem, hallo Wolfgang,
P. echinospora paßt von der Beschreibung in Breitenach/Kränzlin einschl.
Abbildung kaum, vor allem auch nicht vom Standort her. Es war definitiv
keine Brandstelle sondern dicht unter einer größeren Eiche. Aber Wolfgang
vielleicht habe ich eine heiße Spur in Ryman/Holmasen gefunden. Dort wird
P. badioconfusa wie folgt beschrieben: Außenseite und Fleisch mit Lilaton,
Hymenium braun bis olivbraun, Fruchtkörper 20-80 mm breit, oft kurz
gestielt. Frühjahr bis Sommer. Seltene Art mit westeuropäischem
Verbreitungsschwerpunkt. - Uns fiel ja das irgendwie bläulich getönte
Fleisch auf. An einen Lilaton der Außenseite kann ich mich jedoch nicht
erinnern.
Viele Grüße und noch einmal danke für die interessante 1.-Mai-Tour bei Dir in
Mainz Piwo

Hallo Piwo,

ich kenne badioconfusa nur wenig, kann mich aber nicht an die granulierte Außenseite erinnern. Das perfekte Merkmal für diese Art ist, dass das Fleisch am Becherboden beim Anschnitt violettblau ist. Also wenn ihr den Pilz nochmal sucht einfach rausnehmen, umdrehen und die Anwachsstelle dünn abschneiden, so dass das Fleisch sichtbar wird. Wenn violettblau, dann P. badioconfusa.
Übrigens ist badioconfusa ein späteres Synonym zu Peziza phyllogena, wie der Pilz also heute heißen muss.
Ich kenne ihn von sehr warmen Gegenden, im Linden-Eschen-Hainbuchen-Mischwald auf Lößboden (Freyburg/Unstrut, gute Weingegend) und aus Südfrankreich. Dort ist er ziemlich häufig.
Mainzer Sand passt also klimatisch gut, aber Sandboden weiß ich nicht so recht.

Gruß,
Andreas