Hallo bleem, hallo Wolfgang,
P. echinospora paßt von der Beschreibung in Breitenach/Kränzlin einschl.
Abbildung kaum, vor allem auch nicht vom Standort her. Es war definitiv
keine Brandstelle sondern dicht unter einer größeren Eiche. Aber Wolfgang
vielleicht habe ich eine heiße Spur in Ryman/Holmasen gefunden. Dort wird
P. badioconfusa wie folgt beschrieben: Außenseite und Fleisch mit Lilaton,
Hymenium braun bis olivbraun, Fruchtkörper 20-80 mm breit, oft kurz
gestielt. Frühjahr bis Sommer. Seltene Art mit westeuropäischem
Verbreitungsschwerpunkt. - Uns fiel ja das irgendwie bläulich getönte
Fleisch auf. An einen Lilaton der Außenseite kann ich mich jedoch nicht
erinnern.
Viele Grüße und noch einmal danke für die interessante 1.-Mai-Tour bei Dir in
Mainz Piwo
Hallo Piwo,
ich kenne badioconfusa nur wenig, kann mich aber nicht an die granulierte Außenseite erinnern. Das perfekte Merkmal für diese Art ist, dass das Fleisch am Becherboden beim Anschnitt violettblau ist. Also wenn ihr den Pilz nochmal sucht einfach rausnehmen, umdrehen und die Anwachsstelle dünn abschneiden, so dass das Fleisch sichtbar wird. Wenn violettblau, dann P. badioconfusa.
Übrigens ist badioconfusa ein späteres Synonym zu Peziza phyllogena, wie der Pilz also heute heißen muss.
Ich kenne ihn von sehr warmen Gegenden, im Linden-Eschen-Hainbuchen-Mischwald auf Lößboden (Freyburg/Unstrut, gute Weingegend) und aus Südfrankreich. Dort ist er ziemlich häufig.
Mainzer Sand passt also klimatisch gut, aber Sandboden weiß ich nicht so recht.
Gruß,
Andreas