Nicht nur für Ingo:Brauner Ritterling bei Kiefer! *PIC*

Christoph G, (vor 6600 Tagen)

Hallo,
heute habe ich auf Buntsandstein im Pfälzer Wald unter Liefern diese schönen Ritterlinge gefunden:

[image]

Ich glaube die gehören zu dem von Ingo letztes Jahr ausführlich besprochenen Komplex weiss-brauner Ritterlinge deren Abgrenzung nicht so ganz klar ist.
Geriefter Hutrand, Geruch nach Mehl-Gurke, leicht bitterer Geschmack.
Traut sich jemand dem einen Namen zu geben?

[image]

@Ingo: Kann Dir auch ein Exsikat machen, wenn Du dafür Bedarf hast.

LG Christoph

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Re: Nicht nur für Ingo:Brauner Ritterling bei Kief

Peter W., (vor 6600 Tagen) @ Christoph G

Das dürfte ganz klar der Fastberingte Ritterling (Tricholoma fracticum) sein.

Mehlgeruch, bitterlicher Geschmack und die abgegrenzte weiße Stielspitze sprechen dafür.

Gruß Peter Welt

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Re: Nicht nur für Ingo:Brauner Ritterling bei Kief

Marco, (vor 6600 Tagen) @ Peter W.

Hallo Christoph,

Das ist sicher der Fastberingte Ritterling (Tricholoma fracticum).

Beste Grüße,
Marco

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Glaub ich nicht....

Christoph G, (vor 6600 Tagen) @ Peter W.

Hallo Peter,
Ich kenne T. fracticum von Kalk. Die Exemplare kommen vom sauren Buntsandstein. Ausserdem sollte T. fracticum keinen gerieften Hutrand haben, was meine Exemplare deutlich zeigen.
Meine Exemplare dürften irgendwas um T. striatum/albo-brunneum sein. Aber genau hier geht eben das Problem los: Ingo Kindermann hat sich mal sehr ausführlich diese Komplexes angenommen und Literatur druchforstet. Wenn ich mich erinnere herrscht das einige Konfusion....

LG Christoph

Das dürfte ganz klar der Fastberingte Ritterling (Tricholoma fracticum) sein.
Mehlgeruch, bitterlicher Geschmack und die abgegrenzte weiße Stielspitze
sprechen dafür.
Gruß Peter Welt

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Begleitpilze waren.....

Christoph G, (vor 6600 Tagen) @ Peter W.

...Suillus luteus und bovinus, sowie Russula sardonia. Die passen nun standortsökologisch so gar nicht zu T. fracticum....

LG Christoph

Das dürfte ganz klar der Fastberingte Ritterling (Tricholoma fracticum) sein.
Mehlgeruch, bitterlicher Geschmack und die abgegrenzte weiße Stielspitze
sprechen dafür.
Gruß Peter Welt

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Re: Begleitpilze waren.....

Peter W., (vor 6600 Tagen) @ Christoph G

...Suillus luteus und bovinus, sowie Russula sardonia. Die passen nun
standortsökologisch so gar nicht zu T. fracticum....
LG Christoph

Du hast Recht und ich habe etwas voreilig geschrieben. Es dürfte T. albobrunneum (Weißbrauner Ritterling) sein, weil T. fracticum auf Kalk vorkommt.

Gruß Peter Welt

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Re: Begleitpilze waren.....

Ingo, (vor 6600 Tagen) @ Peter W.

Du hast Recht und ich habe etwas voreilig geschrieben. Es dürfte T.
albobrunneum (Weißbrauner Ritterling) sein, weil T. fracticum auf Kalk
vorkommt.

Wenn er eine so deutlich abgesetzte Stielspitze hatte, wie man es erkennen kann,
würde ich sogar noch weiter gehen, und die Teile T. striatum nennen.
T. albobrunneum bringt nur Unordnung und ist m. E. nicht ganz sinnvoll.

Nach Riva kann der mit saurem Boden, Nadelgehölzen und ist zudem ziemlich selten.

@ Christoph
Das wäre schon ein schöner Fund, mikroskopisch ist da aber kaum was
zu machen, da die Hauptprobleme leider taxonomischer Natur sind.
Vielleicht kannst du festmachen, dass die Hutoberfläche faserig war.
das wäre nahezu der Beweis. Bei regendurchnäßten Exemplaren aber nicht ganz einfach.

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Re: Begleitpilze waren.....

Christoph G, (vor 6599 Tagen) @ Ingo

Danke Ingo,
also was man ansatzweise am zweiten Bild am rechten Exemplar sieht, ist die Hutoberfläche eingewachsen faserig. Noch ne Frage: Kann man abgesehen von der Ökologie hier T.fracticum/batschii auf Grund des gerippten Hutrandes ausschliessen?

Lg Christoph

Wenn er eine so deutlich abgesetzte Stielspitze hatte, wie man es erkennen
kann,
würde ich sogar noch weiter gehen, und die Teile T. striatum nennen.
T. albobrunneum bringt nur Unordnung und ist m. E. nicht ganz sinnvoll.
Nach Riva kann der mit saurem Boden, Nadelgehölzen und ist zudem ziemlich
selten.
@ Christoph
Das wäre schon ein schöner Fund, mikroskopisch ist da aber kaum was
zu machen, da die Hauptprobleme leider taxonomischer Natur sind.
Vielleicht kannst du festmachen, dass die Hutoberfläche faserig war.
das wäre nahezu der Beweis. Bei regendurchnäßten Exemplaren aber nicht ganz
einfach.

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Re: T. fracticum ausschliessen

Ingo, (vor 6599 Tagen) @ Christoph G

Danke Ingo,
Noch ne Frage: Kann man abgesehen von
der Ökologie hier T.fracticum/batschii auf Grund des gerippten Hutrandes
ausschliessen?

Hallo Christoph,

nach Bon und Riva hat T. fracticum dieses Markmal nicht. Bei striatum kann es vorkommen.

Wenn ich mal das Wesentliche zusammen fassen darf:

Deine Ritterlinge haben eine farblich deutlich abgesetzte Stielspitze
Sie wuchsen in der Umgebung von Kiefern und anderen Nadelgewächsen auf
vermutlich saurem Boden
Die Hutfarben waren eher dunkel und die Hutoberfläche faserig und trocken wirkend
am wichtigsten: du kennst T. fracticum, und dein Fund regte dein Erinnerungsvermögen
in diese Richtung nicht weiter an.

Was bleibt dann noch übrig? .....aber bitte nicht Tricholoma albobrunneum

Grüßlis Ingo

@Mitleser: zum Thema gab es hier schon etwas Traffic

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Re: nur für Ingo: Teil 2

Ingo, (vor 6600 Tagen) @ Christoph G

Hallo nochmal,

also...je länger ich mir das Bild so anschaue, desto mehr vermeine ich
eine leicht gefaserte Hutoberfläche zu erkennen.

Damit T. striatum. Pilzfreunde, die albobrunneum meinten, liegen aber auch
nicht so falsch. Das hängt halt von der verwendeten Literatur ab.
Viva la Riva ist da meine Ansicht.

GRIngo