P.semilanceata: Wirtsbindung?
Hallo Pilzfreunde!
(ökologisch ausgerichteter Beitrag)
Fällt mir grade ein, dass ich das auch mal in die Runde werfen wollte:
Meine Funde von Psilocybe semilanceata wuchsen in einer bestimmten Pflanzengesellschaft (die aber wohl nicht soziologisch fixiert ist). Begleitpflanzen waren mit hoher Stetigkeit Filipendula ulmaria, Carex spp. (cf. nigra, cf. acuta) und Ranunculus flammula. Dies gilt für Funde im Schwarzwald gleichermaßen wie für Norddeutschland (Gesamt 20-25 Standorte).
Zu 100% vorhanden war das Gras Agrostis canina. Entweder wachsen die Fruchtkörper aus den Beständen dieses Grases heraus (Regelfall) oder die Pilze fanden sich maximal 2 m von den nächsten Agrostis-Polstern entfernt.
Von Wirtsbindung zu sprechen, wäre hier wohl überhöht, aber A.canina scheint doch besonders günstige edaphische Bedingungen für den Pilz zu bieten. Bei reichlichem Vorkommen des Grases fehlt auch P.semilanceata selten.
Überprüft doch einmal eure Fundstellen auf das Vorkommen von A.canina! Die Art ist anspruchsvoll (Niedermoorgras) und daher nicht überall zu finden.
Gruß!
Boris