Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

pfifferling3, (vor 6585 Tagen)

Hallo,
nachdem ich am Sonntag Hallimasch geerntet habe und dies traditionell mehr oder weniger das nahende Ende Hauptzeit der Speisepilzsaison einläutet, ist es Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Insgesamt empfand ich die Speisepilzausbeute in 2008 relativ schwach, insbesondere was Röhrenpilze betrifft. Pfifferlinge gab es im Sommer massenhaft, aber das ist in meinen Revieren eher normal.

Jetzt kann es durchaus ein subjektives Empfinden sein, dass es ein relativ schwaches Speisepilzjahr war, da ich auch beruflich bedingt sehr wenig Zeit hatte. Aber ich meine eigentlich meine Reviere so gut zu kennen, dass ich einigermaßen einschätzen kann, wann es an der Zeit ist, nach Pilzen zu schauen.

Was mich wundert, ist dass in diesem Jahr vom Wetter her eigentlich alles hätte passen müssen, aber die Pilze haben eben nicht gehorcht.

Jetzt stelle ich mir die Frage, was kann der Fachmann dazu sagen: Was waren in 2008 Gründe für das relativ schwache Pilzjahr? Oder: Ist das nur ein rein subjektives Empfinden?

P.S: Übrigens finde ich seit dem Superjahr 2006 mit Steinpilzen bis in den Dezember überhaupt insbesondere das Vorkommen an Boleten etwas unter den Erwartungen geblieben ist.

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Gábor, (vor 6585 Tagen) @ pfifferling3

Hallo Frank,

Die Witterung empfinde ich im Rückblick alles andere als passend, denn es war hier zeitweise doch sehr trocken.

Für mich war es hier in der Kölner Umgebung - hauptsächlich Bergisches Land und das Oberbergische - ein eher durchschnittliches Jahr, was die Speisepilzausbeute anbelangt.

Es gab zwar im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so viele Steinpilze, jedoch konnten meine Maronenröhrlingsplätze auch heuer mit ordentlich knackigen, madenfreien Pilzen aufwarten. Und es gibt immmer noch ordentlich viele Birkenpilze hier.
Die Ausbeute bei Birkenpilzen ist natürlich sehr standortabhängig. In moorigen Gegenden sind sie häufig sehr labberig und weich. Hier kann man auf das Sammeln getrost verzichten, finde ich persönlich.
Hier jedoch habe ich sehr schöne trockene Plätze, an denen auch Birkenpilze schöne feste Fruchtkörper bilden.

Und neben Röhrlingen gab es diesjahr sogar für mein Empfinden überdurchschnittlich viele Täublinge. Insbesondere Russula violeipes war hier sehr verbreitet und zumindest bei mir stets willkommen.
Und ich fand auch das ganze Jahr über bemerkenswert viele Austernseitlinge.

Auf jeden Fall konnte ich hier heuer eine sehr große Artenvielfalt verzeichnen:
Beitrag 144284
Beitrag 144377

2008 ist für mich das Jahr der Stachelbärte und der sog. 'seltenen Röhrlinge'.
Letztere waren doch sehr zahlreich vertreten:

B. radicans und B. impolitus:
Beitrag 141806

B. appendiculatus:
Beitrag 143416

B. radicans würde ich im Übrigen durch seine Häufigkeit bedingt den RL3-Rang nicht mehr vergeben.

Und ich fand so viele Birkenreizker Lactarius volemus, wie in kaum einem anderen Jahr vorher.

Doch das ist etwas OT, da Du ja nach Speisepilzen fragtest...

LG, Gábor

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

pfifferling3, (vor 6585 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,
danke für die schnelle Antwort.
Da ich mein Profil neu einrichten musste, stellte ich fest, dass mein Heimatrevier noch nicht im Profil stand.

Und hier in der Karlsruher Gegend war es in diesem Jahr - wie ich finde - doch relativ feucht und selten zu heiß

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

ziggi, (vor 6585 Tagen) @ pfifferling3

Hi Pfiffi

Und hier in der Karlsruher Gegend war es in diesem Jahr - wie ich finde -
doch relativ feucht und selten zu heiß

schöne Gegend hast du dir da zum Leben ausgesucht :-)
Die Feuchtigkeit war heuer sehr ungerecht verteilt. Bei uns ging es noch, Bayern ist fast abgesoffen und im Nordosten war es sehr trocken.
Ich fand dieses Jahr soviele Sommersteinis und Netzhexen wie noch nie. Auch Bitterröhrling und Pfirsichtäubling waren überdurchschnittlich. Die Morcheln waren auch zahlreich, usw. Also für mich ein ganz gutes Jahr.
Aber damit dass die Boleten recht früh zur Neige gingen, hast du auf jeden Fall recht. Auf der Ausstellung vor ner Wochen hatten wir nicht mal nen Flocki...

Gruß Markus

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

pfifferling3, (vor 6585 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,
da könnten wir ja glatt im nächsten Jahr mal gemeinsam auf die Pirsch gehen. Ich hoffe, dass es bei mir da auch zeitlich wieder ein bissl besser passt.

Vielleicht war ich bei den Steinis ja tatsächlich nicht zur rechten Zeit am rechten Ort. Aber ich habe da ein Plätzchen, dass im Normalfall recht zuverlässig ergiebig ist und dass mir bislang auch "allein gehört hat. In diesem Jahr war die Ausbeute mit 4 Exemplaren doch recht mässig.

Pfiffis in den Brombeerhecken des Hardtwaldes waren allerdings mehr als reichlich

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

lorchel, (vor 6584 Tagen) @ pfifferling3

Hallo KA-er,

meint ihr denn nicht, dass es nach ein paar warmen Tagen und heutigem Regen noch was gehen könnte?

Gruß,
Lena

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

MartinB, (vor 6584 Tagen) @ lorchel

Hallo KA-er,
meint ihr denn nicht, dass es nach ein paar warmen Tagen und heutigem Regen
noch was gehen könnte?
Gruß,
Lena

Aber sicher! Heute hat es in HD etwas geregnet bei 18 Grad. Ich kann kaum das Wochenende erwarten. Nach der Arbeit ist es jetzt leider schon zu dunkel :-(

Gruß, Martin

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

ziggi, (vor 6584 Tagen) @ lorchel

Hi Lena,

falls du auf Steinpilze fixiert bist, seh ich eher schwarz. Aber es gibt grad Unmengen Tompetenpfifferlinge und violette Rötelritterlinge. Die sind auch lecker. Mal ganz abgesehen von den Hallimasch.

Gruß Markus

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

lorchel, (vor 6584 Tagen) @ ziggi

Ja, Halimasch könnte man zur Zeit säckeweise aus dem Wald schleppen. An die violetten Dinger habe ich mich noch nicht herangeraut *__* Glucken gibt's auch hin und wieder...

Ich hatte eher an Herbsttrompeten gedacht, die an "meiner Stelle" letztes Jahr ganz ausgebieben sind. Oder ist es für die Herbsttrompeten eher zu früh?

VG Lena

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

ziggi, (vor 6584 Tagen) @ lorchel

Ich hatte eher an Herbsttrompeten gedacht, die an "meiner Stelle"
letztes Jahr ganz ausgebieben sind. Oder ist es für die Herbsttrompeten
eher zu früh?

nee, zu früh isses nicht dafür. Aber so richtig in die Pötte wollen sie hier dieses Jahr nicht kommen. Sie wachsen eher vereinzelt. Kein Vergleich zu 2006. In welcher Ecke ist denn "deine Stelle"? ;-)

Gruß Markus

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

lorchel, (vor 6583 Tagen) @ ziggi

Ecke Pfinztal habe ich an mehreren Stellen 2006 ganze Teppiche voller Trompeten entdeckt. Das war's dann auch ;( Danach habe ich dort nie wieder was gefunden. Schon sehr eigenwillig diese Pilze....

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

lorchel, (vor 6584 Tagen) @ ziggi

Hallo KA-er,

meint ihr denn nicht, dass es nach ein paar warmen Tagen und heutigem Regen noch was gehen könnte?

Gruß,
Lena

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

MartinB, (vor 6585 Tagen) @ Gábor

Und ich fand so viele Birkenreizker Lactarius volemus , wie in kaum einem
anderen Jahr vorher.

L. torminosus ;-)

Gruß, Martin

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Danke für die Korrektur, Martin!

Gábor, (vor 6585 Tagen) @ MartinB

...offenbar ein freudscher Versprecher, denn über Brätlinge hätte ich mich heuer wirklich gefreut :-)

Doch leider Fehlanzeige...

LG, Gábor

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Ich bin der gleichen Ansicht wie Gabor!noch etwas

Hans hurter, (vor 6585 Tagen) @ Gábor

schelmisches "die pilze sind wie frauen,unberrechenbar!hihihi" LG Hans

Hallo Frank,
Die Witterung empfinde ich im Rückblick alles andere als passend, denn es war
hier zeitweise doch sehr trocken.
Für mich war es hier in der Kölner Umgebung - hauptsächlich Bergisches Land
und das Oberbergische - ein eher durchschnittliches Jahr, was die
Speisepilzausbeute anbelangt.
Es gab zwar im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so viele Steinpilze, jedoch
konnten meine Maronenröhrlingsplätze auch heuer mit ordentlich knackigen,
madenfreien Pilzen aufwarten. Und es gibt immmer noch ordentlich viele
Birkenpilze hier.
Die Ausbeute bei Birkenpilzen ist natürlich sehr standortabhängig. In
moorigen Gegenden sind sie häufig sehr labberig und weich. Hier kann man
auf das Sammeln getrost verzichten, finde ich persönlich.
Hier jedoch habe ich sehr schöne trockene Plätze, an denen auch Birkenpilze
schöne feste Fruchtkörper bilden.
Und neben Röhrlingen gab es diesjahr sogar für mein Empfinden
überdurchschnittlich viele Täublinge. Insbesondere Russula violeipes war
hier sehr verbreitet und zumindest bei mir stets willkommen.
Und ich fand auch das ganze Jahr über bemerkenswert viele Austernseitlinge.
Auf jeden Fall konnte ich hier heuer eine sehr große Artenvielfalt
verzeichnen:
Beitrag 144284
Beitrag 144377
2008 ist für mich das Jahr der Stachelbärte und der sog. 'seltenen
Röhrlinge'.
Letztere waren doch sehr zahlreich vertreten: B. radicans und B. impolitus:
Beitrag 141806
B. appendiculatus:
Beitrag 143416
B. radicans würde ich im Übrigen durch seine Häufigkeit bedingt den RL3-Rang
nicht mehr vergeben.
Und ich fand so viele Birkenreizker Lactarius volemus , wie in kaum einem
anderen Jahr vorher.
Doch das ist etwas OT, da Du ja nach Speisepilzen fragtest...
LG, Gábor

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

zuehli ⌂, (vor 6585 Tagen) @ pfifferling3

Für mich war das Pilzjahr im Frühjahr/Sommer 2008 eher unterdurchschnittlich. Bei uns in Mittelhessen wars einfach zu trocken.
Aber mittlerweile wächst ja ordentlich was.
Auf der anderen Seite hat das den Vorteil, daß man sich auf die seltenen Sachen konzentrieren kann...

Gruß Harald

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Erfolgreiches Pilzjahr 2008

Stinkmorcheling ⌂, (vor 6584 Tagen) @ pfifferling3

Hallo zusammen,

also für mich war es ein ziemlich erfolgreiches Pilzjahr 2008. Mag daran liegen, dass ich in meinem Urlaub im August das Glück hatte, sehr viele Pilze zu finden und zuvor schon sehr erfolgreich war. Insbesondere:

- viele Hexen den ganzen Sommer lang
- so viele Rotkappen und Gelbporige Raufüße wie noch nie
- einige erfolgreiche Steinpilzbeutezüge
- super Pfiffi- und Trompetenpfiffi-Ausbeute
- dasselbe auf Seiten der Semmelstoppel
- auch ansonsten einiges an "Erfolgen": Parasol, Herbsttrompeten, Hallimasch, ...
- und dann noch einige Erstfunde für mich: Spitzmorchel, Königsröhrling, ...

Freundliche Grüße

Stinkmorcheling

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Abgrundtief schlecht!!

Thüringer-Holz, (vor 6584 Tagen) @ pfifferling3

Was soll ich sagen:

Unter aller sau!!! Mein schlechtestes
seit dem ich das Hobby exzessiv betreibe.
Das Pilzjahr 2008 fand im Erfurter Raum so gut wie nicht satt.

Auch um Hannover war alles eher Arbeit (davon habe ich momentan echt genug).
Wäre da nicht die eine oder andere Exkursion "außwärts" gewesen, wäre ich wohl krank geworden....Selbst jetzt in der "Hochsaison" nur hier und da mal Einzelfunde.

Onkel Jochen: geteiltes Leid ist halbes Leid!! :o)

Freue mich jetzt auf die "Wiesen-Saison" mit Zungen, Saftlingen, Samtschnecklingingen, Wiesenkorallen und solch ein krams....die braunen Ritterlinge kenne ich ja jetzt alle. *grins*

Liebe Grüße aus Hannover

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Re: Abgrundtief schlecht!!

Evchen, (vor 6584 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hier auch.

Um Frankfurt herum, alles lange Zeit nur trocken.

Jetzt geht es besser, aber so richtig toll wurde und wird es wohl nicht mehr.

Den Artenreichtum jedoch kann ich auch bestätigen. Das war irgendwie bizarr. Wenig Pilze, aber dafür öfter seltene.

So ist es halt. Für ein paar schöne Pilzmahlzeiten hat es dann doch gereicht und als Anfänger hat man ja noch viel zu probieren, was man noch nie zubereitet hat.

Grüße,

evchen

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Solala..........

Frank H., (vor 6584 Tagen) @ Evchen

Bei uns an der oberen Lahn/Rothaargebirge war die Saison ziemlich durchwachsen. Nach ganz verhaltenem Beginn im Sommer, gab es Richtung August/September vor allem Pfifferlinge in rauhen Mengen. Was mir noch in Erinnerung geblieben ist war vor allem die Fichtenreizker-Invasion im Frühherbst und einige Funde von hier eher seltenen Pilzen.

Steinpilzmäßig gesehen war es hier nach dem Superherbst 2006 schon das zweite, eher mäßige Jahr. Gute Qualität aber geringe Quantität und seit Mitte September fast überhaupt nichts mehr . Eventuell hat Kyrill bei uns doch mehr beschädigt als vermutet.

Es soll aber auch Ecken gegeben haben, wo viel zu finden war. Was auch eine grundsätzlich Beobachtung von mir war. Selbst in der diesjährigen Hauptzeit im September gab es auf kleinstem Raum riesige Unterschiede im Pilzaufkommen. Waldstücke die voller Pilze standen wechselten mit Wäldern in denen gähnende Leere herrschte ab. Das habe ich so extrem auch noch nicht erlebt.

Alles in allem würde ich das Pilzjahr 2008 als durchwachsen aber mit durchaus interessanten Facetten.

Gruß an alle
Frank

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Re: Abgrundtief schlecht!!

Ingo, (vor 6583 Tagen) @ Thüringer-Holz

...die braunen Ritterlinge kenne ich ja jetzt alle. *grins*

echt ???!

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Schnegg, (vor 6584 Tagen) @ pfifferling3

Hallo ihr Lieben,

ich kann mich hier im Salzburger Land, Österreich nicht beklagen.
Ich beschränke mich eigentlich nur auf Steinpilze, Pfifferling, Birkenpilze und Parasole. Das hat den Grund, da Steinpilze und Pfiffis in so großen Mengen bei uns wachsen, dass man mit denen genug hat und nix anderes ernten muss.

Für die Ausbeute in Massen brauch ich wohl nur einige Beispiele von "Raubzügen" nennen:
* 14 kg Steinis in 2,5 h
* 14 kg Steinis in 1,5 h
* 11 kg Pfiffis in 2 h in Kärnten
...usw...

Das einzige "Problem" war/ist, dass diese Massen im Juli bis Mitte August gewachsen sind. Seit Mitte Aug. geht fast gar nix mehr! Und jetzt findet man sowieso nur mehr 10 Stk. Pfiffis :(

Deshalb seh ich mir hier im Forum gerne eure Pics an...und werde neidisch, dass bei euch noch so viel wächst. Aber das Klima in Österreich und Deutschland ist halt um diese Zeit einfach anders. Bei uns kann man ja evt. schon Ende Nov. Schi fahren...

Na dann...
lG Tina

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Pascal, (vor 6584 Tagen) @ Schnegg

In der lieben Schweiz wars so:

Morcheln: Top,
Steinpilze: August Top, Herbst flop
Pfifferlinge: Juli August Top, herbst normal
Herbsttrompeten, Top
Trompetenpfifferlinge: Top
Zigeuner: Top
Maronen: eher flop
Parasol: ok

dies nur um die gängigsten zu nennen. Insgesamt also eher ein gutes Jahr. Die Steinpilze fehlen im Herbst aber schon extrem, so markant habe ich dies noch nie erlebt.

cheers

Pascal

Hallo ihr Lieben,
ich kann mich hier im Salzburger Land, Österreich nicht beklagen.
Ich beschränke mich eigentlich nur auf Steinpilze, Pfifferling, Birkenpilze
und Parasole. Das hat den Grund, da Steinpilze und Pfiffis in so großen
Mengen bei uns wachsen, dass man mit denen genug hat und nix anderes
ernten muss.
Für die Ausbeute in Massen brauch ich wohl nur einige Beispiele von
"Raubzügen" nennen: * 14 kg Steinis in 2,5 h
* 14 kg Steinis in 1,5 h
* 11 kg Pfiffis in 2 h in Kärnten
...usw...
Das einzige "Problem" war/ist, dass diese Massen im Juli bis Mitte
August gewachsen sind. Seit Mitte Aug. geht fast gar nix mehr! Und jetzt
findet man sowieso nur mehr 10 Stk. Pfiffis :(
Deshalb seh ich mir hier im Forum gerne eure Pics an...und werde neidisch,
dass bei euch noch so viel wächst. Aber das Klima in Österreich und
Deutschland ist halt um diese Zeit einfach anders. Bei uns kann man ja
evt. schon Ende Nov. Schi fahren...
Na dann...
lG Tina

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Stephan Weißer, (vor 6583 Tagen) @ pfifferling3

Aus meiner Sicht stellt sich das Pilzjahr 2008 folgendermaßen dar:
- das Frühjahr war mit seinen reichlichen Morchelvorkommen nicht schlecht
- die ersten Nicht-Voreiler (Sommertäublinge, Rotporer, Steinpilze...) tauchten in Baden-Württemberg Mitte bis Ende Juni, d. h. zur üblichen Jahreszeit und in durchaus ansprechenden Mengen auf
- Juli und August herrschte im nördlichen BW sehr trockenes Wetter, wer Pilze sehen und nicht bloß suchen wollte, musste am besten in die Alpen (dort herrschte in diesen Monaten eine exorbitante Pilzschwemme vor; ich selber konnte mich während meines Alpenurlaubs davon persönlich überzeugen), zumindest aber in den Südschwarzwald
- Anfang bis Mitte September wurde es dann kalt und regnerisch, die Hauptsaison fing dieses Jahr zur meiner Meinung nach "richtigen" Zeit an (nicht wie die beiden Jahre zuvor außergewöhnlich früh) und führte zu einem wesentlich "besseren" September und Oktober als in den Jahren zuvor; erstaunlicherweise hatte nicht einmal das außergewöhnlich kalte Wetter bremsenden Einfluss
- der Oktober war im nördlichen BW ein richtig guter Monat mit hoher Individuen- und Artenzahl
- zur Zeit lassen die interessanten Arten stark nach, aber auch das scheint mir jahreszeitlich normal zu sein - man darf nicht jedes Jahr Pilze bis Weihnachten erwarten.

Freundliche Grüße
Stephan Weißer

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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Jochen Girwert, (vor 6582 Tagen) @ pfifferling3

Die gute Nachricht: Ein schlechteres Jahr dürfte nie mehr kommen. Man müsste schon die Winterhitze und -trockenheit von 2006 mit der Niederschlagsarmut von 2003 kombinieren. Dann vielleicht ...
Nix Morcheln, nix Hypogäen, Täublinge fast null, unter den Boleten erstaunlicherweise der Wurzelnde Bitterröhrling zahlreich, sonst faktisch null. Ich kann natürlich nur für das Thüringer Becken mit Erfurt spechen. Es gab offenbar große regionale Unterschiede. Minihoffnung 2008: Ein langer Spätherbst mit guten Funden in den Magerrasen; aber bislang sieht es da auch verhalten aus.

Jochen.

Hallo,
nachdem ich am Sonntag Hallimasch geerntet habe und dies traditionell mehr
oder weniger das nahende Ende Hauptzeit der Speisepilzsaison einläutet,
ist es Zeit für ein kleines Zwischenfazit.
Insgesamt empfand ich die Speisepilzausbeute in 2008 relativ schwach,
insbesondere was Röhrenpilze betrifft. Pfifferlinge gab es im Sommer
massenhaft, aber das ist in meinen Revieren eher normal.
Jetzt kann es durchaus ein subjektives Empfinden sein, dass es ein relativ
schwaches Speisepilzjahr war, da ich auch beruflich bedingt sehr wenig
Zeit hatte. Aber ich meine eigentlich meine Reviere so gut zu kennen, dass
ich einigermaßen einschätzen kann, wann es an der Zeit ist, nach Pilzen zu
schauen.
Was mich wundert, ist dass in diesem Jahr vom Wetter her eigentlich alles
hätte passen müssen, aber die Pilze haben eben nicht gehorcht.
Jetzt stelle ich mir die Frage, was kann der Fachmann dazu sagen: Was waren
in 2008 Gründe für das relativ schwache Pilzjahr? Oder: Ist das nur ein
rein subjektives Empfinden?
P.S: Übrigens finde ich seit dem Superjahr 2006 mit Steinpilzen bis in den
Dezember überhaupt insbesondere das Vorkommen an Boleten etwas unter den
Erwartungen geblieben ist.