Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen *PIC*

Maren ⌂, (vor 6566 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,
so was habe ich noch nicht gesehen. An vergrabenen Vorjahreszapfen einer Parklärche (wohl keine europäische). Ein kleiner Pilz mit galertigem, sehr zerbrechlichem Fleisch, Hutdurchmesser 0,8 cm und Stiel 4 x 0,2 cm. Hymenium irgendwie felderig gerissen warzig?

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Gruß Maren

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Re: Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen

Andreas ⌂, (vor 6566 Tagen) @ Maren

Hallo liebe Pilzfreunde,
so was habe ich noch nicht gesehen. An vergrabenen Vorjahreszapfen einer
Parklärche (wohl keine europäische). Ein kleiner Pilz mit galertigem, sehr
zerbrechlichem Fleisch, Hutdurchmesser 0,8 cm und Stiel 4 x 0,2 cm.
Hymenium irgendwie felderig gerissen warzig?
Gruß Maren

Hallo Maren,

sieht spannend aus!
Wirf doch mal einen Blick ins Mikroskop, ob das nicht ein inoperculater Ascomycet ist (Lambertella oder sowas)

beste Grüße,
Andreas

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Tatsächlich ein Ascomycet (Mikrobilder) *PIC*

Maren ⌂, (vor 6565 Tagen) @ Andreas

sieht spannend aus!

... es bleibt spannend, weil der Pilz noch nicht reif ist und keine Sporen produziert.

Wirf doch mal einen Blick ins Mikroskop, ob das nicht ein inoperculater
Ascomycet ist (Lambertella oder sowas)

bitteschön:

Querschnitt:
die Huthaut (unten im Bild) ist scharf abgegrenzt und 145 µm dick, irgendwie gelatinisiert, abziehbar.

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Die Asci erreichen Maße bis 95 x 5 µm, Lugol-Reaktion negativ
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Paraphyse? mit Basalschnalle und Einschnürung an der Spitze, (50x 4µm), auch beidseitige Schnallen sind vorhanden.
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Die blasigen (Rand?zellen) erreichen bis 72 x 37 µm.
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Ich habe keine Literatur für Lambertella und das Netz gibt auch nix her :-(.

Gruß Maren

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Re: Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen

Lothar, (vor 6565 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,
dies ist wirklich ein irrer Pilz. Hatte eine Idee, die hat sich aber beim Nachschauen nicht (ganz) bewahrheitet, es gibt doch ein paar Abweichungen. Aber ähnlich scheint Pubigera subvillosula schon zu sein. Wird übrigens mit Lambertella carpatica verglichen.
Also: warten, bis Du reifes Material hast und dann an Zotto schicken! (Hans-Otto Baral, Blaihofstr. 42, Tübingen-Prondorf). Der macht was draus oder es gibt das Ding noch nicht ....
Gruß von
Lothar

Hallo liebe Pilzfreunde,

so was habe ich noch nicht gesehen. An vergrabenen Vorjahreszapfen einer
Parklärche (wohl keine europäische). Ein kleiner Pilz mit galertigem, sehr
zerbrechlichem Fleisch, Hutdurchmesser 0,8 cm und Stiel 4 x 0,2 cm.
Hymenium irgendwie felderig gerissen warzig?

Gruß Maren

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Re: Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen

Andreas ⌂, (vor 6565 Tagen) @ Lothar

Hallo Maren,
dies ist wirklich ein irrer Pilz. Hatte eine Idee, die hat sich aber beim
Nachschauen nicht (ganz) bewahrheitet, es gibt doch ein paar Abweichungen.
Aber ähnlich scheint Pubigera subvillosula schon zu sein. Wird übrigens
mit Lambertella carpatica verglichen.
Also: warten, bis Du reifes Material hast und dann an Zotto schicken!
(Hans-Otto Baral, Blaihofstr. 42, Tübingen-Prondorf). Der macht was draus
oder es gibt das Ding noch nicht ....
Gruß von
Lothar

Hallo Lothar,

ja, an die Pubigera subvillosula hatte ich spontan gedacht, aber es passt da einiges nicht so. Z.B. dass das Hymenium offensichtlich auf der "Hut"-Unterseite ist, so wie bei Cudoniella acicularis. Bei der Pubigera war es immer auf der Oberseite, wie eben bei Hymenoscyphus oder anderen inoperculaten auch. Die Farbe passt nicht besonders gut und der Stiel war bei meinen Funden auch nie soo lang. Und letztlich war die Pubigera mit einem Haargespinst überzogen, dass die ganze Außenseite bis zur Margo hoch bekleidete. Das Teil von maren scheint nur am Stiel behaart zu sein.
Aber solange das Teil nicht reif ist kann man wohl kaum was machen.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6564 Tagen) @ Andreas

Hallo zusammen,

vielleicht eine blöde Frage, aber könnte das nicht ein Befall an einem Strobilurius sein?

Grüsse, Markus

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Re: Rätselhafter Pilz an Lärchenzapfen

Andreas ⌂, (vor 6564 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo zusammen,
vielleicht eine blöde Frage, aber könnte das nicht ein Befall an einem
Strobilurius sein?
Grüsse, Markus

Hallo Markus,

sehr unwahrscheinlich, denn von sowas hab' ich noch nie gehört und auch Strobilurus an Lärchenzapfen wäre sehr ungewöhnlich.

beste Grüße,
Andreas