Servus Günter,
wir hatten bei uns im Münchner Verein unter der Leitung vom Christoph Hahn ein Hebeloma-Mikroskopier-Wochenende, wobei wir unsere meist unbestimmten Exsikkate aufgearbeitet haben.
Dabei kamen natürlich viele H. laterinum heraus, wobei uns aber die Unterscheidung zu H. circinans nicht leicht fiel. Dieser Fund hier fiel aber aus der Reihe.
ja, die Exsikkatenverfärbung ist schon wichtig, genauso wie bei Cortinarius!
Die Hüte sind bei älteren Exemplaren dunkelbraun geworden, bei jüngeren nicht so stark. Auffallend ist, daß sich der äußerste Hutrand fast weiß verfärbt hat.
Auffallend ist auch, daß die Lamellen des Exsikkats anders braun gefärbt sind, wie z.B. bei den bestimmten Kollektionen von H.laterinum o. H.circinans.
Ein Indiz für das besondere rotbraune Sporenpulver?
Für mich schaut das Teil nicht nach H. laterinum aus, auch dieser Standort
ist mir so für diese Art nicht geläufig, ich finde sie überwiegend in
Nadelwäldern (aber auch Buchenwäldern) auf Kalk!
Auch makroskopisch ist mein Fund gut mit der Abbildung in Vesterholt vergleichbar.
Der Rand der Heide kann wohl auch als wärmebegünstigter rel. trockener Standort bezeichnet werden.
Wieso nicht sarcophyllum, wenn ALLE!! Merkmale passen. Bitte dabei auch die
Dextrinoidität und das ablösende Perispor beachten, ebenso wie die
"gemischten"
Cheilos.
Ich hab' mir notiert:
Sporenornament bei 400x schon deutlich erkennbar (O 2-3), mandel-zitronenförmig, stark dextrinoid (D 3), mit dem ablösenden Perispor hatte ich so meine Probleme, aber der Christoph hat dann doch die eine o. andere entdeckt (P 1), 10-11x6-7 , Cheilos zylindrisch bis leicht keulig, apikal bis 7-8 erweitert, die Erweiterungen im unteren Bereich , die manchmal vorkommen können, sind mir nicht aufgefallen.
Vielleicht hat Andreas noch eine Meinung zu dem Fund. UNd wie sicher ist
eigentlich der GJK-Fund von 1991????
Ärgerlich, daß ich keinen brauchbaren Sporenpulverabwurf habe!
Der kommt nächstes Jahr sicher wieder....
Besten Dank
Liebe Grüße aus München, werner