Phellinus? *PIC*

Violet, (vor 6460 Tagen)

Liebe Leute, ich hab am letzten Wochenende diesen Pilz an der Unterseite eines liegenden sehr morschen Astes in einer Bachaue gefunden.
Er ist voll resupinat, ein wenig samtig, schwer vom Substrat zu lösen. Er ist dimitisch (denk ich), hat lange Zystiden (denk ich) und wie auch auf dem Photo sichtbar, Inkrustierungen. Ich hab nur zwei Sterigmen an den zylindrischen Basidien gesehen, was aber nichts heißt. Die Sporen sind glatt, eiförmig mit einem dicken Tropfen und grünlich, inamyloid, 4,4-5,2 µm lang und 2,3-3,5 µm breit.U.a. die braunen Setae brachten mich auf Phellinus.
Ich hätte auf ferrugineus getippt, wären da nicht die Inkrustierungen (oder was ist das sonst?) und die recht großen, sehr labyrinthischen Poren. Die einzige Art, die ich mit ausdrücklich labyrinthischen Poren gefunden habe (Jülich) ist Ph. ferrugineo fusco - aber die hat keine Setae - und das sind doch Setae auf dem Foto oder? Außerdem würde das Substrat nicht passen.

[image] http://www.imgbox.de

[image] http://www.imgbox.de

[image] http://www.imgbox.de

Was ist es also? Überhaupt kein Phellinus?
Herzlich
Ditte

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Re: Phellinus?

Schnuffel, (vor 6459 Tagen) @ Violet

Liebe Leute, ich hab am letzten Wochenende diesen Pilz an der Unterseite
eines liegenden sehr morschen Astes in einer Bachaue gefunden.
Er ist voll resupinat, ein wenig samtig, schwer vom Substrat zu lösen. Er ist
dimitisch (denk ich), hat lange Zystiden (denk ich) und wie auch auf dem
Photo sichtbar, Inkrustierungen. Ich hab nur zwei Sterigmen an den
zylindrischen Basidien gesehen, was aber nichts heißt. Die Sporen sind
glatt, eiförmig mit einem dicken Tropfen und grünlich, inamyloid, 4,4-5,2
µm lang und 2,3-3,5 µm breit.U.a. die braunen Setae brachten mich auf
Phellinus.
Ich hätte auf ferrugineus getippt, wären da nicht die Inkrustierungen (oder
was ist das sonst?) und die recht großen, sehr labyrinthischen Poren. Die
einzige Art, die ich mit ausdrücklich labyrinthischen Poren gefunden habe
(Jülich) ist Ph. ferrugineo fusco - aber die hat keine Setae - und das
sind doch Setae auf dem Foto oder? Außerdem würde das Substrat nicht
passen.
Was ist es also? Überhaupt kein Phellinus?
Herzlich
Ditte

Hallo Ditte,

mit Phéllinus liegst Du völlig richtig. Ich vermute, dass es sich hier um den Fichten-Feuerschwamm (Phéllinus chrysolóma = Ph. abíetis = Porodaedaléa chrysolóma) handelt. Das Synonym Porodaedaléa weist auf die labyrintischen Poren hin.

Ich glaube, dass Du 3 mikroskopische Befunde falsch interpretiert hast:

Die grünlich gefärbten Sporen sind vermutlich Algen. Die Sporen von Ph. ch. sollten 4,5-5,5 x 4-5 µm groß sein.

Die “Basidie“ mit den 2 “Sterigmen“ ist meiner Meinung nach eine zerquetschte Hyphe.

Bei den “Inkrustationen“ handelt es sich vermutlich um Müll.

Gruß - Schnuffel

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6459 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Ditte,
mit Phéllinus liegst Du völlig richtig. Ich vermute, dass es sich hier um den
Fichten-Feuerschwamm (Phéllinus chrysolóma = Ph. abíetis = Porodaedaléa
chrysolóma) handelt. Das Synonym Porodaedaléa weist auf die labyrintischen
Poren hin.
Ich glaube, dass Du 3 mikroskopische Befunde falsch interpretiert hast: Die
grünlich gefärbten Sporen sind vermutlich Algen. Die Sporen von Ph. ch.
sollten 4,5-5,5 x 4-5 µm groß sein.
Die “Basidie“ mit den 2 “Sterigmen“ ist meiner Meinung nach eine zerquetschte
Hyphe.
Bei den “Inkrustationen“ handelt es sich vermutlich um Müll.
Gruß - Schnuffel

Ich dank dir Schnuffel für die Antwort. Dass ich mit Mikro-Befunden noch nicht sicher bin, ist klar, ich glaub dir also unbesehen den "Müll" und die zerquetschte Hyphe. Nach Sporen hatte ich lange gesucht, und da die kleinen Spiegeleierchen größenmäßig passten, hielt ich sie für Sporen, da es recht viele davon gab.
Nur: Die Fichte passt leider gar nicht, denn das war ja ein kleiner Auwald dort, wo es absolut überhaupt keine Nadelbäume gibt. Und jetzt?

Liebe Grüße!
Ditte

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Re: Phellinus?

Werner2, (vor 6458 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte - die Substratangabe ist natürlich mit der wichtigste Ausgangspunkt und es reicht nicht, nur festzustellen, dass dort kein Nadelbaum stand.
Gehen wir mal davon aus, dass es - wie Du angibst - Laubholz ist. Phellinus und Inonotus haben solche Setea. Bei Inonotus dürfte nur I. hastifer in Frage kommen, die Sporen würden passen, die Setae eher nicht oder nur teilweise. Wächst nur an Buche. Sollte man mal offen lassen.
Bei den resupinaten Laubholz-Phellinusarten würde ich dann ganz pragmatisch vorgehen:
Für P.contiguus sind die Sporen eigentlich zu klein und für P. ferreus viel zu kurz.
Für P. ferruginosus gefallen mir die Poren nicht. Zu unregelmäßig und vermutlich zu groß. Aber die Fotos enthalten ja leider keine Größenangabe.
.
Messe erst mal die Anzahl der Poren pro mm mit Milimeterpapier. Als nächstes must du die FK umdrehen und im Holzspreu der Rückseite nach Mycelialsetae suchen, und zwar unter der Stereolupe. Das sind feine, kleine lange Nadeln, die im Mycel des Substrats in Nestern vorhanden sind. Eigentlich sehr auffällig und mit etwas Übung gut zu finden.
Liegt die Anzahl der Poren bei mehr als 4 per mm und sind Mycelialsetae vorhanden, ist es recht sicher Phellinus ferruginosus. Wenn nicht, muss man weiter überlegen.
Gruß Werner
.
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.

Liebe Leute, ich hab am letzten Wochenende diesen Pilz an der Unterseite
eines liegenden sehr morschen Astes in einer Bachaue gefunden.
Er ist voll resupinat, ein wenig samtig, schwer vom Substrat zu lösen. Er ist
dimitisch (denk ich), hat lange Zystiden (denk ich) und wie auch auf dem
Photo sichtbar, Inkrustierungen. Ich hab nur zwei Sterigmen an den
zylindrischen Basidien gesehen, was aber nichts heißt. Die Sporen sind
glatt, eiförmig mit einem dicken Tropfen und grünlich, inamyloid, 4,4-5,2
µm lang und 2,3-3,5 µm breit.U.a. die braunen Setae brachten mich auf
Phellinus.
Ich hätte auf ferrugineus getippt, wären da nicht die Inkrustierungen (oder
was ist das sonst?) und die recht großen, sehr labyrinthischen Poren. Die
einzige Art, die ich mit ausdrücklich labyrinthischen Poren gefunden habe
(Jülich) ist Ph. ferrugineo fusco - aber die hat keine Setae - und das
sind doch Setae auf dem Foto oder? Außerdem würde das Substrat nicht
passen.

Was ist es also? Überhaupt kein Phellinus?
Herzlich
Ditte

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6458 Tagen) @ Werner2

Hallo Ditte - die Substratangabe ist natürlich mit der wichtigste
Ausgangspunkt und es reicht nicht, nur festzustellen, dass dort kein
Nadelbaum stand.
Gehen wir mal davon aus, dass es - wie Du angibst - Laubholz ist. Phellinus
und Inonotus haben solche Setea. Bei Inonotus dürfte nur I. hastifer in
Frage kommen, die Sporen würden passen, die Setae eher nicht oder nur
teilweise. Wächst nur an Buche. Sollte man mal offen lassen.
Bei den resupinaten Laubholz-Phellinusarten würde ich dann ganz pragmatisch
vorgehen: Für P.contiguus sind die Sporen eigentlich zu klein und für P.
ferreus viel zu kurz.
Für P. ferruginosus gefallen mir die Poren nicht. Zu unregelmäßig und
vermutlich zu groß. Aber die Fotos enthalten ja leider keine Größenangabe.
.
Messe erst mal die Anzahl der Poren pro mm mit Milimeterpapier. Als nächstes
must du die FK umdrehen und im Holzspreu der Rückseite nach Mycelialsetae
suchen, und zwar unter der Stereolupe. Das sind feine, kleine lange
Nadeln, die im Mycel des Substrats in Nestern vorhanden sind. Eigentlich
sehr auffällig und mit etwas Übung gut zu finden.
Liegt die Anzahl der Poren bei mehr als 4 per mm und sind Mycelialsetae
vorhanden, ist es recht sicher Phellinus ferruginosus. Wenn nicht, muss
man weiter überlegen.
Gruß Werner
.
.
.

Lieber Werner: Ich dank dir sehr für die Tipps zum Handeln. Ich habe versucht zu tun, was du sagtest. Ich hab also erst versucht, den FK möglichst vorsichtig vom Substrat zu trennen, was nicht so einfach war. Dann hab ich das umgedreht und mit 40facher Vergrößerung geguckt. Was ich sah, waren viele braune wie nadelspitze dünne Eiszapfen. Sind es die Setae, die du meintest? Viel schmaler als die anderen und teilweise recht lang. Sehr hübsch!
Das Messen der Poren war schwieriger. Die sind so labyrinthisch, dass ich nicht recht weiß, wo die eine aufhört und die andere anfängt. Ich hab es mit einem kleinen Lineal unter der Stereolupe probiert (Millimeterpapier hatte ich keins hier) und bin bei mehrfachen Versuchen immer wieder auf 4-5 pro mm gekommen. Aber das sind vermutlich zu wenig für Ph. ferrugineus?
Ich habe auch nochmal nach Sporen gesucht, aber was anderes als das, was ich abgebildet habe, hab ich nicht gefunden, das wie Sporen aussah.
Liebe Grüße!
Ditte

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Re: Phellinus?

Werner2, (vor 6457 Tagen) @ Violet

Na Bravo, Ditte. Da liegst Du doch ganz richtig.
Was Du beschreibst, die braunen Stecknadeln im Holz, sind Mycelialsetae.
Und wenn mir hier niemand massiv widerspricht, kann man den
Fund damit als Ph. ferruginosus abhaken, auch wenn die Poren schon
etwas kleiner sein sollten. Aber 4- 5 per mm geht noch in Ordnung.
Gruß Werner
.
.

Lieber Werner: Ich dank dir sehr für die Tipps zum Handeln. Ich habe versucht
zu tun, was du sagtest. Ich hab also erst versucht, den FK möglichst
vorsichtig vom Substrat zu trennen, was nicht so einfach war. Dann hab ich
das umgedreht und mit 40facher Vergrößerung geguckt. Was ich sah, waren
viele braune wie nadelspitze dünne Eiszapfen. Sind es die Setae, die du
meintest? Viel schmaler als die anderen und teilweise recht lang. Sehr
hübsch!
Das Messen der Poren war schwieriger. Die sind so labyrinthisch, dass ich
nicht recht weiß, wo die eine aufhört und die andere anfängt. Ich hab es
mit einem kleinen Lineal unter der Stereolupe probiert (Millimeterpapier
hatte ich keins hier) und bin bei mehrfachen Versuchen immer wieder auf
4-5 pro mm gekommen. Aber das sind vermutlich zu wenig für Ph.
ferrugineus?
Ich habe auch nochmal nach Sporen gesucht, aber was anderes als das, was ich
abgebildet habe, hab ich nicht gefunden, das wie Sporen aussah.
Liebe Grüße!
Ditte

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6457 Tagen) @ Werner2

Na Bravo, Ditte. Da liegst Du doch ganz richtig.
Was Du beschreibst, die braunen Stecknadeln im Holz, sind Mycelialsetae.
Und wenn mir hier niemand massiv widerspricht, kann man den
Fund damit als Ph. ferruginosus abhaken, auch wenn die Poren schon
etwas kleiner sein sollten. Aber 4- 5 per mm geht noch in Ordnung.
Gruß Werner
.
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Ich dank dir herzlich, Werner! Heißt er nun nur ferruginosus oder auch ferrugineus? Ich hab beides gefunden.
Ich wünsch dir einen frohen Abend!
Ditte

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Re: Phellinus?

Andreas ⌂, (vor 6457 Tagen) @ Violet

Ich dank dir herzlich, Werner! Heißt er nun nur ferruginosus oder auch
ferrugineus? Ich hab beides gefunden.
Ich wünsch dir einen frohen Abend!
Ditte

Hallo Ditte,

es gibt einen Phellinus ferreus, einen ferruginosus und einen ferrugineofuscus.
Deiner (und der mit Abstand häufigste der drei) ist Ph. ferruginosus. Vielleicht überhaupt der häufigste Phellinus.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6457 Tagen) @ Andreas

Hallo Ditte,
Vielleicht überhaupt der häufigste Phellinus.

Und warum hab ich mich dann so lange mit ihm herumgequält?...:)) (Aber die Mycelialsetae sind wirklich bildhübsch.)
Auch dir, Andreas, Dank und einen schönen Abend!
Ditte

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Re: Phellinus ferruginosus

Werner2, (vor 6457 Tagen) @ Violet

genau so isses..............

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Re: Phellinus?

Schnuffel, (vor 6455 Tagen) @ Werner2

Hallo Ditte - die Substratangabe ist natürlich mit der wichtigste
Ausgangspunkt und es reicht nicht, nur festzustellen, dass dort kein
Nadelbaum stand.
Gehen wir mal davon aus, dass es - wie Du angibst - Laubholz ist. Phellinus
und Inonotus haben solche Setea. Bei Inonotus dürfte nur I. hastifer in
Frage kommen, die Sporen würden passen, die Setae eher nicht oder nur
teilweise. Wächst nur an Buche. Sollte man mal offen lassen.
Bei den resupinaten Laubholz-Phellinusarten würde ich dann ganz pragmatisch
vorgehen: Für P.contiguus sind die Sporen eigentlich zu klein und für P.
ferreus viel zu kurz.
Für P. ferruginosus gefallen mir die Poren nicht. Zu unregelmäßig und
vermutlich zu groß. Aber die Fotos enthalten ja leider keine Größenangabe.

Messe erst mal die Anzahl der Poren pro mm mit Milimeterpapier. Als nächstes
must du die FK umdrehen und im Holzspreu der Rückseite nach Mycelialsetae
suchen, und zwar unter der Stereolupe. Das sind feine, kleine lange
Nadeln, die im Mycel des Substrats in Nestern vorhanden sind. Eigentlich
sehr auffällig und mit etwas Übung gut zu finden.
Liegt die Anzahl der Poren bei mehr als 4 per mm und sind Mycelialsetae
vorhanden, ist es recht sicher Phellinus ferruginosus. Wenn nicht, muss
man weiter überlegen.
Gruß Werner

Hallo Ditte und Werner,

wenn's wegen des Substrats nicht Ph. chrysoloma sein kann, dann bleibt für mich nur der bereits zur Dikussion gestellte Ph. contiguus. An Ph. ferruginosus glaube ich nicht. Die labyrinthischen Poren passen zu keinem der beiden. Die Sporengröße sollte eine Entscheidung erlauben. Der bisher gehandelte Wert bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf Sporen des Pilzes. Zur Gewinnung von Sporen zur mikroskopischen Untersuchung habe ich vor etwa 1 Jahr hier im Forum schon einen Vorschlag gemacht.

Beitrag 136390
Beitrag 136405

Wenn der Pilz in der richtigen Wachstumsphase ist, dann wird’s in 1-3 Tagen funktionieren. Nach PdS sind die Sporen von Ph. contiguus 6-7 µm lang, von Ph. ferruginosus 4,5-5,5 µm, die Breite beträgt bei beiden 3-3,5 µm.

Auch Ph. contiguus hat Mycelialseten, die nur 90-150 µm lang sind, im Gegensatz zu 100-300 µm bei Ph. ferruginosus. Bei den Hymenialseten ist das Größenverhältnis umgekehrt: 45-70 µm bzw. 25-45µm (Werte nach Jahn). Mit diesen Angaben und einer Sporenmessung sollte die Entscheidung zwischen den beiden möglich sein.

Gruß – Schnuffel

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6455 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Ditte und Werner,
wenn's wegen des Substrats nicht Ph. chrysoloma sein kann, dann bleibt für
mich nur der bereits zur Dikussion gestellte Ph. contiguus. An Ph.
ferruginosus glaube ich nicht. Die labyrinthischen Poren passen zu keinem
der beiden. Die Sporengröße sollte eine Entscheidung erlauben. Der bisher
gehandelte Wert bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf Sporen des
Pilzes. Zur Gewinnung von Sporen zur mikroskopischen Untersuchung habe ich
vor etwa 1 Jahr hier im Forum schon einen Vorschlag gemacht.
Beitrag 136390
Beitrag 136405
Wenn der Pilz in der richtigen Wachstumsphase ist, dann wird’s in 1-3 Tagen
funktionieren. Nach PdS sind die Sporen von Ph. contiguus 6-7 µm lang, von
Ph. ferruginosus 4,5-5,5 µm, die Breite beträgt bei beiden 3-3,5 µm.
Auch Ph. contiguus hat Mycelialseten, die nur 90-150 µm lang sind, im
Gegensatz zu 100-300 µm bei Ph. ferruginosus. Bei den Hymenialseten ist
das Größenverhältnis umgekehrt: 45-70 µm bzw. 25-45µm (Werte nach Jahn).
Mit diesen Angaben und einer Sporenmessung sollte die Entscheidung
zwischen den beiden möglich sein.
Gruß – Schnuffel

Lieber Schnuffel, da ich nicht dachte, dass ich noch was mit dem Pilz zu tun haben werde, habe ich ihn bereits in den Garten verfrachtet (wobei ich nicht sicher bin, ob man das eigentlich tun sollte - all die Baumpilze in den Garten?). Sollte ich das Holz wiederfinden, werde ich deinen feinen Vorschlag mit den Sporen natürlich ausprobieren. Die Länge der Hymenialseten werd ich allerdings nicht messen können, da ich es nicht geschafft habe, die zu fotografieren. (Ob ich sie allerdings bei einer Vergrößerung von nur 40 gesehen hätte, wenn sie nicht tatsächlich recht lang gewesen wären, weiß ich nicht....)
Falls ich mich also diesbezüglich nicht mehr melde, hab ich das Holz nicht mehr wiedergefunden. Dann eben beim nächsten Mal...
Liebe Grüße
Ditte

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Re: Phellinus?

Schnuffel, (vor 6455 Tagen) @ Violet

Lieber Schnuffel, da ich nicht dachte, dass ich noch was mit dem Pilz zu tun
haben werde, habe ich ihn bereits in den Garten verfrachtet (wobei ich
nicht sicher bin, ob man das eigentlich tun sollte - all die Baumpilze in
den Garten?). Sollte ich das Holz wiederfinden, werde ich deinen feinen
Vorschlag mit den Sporen natürlich ausprobieren. Die Länge der
Hymenialseten werd ich allerdings nicht messen können, da ich es nicht
geschafft habe, die zu fotografieren. (Ob ich sie allerdings bei einer
Vergrößerung von nur 40 gesehen hätte, wenn sie nicht tatsächlich recht
lang gewesen wären, weiß ich nicht....)
Falls ich mich also diesbezüglich nicht mehr melde, hab ich das Holz nicht
mehr wiedergefunden. Dann eben beim nächsten Mal...
Liebe Grüße
Ditte

Hallo Ditte,

was Du gesehen hast, waren mit Sicherheit die Hymenialseten. Bei einer Vergrößerung von 40 würde sich Bei Ph. contiguus immerhin 3,6-6 mm und bei Ph. rubiginosus 4-12 mm ergeben..

Gruß - Schnuffel

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Re: Phellinus?

Violet, (vor 6455 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Ditte,
was Du gesehen hast, waren mit Sicherheit die Hymenialseten. Bei einer
Vergrößerung von 40 würde sich Bei Ph. contiguus immerhin 3,6-6 mm und bei
Ph. rubiginosus 4-12 mm ergeben..
Gruß - Schnuffel

Hallo Schnuffel, ich hab nach dem Ast gekramt und ihn noch gefunden - der Pilz sieht allerdings sehr so aus, als hätte er seine besten Zeiten schon ne Weile hinter sich. Aber ich probiers mit den Sporen und melde mich gegebenenfalls morgen oder übermorgen nochmal.
Liebe Grüße
Ditte