Dasyscyphella montana *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6424 Tagen)

Hallo!

Da die Morcheln (in meinen Augen glücklicherweise) noch ein bisschen auf sich warten lassen, wieder mal was aus der Ecke "Robuste, weißhaarige Becherchen":

Dasyscyphella montana (angustipila) = "Berg-Dasyscyphella"
[image]
jung weiß....

....vergehend ocker mit verklebten Haaren....
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....trocknend mit gelber Scheibe.
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Mikrobilder dazu:
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Der Fund stammt von letzter Woche von einem morschem, unberindetem, auf dem Boden liegenden, dickerem Holzstück (wahrscheinlich von Robinie).
Makroskopisch fällt die Haarstruktur auf: Nicht kurz und fein gekämmt wie z.B. bei Lachnum impudicum oder brevipilosum, sondern leicht verklebt und nicht akkurat radial ausgerichtet. Außerdem kann man im günstigen Fall bei nicht mehr ganz so frischen oder geschädigten Apothezien gelbe oder wenigstens gelbstielige Becherchen entdecken, was ich (glaube ich) bei Dasyscyphella nivea noch nie gesehen habe.
Dasyscyphella montana ist bei uns nicht selten, wahrscheinlich die dritthäufigste Dasysyphella-Art nach nivea und acutipila. Wir finden sie hauptsächlich im Winter und Frühjahr an morschem Holz, meist wie nivea *- verborgen wachsend.

VG Ingo W

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Re: Dasyscyphella montana

MartinB, (vor 6424 Tagen) @ Ingo Wagner

Danke Ingo für dieses schöne Portrait!

Ich dachte immer, an diesen blöden Robinien wächst gar nix. Ich hab da jedenfalls noch nie was dran gefunden (und die gibts hier leider reichlich..)

Herzlich, Martin

Hallo!
Da die Morcheln (in meinen Augen glücklicherweise) noch ein bisschen auf sich
warten lassen, wieder mal was aus der Ecke "Robuste, weißhaarige
Becherchen": Dasyscyphella montana (angustipila) =
"Berg-Dasyscyphella"

jung weiß....
....vergehend ocker mit verklebten Haaren....

....trocknend mit gelber Scheibe.

Mikrobilder dazu:

Der Fund stammt von letzter Woche von einem morschem, unberindetem, auf dem
Boden liegenden, dickerem Holzstück (wahrscheinlich von Robinie).
Makroskopisch fällt die Haarstruktur auf: Nicht kurz und fein gekämmt wie
z.B. bei Lachnum impudicum oder brevipilosum, sondern leicht verklebt und
nicht akkurat radial ausgerichtet. Außerdem kann man im günstigen Fall bei
nicht mehr ganz so frischen oder geschädigten Apothezien gelbe oder
wenigstens gelbstielige Becherchen entdecken, was ich (glaube ich) bei
Dasyscyphella nivea noch nie gesehen habe.
Dasyscyphella montana ist bei uns nicht selten, wahrscheinlich die
dritthäufigste Dasysyphella-Art nach nivea und acutipila. Wir finden sie
hauptsächlich im Winter und Frühjahr an morschem Holz, meist wie nivea *-
verborgen wachsend.
VG Ingo W

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Re: Dasyscyphella montana

Violet, (vor 6423 Tagen) @ Ingo Wagner

Auch für mich toital interessant, lieber Ingo!
Seh ich das also richtig nach dem, was Lothar mir vor einiger Zeit schrieb und nach dem, was du hier sagst, dass Aussehen und Struktur der Haare (makroskopisch und mikroskopisch) für die Unterscheidung zwischen den Dasyscyphella-Arten besonders wichtig ist? Sind auch die Sporen irgendwie unterschiedlich?
Herzliche Grüße
Ditte

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Re: Dasyscyphella montana

Lothar, (vor 6423 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,
danke für die tolle Darstellung von Dasyscyphella montana. Ja, die Art ist sicher nicht so selten. Aber wer mikroskopiert schon jedes weiße Haarbecherchen.
LG von Lothar

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Re: Dasyscyphella montana

Ingo Wagner, (vor 6423 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte!

Seh ich das also richtig nach dem, was Lothar mir vor einiger Zeit schrieb
und nach dem, was du hier sagst, dass Aussehen und Struktur der Haare
(makroskopisch und mikroskopisch) für die Unterscheidung zwischen den
Dasyscyphella-Arten besonders wichtig ist?

Sagen wir mal, die Haarform, die Haarbeschaffenheit und die Haarmaße sind genauso wichtig wie etwa die Form, Größe und Inhalt von Paraphysen, Asci und Sporen.

Dass ich auf meinen makroskopischen Eindruck der Haare hinweise, hängt wohl ein bisschen mit meinem Spleen zusammen, Becherchen auch makroskopisch voreinschätzen zu wollen (natürlich meist auch mit späterer mikrokopischer Überprüfung, außer ich bin mir ganz sicher, was wiederum bei den weißen Becherchen oft ein sinnloses Unterfangen ist).

Sind auch die Sporen irgendwie
unterschiedlich?

Z.B. im Vergleich zu der verbreiteten Dasyscyphella nivea mit schmäleren, spindeligen Sporen hat montana mehr ellipsoide und breitere Sporen.

Tja, dann gibt´s aber noch die vielen anderen Arten zwischendrin, davor und dahinter, die ich nicht kenne und die auch noch darauf warten, dass ich mal Zeit für sie investiere.

VG Ingo W

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Re: Dasyscyphella montana

Violet, (vor 6422 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ditte!
Sagen wir mal, die Haarform, die Haarbeschaffenheit und die Haarmaße sind
genauso wichtig wie etwa die Form, Größe und Inhalt von Paraphysen, Asci
und Sporen.

Hach ja, eine solche Antwort habe ich eigentlich erwarten können...:)

Dass ich auf meinen makroskopischen Eindruck der Haare hinweise, hängt wohl
ein bisschen mit meinem Spleen zusammen, Becherchen auch makroskopisch
voreinschätzen zu wollen

Ist das ein Spleen? Find ich jedenfalls ganz prima, wenn du auch sowas schreibst.
Ich warte auf ein Porträt von D. nivea (oder hast du das schon früher mal gepostet?)

LG Ditte