Olla transiens + Ratepilz *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6410 Tagen)

Hallo!

Dieses Bärtige Glashaarbecherchen hatte vor nicht allzulanger Zeit Ueli schon mal ins Forum gestellt.

Beim Auffinden wird man wohl oft zunächst an eine Hyaloscypha (Hyalo-Becherchen) denken, hat man aber viele
Alterstadien beieinander, so sieht man bei den größten Ap. die "spitzbärtig" verklebten Haare, bei den jüngsten eine
bräunliche Außenseite und bei den ältesten eine ockerliche Tönung. Mit diesen Eigenschaften ist auch dieses
relativ kleine Becherchen (ca. bis 0,5mm im Dm.) gut vordiagnostizierbar.
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Frühjahrspilz, an allerlei unberindeten Laubholz.

Auch mikroskopisch macht er relativ wenig Probleme, die langen Haare mit der Glasspitze sind recht typisch:
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Sehr faszinierend finde ich seine Eigenart, Haken vorzutäuschen.
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Die abgebrochenen Asci haben oft den typischen "Hakenfuß", aber am Subhymenium befestigt ist nur ein "Anschluss", also Haken = minus.

Für Freunde der kleineren Becherchen wäre ihn zu erraten wohl kaum ein großes Problem, würde das Substrat ersichtlich sein.
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Mal sehen, ob jemand drauf kommt (Frühjahrspilz, bei mir: "verbreitet")

VG Ingo W

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Tipp *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6409 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!

Kleine Hilfe, so werden die Größenverhältnisse wohl deutlicher. Das Substrat ist ein Erlenblatt-Gerippe.

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VG Ingo W

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Re: Tipp

Klaus, (vor 6409 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!
Kleine Hilfe, so werden die Größenverhältnisse wohl deutlicher. Das Substrat
ist ein Erlenblatt-Gerippe.

VG Ingo W

Hallo Ingo, dann kann's ja eigentlich nur Rutstroemia conformata (P. Karst.) Nannf. (ehemals Ciboria etc.) sein.
Schöne Ostergrüße
Klaus

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Re: Tipp

Ueli Graf, (vor 6409 Tagen) @ Klaus

Hallo Klaus,
da kann ich dir nur zustimmen. Ohne Substratangabe war es etwas schwierig.

Gruss Ueli

Hallo Ingo, dann kann's ja eigentlich nur Rutstroemia conformata (P. Karst.)
Nannf. (ehemals Ciboria etc.) sein.
Schöne Ostergrüße
Klaus

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Ratepilz - Lösung *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6409 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!

Torsten Richter (per E-Mail), Klaus und Ueli haben das richtig eingeschätzt: ist Ciboria (Rutstroemia) conformata (Wohlgestaltete Erlenblatt-Ciboria).

Auffällig die sklerotifizierten, schwarzen Substrat-Blattadern, das (hauptsächliche) Vorkommen auf alten Erlenblättern oder Erlenblattskeletten in der sehr feuchten Laubstreu und weiß-silbrig-glitzeriger Rand und Außenseite.
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Farbe (cremeweiß, beige, gelbbraun) und Stiellänge (angedeutet bis lang) variieren recht stark.
Bei langstieligen Apothezien sollte man auch mit Rutstroemia capillipes (Dünnstielige Rutstroemia) rechnen und auf ein spindelig-gebogenes Sklerotium an der Stielbasis achtgeben.

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Kristalle, die die Art haben soll, habe ich nicht finden können.

VG Ingo W