Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

rigti2001, (vor 6403 Tagen)

Hallo liebe Freunde,

leider habe ich ein Problem mit einer Thuja (meiner Einschätzung nach eine Thuja plicata) aus unserem Garten, die leider erkrankt ist.
Anscheinend gab es das Problem schon seit einer längeren Zeit, aber da nun schönes Wetter war, habe ich es erst jetzt gemerkt.

Die Pflanze hat starken Befall eines Pilzes an ihren Ästen und diese Äste scheinen auch schwächer auszusehen. Auch sind schon selbige abgestorben. Die Pflanze ist zwar nach außen stark und grün, jedoch im Innern und jetzt auch an einem Loch rechts, ausgehölt und dörr.

Nun meine Frage an euch: könnte jemand mir vielleicht die Pilzart (mit oder ohne Bekämpfungsmöglichkeiten) bestimmen?

Mittels Recherche liegt anhand von Fotovergleichen der Pilz "Columnocystis abietina" (Fichten Schichtpilz) mehr oder weniger am Nächsten. Auch wenn es keine Fichte ist :).

Die Thuja nimmt einen sehr schönen Platz im Garten ein und es wäre schade sie absterben zu lassen :-\.

Zur Hilfe hier ein paar Bilder der Pflanze und des Pilzes. Wenn es fragen gibt, fragt mich einfach !

Vielen Dank,

rigti2001 :)

-----------------------
Alle Bilder einzeln unter: http://alkumfrage.bplaced.net/bilder/

Eintrag gesperrt
22 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Jürgen aus D, (vor 6403 Tagen) @ rigti2001

Die Bilder zeigen meiner Meinung nach den Wacholdergitterrost Gymnosporangium sabinae.

Gruß Jürgen

Eintrag gesperrt
24 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Peter S., (vor 6403 Tagen) @ rigti2001

hallo das ist der "Birnengitterrost".
Google mal danach und Du wirst massenhaft Bilder hierzu finden.
Das Holz wird übrigens nicht geschädigt.
Dieser Rostpilz macht in seinen verschiedenen Stadien einen Wirtswechsel.
Deine Thuja ist es jetzt und später dann im Jahr sind es die Birnbaumblätter, die gelbe Punkte bekommen.
Wart mal ab, ob dir dazu Phytoparasitenspezialisten noch etwas mehr sagen können. Bekämpfen kannst Du ihn m. W. nur indem Du einen der Wirte aus dem garten und der Nachbarschaft verbannst.
Manchmal funktioniert der Wirtswechsel aber auch mit weiter voneinander weg stehenden Wirten (Sadebaum/Thuja und Birne).
Die Gärtner sind seit Jahren unterwegs gegen diesen Pilz resistente Sorten zu züchten.

Gruß Peter

Eintrag gesperrt
23 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Peter S., (vor 6403 Tagen) @ Peter S.

Jürgen aus D war etwas schneller und meint das gleiche.
Peter

Eintrag gesperrt
19 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

AK_CCM, (vor 6403 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

Bekämpfen kannst Du ihn m. W. nur indem Du einen der Wirte aus dem
garten und der Nachbarschaft verbannst.

umgekehrt funktioniert das, aber der Befall des Wacholders ist m.E. irreversibel, da sich der Rostpilz bereits an den verdickten Ästen unter der Rinde eingenistet hat, um zu überwintern. D.h. er fruktifiziert jedes Frühjahr aufs Neue, wenn die Witterung passt, unabhängig davon, ob ein Birnbaum in der Nähe steht.

Gruß, Andreas

Eintrag gesperrt
22 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Schnuffel, (vor 6402 Tagen) @ rigti2001

Hallo rigti2001,

lass den Birnbaum leben, ihn zu fällen, bringt für den Nadelbaum nichts, wie schon Andreas (AK_CCM) richtig bemerkt hat. Freue Dich auch in den kommenden Jahren an dem Pilz und sei ihm dankbar, dass er Dir endlich den richtigen Namen des Nadelbaums verraten hat: Es ist keinesfalls Thuja plicata oder eine andere Thuja, sondern Juniperus sabina, der Sadebaum oder Stinkwacholder, der seine Beliebtheit und Verbreitung außerhalb der in Deutschland nur alpinen Heimat vermutlich der Verwendung seiner Beeren als Abtreibungsmittel zu verdanken hat.

Gruß - Schnuffel

Hallo liebe Freunde,
leider habe ich ein Problem mit einer Thuja (meiner Einschätzung nach eine
Thuja plicata) aus unserem Garten, die leider erkrankt ist.
Anscheinend gab es das Problem schon seit einer längeren Zeit, aber da nun
schönes Wetter war, habe ich es erst jetzt gemerkt.
Die Pflanze hat starken Befall eines Pilzes an ihren Ästen und diese Äste
scheinen auch schwächer auszusehen. Auch sind schon selbige abgestorben.
Die Pflanze ist zwar nach außen stark und grün, jedoch im Innern und jetzt
auch an einem Loch rechts, ausgehölt und dörr.
Nun meine Frage an euch: könnte jemand mir vielleicht die Pilzart (mit oder
ohne Bekämpfungsmöglichkeiten) bestimmen?
Mittels Recherche liegt anhand von Fotovergleichen der Pilz
"Columnocystis abietina" (Fichten Schichtpilz) mehr oder weniger
am Nächsten. Auch wenn es keine Fichte ist :).
Die Thuja nimmt einen sehr schönen Platz im Garten ein und es wäre schade sie
absterben zu lassen :-\.
Zur Hilfe hier ein paar Bilder der Pflanze und des Pilzes. Wenn es fragen
gibt, fragt mich einfach !
Vielen Dank,
rigti2001 :)
-----------------------
Alle Bilder einzeln unter: http://alkumfrage.bplaced.net/bilder/

Eintrag gesperrt
25 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Pilzmann, (vor 6402 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

hast du die Wirksamkeit der Sadebaum-Beeren schon mal im Selbstversuch geprüft? Wenn ja, was kannst du gefallenen Jungfern dazu berichten? :-)

Bis zur Beerenreife in freudiger Erwartung, Peter!

Hallo rigti2001,
lass den Birnbaum leben, ihn zu fällen, bringt für den Nadelbaum nichts, wie
schon Andreas (AK_CCM) richtig bemerkt hat. Freue Dich auch in den
kommenden Jahren an dem Pilz und sei ihm dankbar, dass er Dir endlich den
richtigen Namen des Nadelbaums verraten hat: Es ist keinesfalls Thuja
plicata oder eine andere Thuja, sondern Juniperus sabina, der Sadebaum
oder Stinkwacholder, der seine Beliebtheit und Verbreitung außerhalb der
in Deutschland nur alpinen Heimat vermutlich der Verwendung seiner Beeren
als Abtreibungsmittel zu verdanken hat.
Gruß - Schnuffel

Eintrag gesperrt
26 Aufrufe

Re: Pilzbefall einer Thuja-Plicata – Was tun?

Schnuffel, (vor 6401 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Schnuffel,
hast du die Wirksamkeit der Sadebaum-Beeren schon mal im Selbstversuch
geprüft? Wenn ja, was kannst du gefallenen Jungfern dazu berichten? :-)
Bis zur Beerenreife in freudiger Erwartung, Peter!

Hallo Peter,

wie Du weißt, ist mir aus biologischen Gründen die Erfahrung einer Schwangerschaft nicht vergönnt gewesen, dafür aber die mehrfache einer Vaterschaft. :p

Zur Verwendung des Sadebaums:

V.J. Brøndegaard:
“Der Sadebaum als Abortivum.“ In: Sudhoffs Archiv 48 (1964) S. 331-351.

Metz-Becker, Marita:
Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung 34 (1998), S. 151-163:
...so muß man dieses Gewächs aus den Gärten auszurotten trachten. Der Sadebaum in der Volkskultur des 19. Jahrhunderts.

In J.Sturm's Flora von Deutschland, Band 1(2. Auflage 1906) S. 48:
“Das Kraut wurde in der Heilkunde gebraucht, mehr noch zu verbrecherischen Zwecken (Abtreiben); in ländlichen Gegenden sind die Sadebäume der Parks oft stark berupft!“

Gruß – Schnuffel