Kleines Raetsel: Roehrling us Kölle *PIC*
Hallo liebe Pilzfreunde,
diesen schicken Burschen fand ich gestern in der Stadt unter Linden auf dem Grünstreifen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01.jpg)
Na, wer traut sich?
Mutige Pilzbenamser vor 
LG, Gábor
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Gábor, (vor 6383 Tagen)
Hallo liebe Pilzfreunde,
diesen schicken Burschen fand ich gestern in der Stadt unter Linden auf dem Grünstreifen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01.jpg)
Na, wer traut sich?
Mutige Pilzbenamser vor 
LG, Gábor
Hier eine Ansicht des Hutes von oben:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01_oben.jpg)
LG, Gábor
arysch, (vor 6383 Tagen) @ Gábor
- kein Text -
Michael Schneider, (vor 6383 Tagen) @ Gábor
- kein Text -
Hallo liebe Pilzfreunde,
Boletus luridus wurde natürlich richtig geraten.
Hier noch Bilder vom Stiel aus der Nähe und von beiden Seiten:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01_stiel-rechts.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01_stiel-links.jpg)
Mit viel Phantasie kann man auch netzähnliche Strukturen am Stiel erahnen.
Und hier noch ein Schnittbild, sowie ein junger und diesmal typischer Fruchtkörper, der in wenigen Metern Entfernung wuchs:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01_schnitt.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Boletus_luridus01.jpg)
An der gleichen Stelle wuchs übrigens auch der Rätselpilz vom Vorjahr, der seinerzeit aber zur Abwechslung mit schuppigem Stiel daherkam:
Beitrag 143809
Allerdings war der damalige Fruchtkörper schon noch etwas älter und es war auch sehr trocken zu der Zeit...
@arysch:
das mit der Linde ist kein ausschlaggebendes Argument, denke ich.
Erst kürzlich in Jena habe ich gehört, dass die Linde zunehmend die Buche als Mykorrhizapartner verdrängt, je weiter man in Richtung Osten geht.
Aus sicherer Quelle weiß ich auch, dass bereit B. edulis, B. aereus, B. radicans und auch B. queletii (um nur mal einige zu nennen) durchaus unter Linden in der Stadt vorkommen können.
Schöne Grüße, Gábor
Hallo Gabor,
Boletus luridus wurde natürlich richtig geraten.
Hier noch Bilder vom Stiel aus der Nähe und von beiden Seiten:
Mit viel Phantasie kann man auch netzähnliche Strukturen am Stiel erahnen.
Für mich war das von Deinem ersten Bild her klar ein B. luridus. Hättest Du
aber statt dessen nur die Bilder von Stiel gezeigt, wäre ich nie auf B.
luridus gekommen. Soviel Phantasie habe ich nicht 
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner
Für mich war das von Deinem ersten Bild her klar ein B. luridus. Hättest Du
aber statt dessen nur die Bilder von Stiel gezeigt, wäre ich nie auf B.
luridus gekommen. Soviel Phantasie habe ich nicht
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Hallo Thomas,
na dann hätte ich das Rätsel wohl etwas besser verpacken sollen 
Und ich gebe zu: der Pilz kam mir zunächst auch nicht ganz geheuer vor...
LG, Gábor
Karl-Heinz , (vor 6382 Tagen) @ Gábor
das sieht mir eher nach dem Glattstieligen - Boletus queletii aus.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Gábor, (vor 6382 Tagen) @ Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
an den Gedanken klammerte ich mich ja auch anfangs.
Und es wäre natürlich umso schöner, wenn er es denn tatsächlich wäre.
Zuletzt fand ich B. queletii vor etlichen Jahren mal im Deister bei Hannover. Ich kann mich an eine deutlich dunkelrote Stielbasis erinnern, die man dann auch sehr schön sowohl von Außen als auch im Schnitt sah.
Ich weiss, dass B. queletii auch in der Stadt unter Linden vorkommen kann, allerdings mehr in ruhigen Parks oder auf Friedhöfen.
Meine Fundstelle liegt jedoch direkt neben einer stark befahrenen Hauptstraße am Rheinufer mit vielen Abgasen usw.
Erfahrungsgemäß macht das zumindest B. luridus nichts aus.
Ich sehe ja auch diesen glatten Stiel der nach oben hin sogar leichte Flocken zeigt, bin ja schließlich nicht ganz von Gestern, gell
Hier habe ich noch ein Bild von Unten auf die Röhrenmündungen geschaut:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/Roehrling01_roehren.jpg)
Es wäre natürlich schön, noch weitere Meinungen zu meinem Fund zu hören.
LG, Gábor
Karl-Heinz , (vor 6382 Tagen) @ Gábor
- kein Text -
Gábor, (vor 6382 Tagen) @ Karl-Heinz
- kein Text -
Stephan Weißer, (vor 6382 Tagen) @ Karl-Heinz
- kein Text -
Karl-Heinz , (vor 6381 Tagen) @ Stephan Weißer
- kein Text -
Gábor, (vor 6381 Tagen) @ Karl-Heinz
- kein Text -
Karl-Heinz , (vor 6381 Tagen) @ Gábor
- kein Text -
Gábor, (vor 6381 Tagen) @ Karl-Heinz
- kein Text -
Karl-Heinz , (vor 6381 Tagen) @ Gábor
- kein Text -
Gábor, (vor 6381 Tagen) @ Karl-Heinz
- kein Text -
Gábor, (vor 6381 Tagen) @ Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
hier habe ich noch mal ein Paar Aufnahmen vom Vorjahr hervorgekramt.
Es ist der gleiche Fundort wie jetzt auch:
Grünstreifen zwischen dicht befahrener Hauptstraße/Straßenbahngleisen am Rheinufer und Fahrradweg.
Hier kam B. luridus gleich mehrmals im Jahr zwischen Mai und August in Begleitung von Amanita strobiliformis.
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/boletus_luridus.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/boletus_luridus_schnitt.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/boletus_luridus_nah.jpg)
Ich bilde mir jetzt ein, dass diese sog. "rote Linie" nach oben hin nicht scharf abgegrenzt ist, sondern farblich in die Hut-Trama verläuft.
LG, Gábor
Karl-Heinz , (vor 6381 Tagen) @ Gábor
Hallo Gabor,
ja so kenne ich ihn auch 
Vielleicht meldet sich ja noch mal ein Röhrlingsexperte.
Bis dann
und viele Grüße
Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
hier habe ich noch mal ein Paar Aufnahmen vom Vorjahr hervorgekramt.
Es ist der gleiche Fundort wie jetzt auch: Grünstreifen zwischen dicht
befahrener Hauptstraße/Straßenbahngleisen am Rheinufer und Fahrradweg.
Hier kam B. luridus gleich mehrmals im Jahr zwischen Mai und August in
Begleitung von Amanita strobiliformis.
Ich bilde mir jetzt ein, dass diese sog. "rote Linie" nach oben hin
nicht scharf abgegrenzt ist, sondern farblich in die Hut-Trama verläuft.
LG, Gábor
ThomasHofheim, (vor 6381 Tagen) @ Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
...aber was spricht denn gegen B. queletii?
... vor allem der rote Röhrenboden, der in diesem dunklen Ton bei unseren Hexenröhrlingen offenbar wirklich ausschließlich bei luridus vorkommt.
Gruß
Thomas
Karl-Heinz , (vor 6381 Tagen) @ ThomasHofheim
Hallo Thomas,
dann kannst Du mir sicher, oder auch Gabor, eine Literaturstelle benennen, wo B. luridus auch ohne jegliche Netzzeichnung am Stiel beschrieben wird. Habe bisher dazu nichts gefunden.
Gruß
Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
... vor allem der rote Röhrenboden, der in diesem dunklen Ton bei unseren
Hexenröhrlingen offenbar wirklich ausschließlich bei luridus vorkommt.
Gruß
Thomas
ThomasHofheim, (vor 6380 Tagen) @ Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
in der älteren und teilweise auch in der neueren Literatur wird das tatsächlich nicht oder selten erwähnt. Hinweise finden sich etwa bei Lannoy & Estades (2001), Les Bolets (Flore Mycologique d'Europe 6), p.114, wo eine var. queletiformis (!) von luridus mit kaum ausgebildetem Netz beschrieben wird, oder Klofac (2007) in: Öst.Z.Pilzk., p. 235, wo es im Schlüssel zur Serie Luridus (d.h. luridus u. Formen) heißt: "Stiel mit Netz (kann ausnahmsweise auch fehlen!)".
Man hat aber auch von queletii Formen mit rötlichem Röhrenboden beschrieben (z.B. var. zugazae), so dass einem bei solchen kritischen Kollektionen nichts anderes bleibt, als die Gesamtheit der Merkmale festzuhalten und zu beurteilen. Darauf hat Stephan ja schon hingewiesen. Ich meine schon, dass der rote Röhrenboden ein gutes Alleinstellungsmerkmal für luridus ist (vgl. auch Beitrag 76742) Man sollte aber auch die Sporen messen (queletii kleinerer Quotient als luridus), sollte die Jodreaktion prüfen (Abgrenzung gegen erythropus, in diesem Fall sicher nicht nötig) und muß im Zweifelsfall den Standort über mehrere Jahre beobachten. Natürlich können luridus, queletii und auch erythropus alle an ein und demselben Standort vorkommen, so dass man auch hier vorsichtig sein muß. Man kann ja ruhig auch mal ein cf. vor den Namen setzen.
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
dann kannst Du mir sicher, oder auch Gabor, eine Literaturstelle benennen, wo
B. luridus auch ohne jegliche Netzzeichnung am Stiel beschrieben wird.
Habe bisher dazu nichts gefunden.
Gruß
Karl-Heinz
Karl-Heinz , (vor 6380 Tagen) @ ThomasHofheim
Hallo Thomas,
da hast Du dir noch viel Arbeit mit der Recherche gemacht, vielen Dank dafür.
Schlussendlich - wie J. Schreiner ja ausführt - sind bei solchen Grenzfällen Sporenmessungen notwendig (wenn man es denn so genau wissen muss
.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
in der älteren und teilweise auch in der neueren Literatur wird das
tatsächlich nicht oder selten erwähnt. Hinweise finden sich etwa bei
Lannoy & Estades (2001), Les Bolets (Flore Mycologique d'Europe 6),
p.114, wo eine var. queletiformis (!) von luridus mit kaum ausgebildetem
Netz beschrieben wird, oder Klofac (2007) in: Öst.Z.Pilzk., p. 235, wo es
im Schlüssel zur Serie Luridus (d.h. luridus u. Formen) heißt: "Stiel
mit Netz (kann ausnahmsweise auch fehlen!)".
Man hat aber auch von queletii Formen mit rötlichem Röhrenboden beschrieben
(z.B. var. zugazae), so dass einem bei solchen kritischen Kollektionen
nichts anderes bleibt, als die Gesamtheit der Merkmale festzuhalten und zu
beurteilen. Darauf hat Stephan ja schon hingewiesen. Ich meine schon, dass
der rote Röhrenboden ein gutes Alleinstellungsmerkmal für luridus ist
(vgl. auch
Beitrag 76742
) Man sollte aber auch die Sporen messen (queletii kleinerer Quotient als
luridus), sollte die Jodreaktion prüfen (Abgrenzung gegen erythropus, in
diesem Fall sicher nicht nötig) und muß im Zweifelsfall den Standort über
mehrere Jahre beobachten. Natürlich können luridus, queletii und auch
erythropus alle an ein und demselben Standort vorkommen, so dass man auch
hier vorsichtig sein muß. Man kann ja ruhig auch mal ein cf. vor den Namen
setzen.
Viele Grüße
Thomas
Gábor, (vor 6380 Tagen) @ ThomasHofheim
- kein Text -
Gábor, (vor 6380 Tagen) @ ThomasHofheim
Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine Ausführungen.
Mal schauen, ob ich noch den Fruchtkörper für eine Sporenmessung zwischen all den anderen(die ausnahmslos ein Netz am Stiel aufwiesen) wiederfinde.
LG, Gábor