Orbilia aus Heidelberg *PIC*
Hallo,
aus einem Grünstreifen der Heidelberger Innenstadt am "Faulen Pelz" (so heißt unser Gefängnis ganz offiziell) habe ich vor ca. einer Woche ein morsches Stück Holz aufgelesen. Die meisten Bäume dort sind Kastanien, es wird aber dort gemulcht, so daß ich für das Substrat meine Hand nicht ins Feuer legen möchte.
Auf der in Fundlage nach unten gerichteten Seite des Astfragmentes (seiner entrindeten ehemaligen Außenseite), fanden sich orangerote Flecken, die sich unter der Lupe (immer in der Hosentasche dabei!) als Pilzchen erwiesen.
Ich habe die jetzt schon einigemale beprobt, sie zeigten sich aber immer als unreif und ohne wichtige Merkmale. Heute ist das anders und sie fangen an, was herzugeben:
Die Farbe der Apothezien stimmt nicht ganz, sie sind in Wirklichkeit etwas oranger, das Substrat bleicher.
Die Paraphysen sind stark geköpft:
![[image]](http://img7.imageshack.us/img7/2931/ococcinella07.jpg)
Die Asci sind an der Spitze z.T. abgerundet aber meist abgeflacht:
Reaktion auf Lugol ist übrigens total negativ.
Ich weiß, es sind grauenhafte Bilder 
Das was ich gesehen habe (aber nicht ablichten konnte), läßt mich die kühne Vermutung in Richtung O. coccinella wagen.
Morgen werde ich versuchen Sporenbilder herauszukitzeln.
Für hilfreiche Kommentare Eurerseits bin ich wie immer dankbar!
Viele Grüße,
Martin

und ein Ascus mit Basis:
und jetzt die Sporen, die herumschossen, als ob sie einen Außenbordmotor hätten:![[image]](http://img33.imageshack.us/img33/6011/ococcinella09.jpg)
![[image]](http://img33.imageshack.us/img33/7430/ococcinella11.jpg)
Besser hab ichs nicht hingekriegt. Die sind halt so winzig und unruhig. Ein gutes Dutzend hab ich vermessen: 3,4-4,9 x 2,0-2,5 µm. Ich denke, das paßt mit Form und Größe.