Heute nacht hat er gemeuchelt.
Trotz Gatter und Verwünschungen ist er eingedrungen und hat die ehemals
Gelbhütigen dahingestreckt.
Ein Gutes hat es ja: jetzt sehen wir die Porenschicht und wissen
-immer noch nicht genau-
wie er heißt.
B. rhodopurpureus hat knapp die Nase vorn, vor torosus, aber wer weiß?
Luteocupreus ist aus dem Rennen.
Später mehr...
LG Rudi
Hallo,
unter dem Vorbehalt einer evtl. molekularbiologischen Abklärung sollte man diesen Fund vorläufig als B. rhodopurpureus f. xanthopurpureus ansprechen, auch wenn die Ähnlichkeit mit torosus wirklich frappierend ist.
Aber:
Typische torosus-Kollektionen, wie man sie z. B. aus den Alpen oder dem Schweizer Jura kennt, weisen bis zum Erreichen der Vollreife leuchtend gelbe Poren auf. Erst dann setzt, wenn überhaupt, ein Umfärben nach orange ein.
Der Würzburger ist hier eindeutig "zu früh dran".
Charakteristisch für torosus ist im Jungstadium (nach der ebenfalls gelben "Knopfphase") ein eigentümlicher "apfelgrüner"-olivlicher Farbton, den rhodopurpureus - wiewohl ansonsten ein Chamäleon - nach allem, was bekannt ist, nicht ausbildet. Diese Art "pendelt" je nach Alter und Witterungseinflüssen zwischen gelb, rosa, weinrot und purpurbraun (die beiden letzteren Farbtöne kann aber auch alter torosus annehmen).
Es ist gut möglich, dass die Wahrnehmung von torosus auch durch solche (fehlbestimmte) Kollektionen von rhodopurpureus mitgeprägt ist.
Gruß, Jürgen